AfD Partei streitet über Parteitag

Bernd Lucke wäre gerne Alleinherrscher der AfD, doch dazu braucht er die Zustimmung der Basis zu einer neuen Satzung. Abgestimmt werden könnte auf dem Parteitag Ende Januar – doch über dessen Gestaltung gibt es Streit.
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Wäre gerne alleiniger AfD-Vorsitzender: Bernd Lucke. Quelle: dpa

Wäre gerne alleiniger AfD-Vorsitzender: Bernd Lucke.

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BerlinZwei Wochen vor dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) schlagen die Wogen in der Partei hoch. Hintergrund ist der Streit um den Vorschlag des Bundesvorsitzenden Bernd Lucke, die dreiköpfige Parteispitze durch einen einzigen Vorsitzenden zu ersetzen - ihn selbst. Nachdem es massive Kritik an der Tagesordnung des Parteitags gegeben hatte, startete der Bundesvorstand eine Umfrage unter den angemeldeten Mitgliedern.

Diese sollen, so heißt es in einem Aufruf des Bundesvorstandes, entscheiden, ob sie bei dem Mitgliederparteitag am 30. Januar in Bremen nur über die neue Satzung entscheiden wollen oder ob es bei den geplanten Debatten mit Gastrednern zur Familien-, Sozial- und Steuerpolitik bleibt.

„In Hamburg wird zwei Wochen später gewählt. Die derzeitigen öffentlichen Auseinandersetzungen fügen den Hamburger Parteifreunden schweren Schaden zu“, heißt es in dem internen Schreiben weiter.

Über den angeblich „manipulativen“ Charakter dieser Umfrage regten sich am Mittwoch AfD-Mitglieder aus verschiedenen Landesverbänden auf. Sie verfassten einen „Öffentlichen Brief aus der Basis an den AfD-Vorstand“. Darin werfen sie Lucke vor, er habe die Gastvorträge angesetzt, um die Satzungsdebatte abzukürzen und mit „Taschenspielertricks eine ganze Partei aufs Kreuz zu legen“.

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6 Kommentare zu "AfD: Partei streitet über Parteitag"

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  • Es ist besser um den richtigen Weg zu streiten und Klare Kante und Regeln zu zeigen als sich einen Diktat, wie dieses bei der Merkel-Union seit Jahren herrscht, zu unterwerfen. Die AfD ist die einzige Demokratisch geführte Partei. Alle anderen Parteien sind dem Diktat ihrer eigenen Ideologie oder ihrer machtgierigen Willkür Vorsitzenden ausgeliefert. Die Mitglieder von der Union sind da nur billiges und Stimmenvieh.

  • @ C. Falk
    Sie haben ganz Recht.
    Bedauerlicherweise hat Lucke einen Weg gewählt, der seine Partei einem sehr hohen Risiko aussetzt, weil er eigene Interessen über das Interesse der Partei setzt.

    Darüber hinaus nutzt er geschickt die Medien. Der eigentliche Konflikt in der AfD ist kein Richtungsstreit, sondern ein Konflikt zwischen selbsternannter Parteielite - Lucke und ihm treuestens ergebene Diener, vorzugsweise mit militärischer Erfahrung - und einer Parteibasis. Diese teilt sich in passive, dem Meister ergebene und um ihn besorgte Abnicker. Und in politisch reife Individuen, die erkannt haben, dass hier das autokratisches System einer zentralistischen Elitenpartei errichtet werden soll, in dem das System Lucke mit sämtlichen Taschenspielertricks um Pfründe und gegen demokratische Grundregeln kämpft. Auch innerhalb der Partei wird mit den Etiketten "rechts", "Querulant", "Extremist" gebrandmarkt, was das Zeug hält. Damit ist Lucke keine Deut anders als das System. Er ist somit komplett überflüssig für eine echte Alternative für Deutschland. Sein Handeln ist schuld an einem möglichen Zerbrechen der AfD. Die aber hoffentlich aus dieser Krise gestärkt und bereinigt hervorgehen wird. Denn sie zeigt mit dem Finger in die richtigen Wunden.

  • Die "Basis" der AfD sollte sich darüber im Klaren sein, daß sie prinzipiell austauschbar wäre, ein Prof. Lucke jedoch nicht.

    Das liegt an dessen Bekanntheitsgrad, seiner hervorragenden Darstellung in der Öffentlichkeit und nicht zuletzt an seinem Sachverstand.

    Ginge er frustriert von Bord, wäre die AfD erledigt - mit oder ohne Basis.

  • Lucke handelt strategisch und taktisch leider nicht optimal, die AfD vor einer wichtigen Wahl in eine Lage zu bringen, bei der Auseinandersetzungen vor programmiert sind.

    Es gibt in der AfD zweifelsfrei verschiedene politische Strömungen, liberal, "christdemokratisch (vormerkelianisch), konservativ, patriotisch, transatlantisch, "Putinversteher" der Schröder/Schmidt/Bahr- Richtung u.s.w.

    Diese Strömungen kann kaum ein einziger Vorsitztender alleine repräsentieren, eine Dreier oder Zweierspitzte ist da angemessener.

    Lucke ist in Wirtschaftsfragen, Euro und Geldpolitik zweifelsfrei hoch kompetent.Nichtsdestotrotz ist bei einer breit aufgestellten "Volkspartei" Schwarmintelligenz mindestens ebenso wichtig.

    Frau Perty macht regelmäßig bei Talkshows einen guten Eindruck. Eine Zweier- Spitzte für die AfD ist nach wie vor eine ausgezeichnete Option, wenn in den Augen von Lucke drei Sprecher zu viel sind.

    Es wäre Herrn Lucke zu wünschen, wenn er eine Position relativiert, in die er sich ohne erkennbare Not selber hinein begeben hat.

  • Egal, man kann der AfD nur alles Gute wünschen, denn das Land braucht sie dringender denn je, haben CDUSPDGrüne doch der Enteignung durch die EZB nichts mehr entgegen zu setzen.

    Die heutige Empfehlung des Spanischen EUGH-Staatsanwalts zum bedingungslosen und unlimitierten Aufkauf von südländischen Staatsanleihen übertrifft selbst die schlimmsten Befürchtungen von Kritikern.

    Das spielt wird immer teurer für den deutschen Steuerzahler, Sparer und Rentner!

    Die Bailout-Klausel ist toter als tot, die Staatsfinanzierung durch die EZB nun voll und ganz Realität. Das ist nichts anderes als Euro-Bonds und eine Einladung zum "weiter so" der Pleitestaaten und -banken Südeuropas!

    Gleichzeitig wurde seitens der Bundesbank vor dem Wackeln von Lebensversicherern gewarnt. Sollte die private Altersvorsorge von Millionen deutschen Lebensversicherten erstmal futsch sein, dann wird wohl nicht nur in Dresden demonstriert werden und sicherlich dann auch einer weniger gesitteten Form ... Schuld sind dann allein die Scharlatane von CDUSPDGrüne, die uns jeden Tag belügen ohne rot zu werden.

  • Hoffentlich übersteht die AfD diesen Parteitag und vor allem die Tage und Wochen danach, die sicher am gefährlichsten sind.

    Es wäre eine Schande wenn die AfD scheitern würde!

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