AfD-Sympathisanten im Fokus Ökonom stellt Gabriel-Berater infrage

Dass zwei AfD-nahe Ökonomen zu Gabriels wirtschaftspolitischen Beratern zählen, sorgt für Unmut. Wirtschaftsforscher Horn hegt große Zweifel an deren Ratschlägen – und stellt das ganze Beratungsgremium infrage.
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Der Direktor des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn: „Der Sachverständigenrat und der wissenschaftliche Beirat sind entbehrlich.“ Quelle: dpa

Der Direktor des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn: „Der Sachverständigenrat und der wissenschaftliche Beirat sind entbehrlich.“

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BerlinDer Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn,  hat sich dafür ausgesprochen, den wissenschaftlichen Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi-Beirat) abzuschaffen.  Als Grund nannte er unter anderem, dass zwei Professoren dem Gremium angehören, die der Alternative für Deutschland (AfD) nahe stehen – der Mannheimer Ökonom Roland Vaubel und der Berliner Wirtschaftsprofessor Charles B. Blankart.

Es falle ihm schwer, sich die AfD-Sympathisanten als unabhängige Berater vorzustellen. „Ein derartig besetztes Gremium kann kein vernünftiger Ratgeber für das Wirtschaftsministerium in Zeiten der Krise des Euro-Raums sein, ist also überflüssig“, sagte Horn Handelsblatt Online. Vaubel und Blankart gehören dem BMWi-Beirat an. Vaubel ist AfD-Mitglied. Er sitzt auch im wissenschaftlichen Beirat der AfD. Blankart ebenso.

Abgesehen davon hält Horn, der selbst SPD-Mitglied ist, den Beirat generell für überflüssig. „Er genießt ob seiner Zusammensetzung in der Regel nicht das Vertrauen der politischen Führung des Ministeriums und bleibt daher bei politischen Entscheidungen außen vor“, sagte Horn.  Hinzu komme, dass der Beirat seinen Nachwuchs selbst rekrutiere. „Dies ist gut für die Karriere von Ökonomen, eher schlecht für innovative Ideen.“ Daher spreche vieles dafür, „diese Art von Beirat gänzlich abzuschaffen“.

Zweifel äußerte Horn an den „Wirtschaftsweisen“ vom Sachverständigenrat, „dessen voluminöse Gutachten nicht einmal im Ministerium vollständig bekannt sein dürften“. Wie die Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute verharre zudem dessen Mehrheit bei theoretischen Vorstellungen, die mit der ökonomischen Realität der vergangenen Jahre nur noch wenig zu tun hätten, schrieb Horn vor kurzem in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

In jeder Legislaturperiode neuen Beraterkreis berufen
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28 Kommentare zu "AfD-Sympathisanten im Fokus: Ökonom stellt Gabriel-Berater infrage"

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  • Wo Horn recht hat ,hat er recht: In den Ministerien ist Sachkompetenz nicht erforderlich.Das wird jeden Tag aus Neue bewiesen.Nachdem dort Soros ein und ausgeht,haben die Ministerien die nötige Beratungskompetenz.Mr.Horn hat allerdings vergessen zu erwähnen,daß er und sein IMK ebenso völlig überflüssig sind.

  • Der gewerkschaftseigene "Ökonom" ist SPD-Mitglied. Seine sozialistische Wirtschaftsmeinung darf er aber weiter ungebremst absondern. Hier zeigt sich wieder, woraufhin wir zusteuern. Unsere Neue SED, die Sozialdemokratische Einheitsregierung Deutschlands herrscht über die Neue Volkskammer, die insgesamt ökonomisch komplett verblödet ist.

    Zu den "Goldenen Zeiten des Stalinismus", kamen Abweichler zur Umerziehung nach Bautzen, heute werden sie nur aus Experten-Gremien gemobbt.

    Toll gemacht, Frau Staatsratsvorsitzende Merkel!

  • Dass ein SPD-Mitglied so tut, als würde es diese Konkurrenzschelte als Wissenschaftler (IMK-Chef) vortragen hat schon was skandalöses, zumal er nirgends erwähnt, dass er SPD-Mitglied ist.

  • Zitate:

    Abgesehen davon hält Horn, der selbst SPD-Mitglied ist, den Beirat generell für überflüssig. „Er genießt ob seiner Zusammensetzung in der Regel nicht das Vertrauen der politischen Führung des Ministeriums und bleibt daher bei politischen Entscheidungen außen vor“, sagte Horn.
    ...

    „Sinnvoll wäre, dass jeweils zu Beginn der Legislaturperiode ein wirtschaftspolitischer Beraterkreis berufen wird, der das Vertrauen der Regierung genießt“, schlägt der IMK-Chef vor. „Dessen Zeit wäre durch die Legislaturperiode oder das Vertrauen der Regierung bemessen.“

    -

    Soll wohl heißen:

    Eigentlich ist der Beirat für Herrn Horn (natürlich SPD) generell überflüssig.

    Aber wenn schon einer existiert, dann soll er gefälligst auch die Interessen der SPD vertreten.

    Herr Horn (SPD), falls Sie es noch nicht mitbekommen haben, der Beirat dient der objektiven Beratung und stellt kein Werkzeug der SPD-Ideologie dar.

  • Die stetige Auswahl dieses 'Ökonomen' spricht nicht für die Qualität des HB - bessert euch!

  • Er ist ein SPD - Fähnchen - im Wind. Umkehrschluss:
    Kann man von Herrn Horn erwarten, dass er wertfrei ist, mit der Parteizugehörigkeit?
    Das war mit ihm schon so vor 20 Jahren im DIW, nur war er etwas jünger.

  • Horn demaskiert sich nach diesen Auslassungen als "Parteiökonom", der in der Fachwelt kaum noch ernst genommen wird. Für mich gehört er nach diesen unwissenschaftlichen Auslassungen zur 3. Liga in der Wissenschaftshierarchie. Kann sich die Gewerkschaft und die SPD nichts besseres leisten?

  • Ach ja, wieder mal Neues aus der Baumschule vom Horn Ochs.

  • Jemand der so mit anderen wissentschaftlichen Positionen umgeht verhält sich unwissenschaftlich. Wissenschaftler respektieren die Meinung anderer Wissenschaftler, auch wenn sie der eigenen widersprechen. Politiker neigen dazu Personen mit andere Meinungen zu verunglimpfen. Was also ist Herr Horn wirklich? Sicherlich kein Wissenschaftler...

  • "Es falle ihm schwer, sich die AfD-Sympathisanten als unabhängige Berater vorzustellen ...." .... und wie abhängig sind die der CDU und SPD Nahe stehenden Berater ?

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