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AfD streitet um Parteilinie Letzte Warnung für Rechtsaußen Höcke

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Selbsternannte AfD-Patrioten attackieren Parteispitze

Die selbsternannten AfD-Patrioten lobten auch wie Höcke und Poggenburg den Front National. In einer gemeinsam verfassten Mitteilung ihrer parteiinternen Gruppierung „Der Flügel“ hatten Höcke und Poggenburg erklärt: „Für unsere Vaterländer, für unser gemeinsames europäisches Haus geht es in dieser historischen Wendezeit um Sein oder Nichtsein. Die in- und ausländischen Altparteien stehen auf der Seite des Nichtseins. Unsere Verbündeten stehen auf der Seite des Seins. Wir gratulieren Marine Le Pen zu ihrem überragenden Wahlerfolg. Frankreich und Europa dürfen noch hoffen!“

Die „Patriotische Plattform“ in der AfD ging noch weiter und erklärte: „Marine Le Pens Kampf ist unser Kampf; ihr Sieg ist unser Sieg!“ Mit „Unverständnis und Befremden“ reagierte der Vorstand der Organisation auf den Pressesprecher der AfD, Christian Lüth, der erklärt hatte, der Front National sei wegen seines „fremdenfeindlichen Kurses“ kein Partner für die AfD – „ein Satz“, so die selbsternannten AfD-Patrioten, „der so auch von Bernd Lucke hätte stammen können“.

Die „Patriotische Plattform“, heißt es in der Erklärung weiter, betrachte die FPÖ in Österreich, den Front National in Frankreich und die UKIP in Großbritannien „als unsere Verbündeten im Kampf gegen die Politik der EU, gegen linken Zeitgeist und Masseneinwanderung“. Der AfD empfahl die Plattform Marine le Pen als Vorbild, um Wahlen zu gewinnen. „Wer dagegen den Front National in der Sprache des Imperiums als „fremdenfeindlich“ abkanzelt, der zeigt, dass er bei den etablierten Parteien besser aufgehoben wäre.“ Auf den Wahlsieg der FPÖ habe der Bundesvorstand noch mit Glückwünschen reagiert. „Er möge diesen Kurs bitte auch gegenüber dem Front National fortsetzen.“

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56 Kommentare zu "AfD streitet um Parteilinie: Letzte Warnung für Rechtsaußen Höcke"

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  • Liebe Leser. Die Kommentarfunktion ist geschlossen. Leserbriefe und interessante Beiträge zur Debatte nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen. Beste Grüße aus der Redaktion.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Offensichtlich ist heutzutage der Begriff Nazi nicht mehr im historischen Kontext der Zeit von 1933 bis 1945 zu sehen, sondern in einer Art von evolutionärern Weiterentwicklung nun einem patriotisch handelnden, denkenden und dem Grundgesetz verbundenen Deutschen gleichzusetzen. Sollte diese These stimmen, wäre der Begriff Nazi eigentlich ein Ritterschlag ;-)

  • Herr Vinci Queri, und wie ist es mit Ihrer Intelligenz bestellt. Nicht sonderlich, wie ich in der Vielzahl Ihrer Kommentare zu diversen Themen immer wieder lese.

  • "Ist eben eine Interpretationsfrage "

    So? Also wenn jemand beim Menschen von unterschiedlicher "Evolution" faselt und dann zudem noch dabei wertet ist dies zweifellos Rasseideologie. Wenn das die AfD nicht weiter sanktioniert stellt sie damit klar, dass sie hinter solchen Leuten steht.

  • Höcke dürfte etwa sowas gement haben (Die Maschinen lassen wir mal weg):

    https://www.youtube.com/watch?v=5Fu_eBNeL-8

    Ist eben eine Interpretationsfrage und hängt davon ab, wie stark man unter dem 3. Reich-Syndrom leidet.

  • "Natürlich benötigt Höcke einen Dämpfer. Offiziell muss sich jeder von Höcke disanzieren, weil er gegen einige staatliche Regeln verstösst. Wenn er z.B. von den afrikanischen Menschen spricht, dann ist sicher aus Unkenntnis der komplizierten Lage Afrikas nicht jedem klar, dass Höcke eigentlich nur die schwarzen Chaoten meint, die auch in den USA immer wieder für Ärger sorgen und sozial das ziemliche Gegenteil von anpassungsbereiten arbeitswilligen Asiaten sind. "

    Und diese rassistischen Stereotype sind jetzt die Ideen, auf deren Grundlage die AfD ihre Politik macht, oder? ;) Meinen Sie, dass es viele Bürger der Mitte gibt, die so simpel denken?

  • "Höcke hat an keiner Stelle von "Rasse" oder ähnlichem gesprochen. Er hat auch indirekt ausgeschlossen, daß es sich bei dem von ihm in Afrika beobachtetem generativen Verhalten um ein genetisch, also rassisch, begründetes Verhalten handelt."

    So? Tatsächlich sagt Höcke das Wort "Evolution" wortwörtlich:

    "Die Evolution hat Afrika und Europa, vereinfacht gesagt, zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert." In Afrika herrsche die "r- Strategie" vor. Anders in Europa: hier verfolge man überwiegend die "K-Strategie"- "Ausbreitungstyp" gegen "Platzhaltertyp".

  • "Björn Höcke hat mit einer als rassistisch eingestuften Rede scharfe Kritik auf sich gezogen. Auch seine Äußerungen zum rechtsextremen Front National sorgen für Empörung. Die Parteispitze reagiert mit einer Warnung."

    Die Frage ist: Was muss man sich in der AfD denn noch leisten, damit man rausfliegt? Das Verbreiten einer nach objektiven Maßstäben rassistische Theorie hat in jeder seriösen, nicht extremen Partei den Rauswurf zur Folge. Offensichtlich hat man mit Rechtsextremismus und entsprechendem Gedankengut in der AfD kein Problem. Das stützt die Thesen der Kritiker, die AfD entwickle sich zum rechtsextremen Sammelbecken hin.

  • Wie hoch lag oder liegt Ihre Reproduktionsrate Frau Wölfe? Und wenn ja, warum? Darum geht es. Mit Rassismus hat das wenig zu tun. w

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