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Abfindung für Ex-VW-Chef? Politiker gegen „goldenen Handschlag“ für Winterkorn

Finanziell wird Martin Winterkorn seinen Abschied von VW verschmerzen können. Dem Ex-Vorstandschef winken eine staatliche Pension und womöglich eine Abfindung. Dagegen regt sich massiver Widerstand bei CDU und Grünen.
25.09.2015 - 14:30 Uhr
Nach seinem Abgang stehen dem Ex-VW-Chef von jetzt an jährlich 1,33 Millionen Euro an VW-Rente zu. Quelle: dpa
Martin Winterkorn.

Nach seinem Abgang stehen dem Ex-VW-Chef von jetzt an jährlich 1,33 Millionen Euro an VW-Rente zu.

(Foto: dpa)

Berlin In der Politik regt sich Unmut wegen einer möglichen Abfindung für den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn. „Eine Millionenabfindung für Winterkorn wäre ein Schlag ins Gesicht aller Arbeitnehmer, die sich ehrlich und engagiert in ihre Firma einbringen“, sagte der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem Handelsblatt. „Bevor der Aufsichtsrat über eine Abfindung entscheidet, sollte er erstmal die Untersuchung der Vorwürfe wegen der Abgasmanipulationen abwarten.“  

Der CDU-Politiker sprach von einem „moralischen Totalschaden“, der im Interesse der deutschen Wirtschaft und ihrer Arbeitnehmer „ohne falsche Rücksichtnahmen“ aufgearbeitet werden müsse. „Ein goldener Handschlag wäre ein falsches Signal für die Unternehmenskultur in Deutschland.“ Bäumler mahnte in diesem Zusammenhang auch bei den Pensionsansprüchen Winterkorns Zurückhaltung an, „solange ein Regress gegen den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden in Betracht käme“.

Wenn Winterkorn, der eine Mitverantwortung für einen der größten Wirtschaftsskandale in Deutschland trage, nun mit einem goldenen Handschlag verabschiedet werden würde, dann wäre das „dem Facharbeiter bei VW kaum zu vermitteln“, sagte die Grünen-Fraktionsvize Kerstin Andreae dem Handelsblatt.

„Wenn der Aufsichtsrat Verträge mit Millionenabfindungen für seine Vorstände abschließt, wird er sich gegenüber seinen Aktionären und der Belegschaft dafür rechtfertigen müssen. Aber solche Deals dürfen nicht zu Lasten der Allgemeinheit stattfinden“, betonte die Grünen-Politikerin und fügte hinzu: „Daher fordern wir eine Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Abfindungen.“ Hintergrund ist, dass der Konzern eine Abfindung als Betriebsausgabe geltend machen kann, womit sie steuerlich abzugsfähig wäre.

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    Es ist allerdings noch offen, ob Winterkorn eine Abfindung erhält. Das Unternehmen will sich dazu nicht äußern.

    Experte: „Abfindung rechtlich schwierig und nicht vermittelbar“
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