AfD-Urabstimmung Luckes Anti-Euro-Kurs findet große Zustimmung

AfD-Chef Bernd Lucke hat für seinen Anti-Euro-Kurs eine breite Rückendeckung innerhalb seiner Partei bekommen. In einer Urabstimmung stimmten nahezu alle Mitglieder für eine Abkehr von der Gemeinschaftswährung.
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AfD-Chef Bernd Lucke plädiert für eine Auflösung des Euro. Quelle: dpa

AfD-Chef Bernd Lucke plädiert für eine Auflösung des Euro.

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BerlinDer AfD-Bundesvorsitzende Bernd Lucke hat sich von seiner Partei in einer Urabstimmung Rückendeckung für seinen Anti-Euro-Kurs geholt. Wie die Alternative für Deutschland (AfD) am Freitag mitteilte, wurde der Abstimmungstext von knapp 97,7 Prozent der teilnehmenden Parteimitglieder angenommen.

In dem Abstimmungstext heißt es, die Eurokrise sei nicht lösbar ohne eine Auflösung des Euro, ohne eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder eine Aufspaltung des Euro in kleinere Währungsverbünde. Weiter wird ausgeführt: „Mit dem Euro hat Deutschland die Kontrolle über sein Geld verloren. Mit der Bankenunion verliert Deutschland die Kontrolle über sein Finanzsystem.(...) Wie schon bei den Rettungsschirmen verschweigt oder bagatellisiert die Bundesregierung auch bei der Bankenunion die Bedrohungen für Sparer und Steuerzahler.“

Lediglich 1,2 Prozent der AfD-Mitglieder sprachen sich dagegen aus. 1,1 Prozent der Befragten enthielten sich der Stimme. Knapp ein Fünftel der Parteimitglieder nahmen an der Abstimmung teil.

Zuletzt war in der Öffentlichkeit und auch bei einigen AfD-Mitgliedern der Eindruck entstanden, die Zuwanderungsdebatte habe die Eurokrise als Thema Nummer-Eins-Thema der AfD abgelöst.

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5 Kommentare zu "AfD-Urabstimmung: Luckes Anti-Euro-Kurs findet große Zustimmung"

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  • Klingt schön und gut, auch ziemlich schlüssig. Aber... jede Medallie hat 2 Seiten.

    1. Viele Ossis wollten zuerst gar keine Wiedervereinigung, diese "Idee" wurde hierher getragen und kam von der BRD. Was die Menschen hier wollten waren Reformen (Reisefreiheit) und Politikwechsel. An eine Wiedervereinigung dachten 89 die wenigsten.

    2. Den ohne Frage gigantischen Kosten für Wiederaufbau steht ein gewaltiges Konjunkturpaket für die BRD gegenüber. Mit einem Schlag gab es 17 Millionen neue Konsumenten für Westprodukte, welche nahezu alle einmal eine Komplettausstattung wollten. Autos, Fernseher, Klamotten, Reisen, etc. Kein Mensch wollte mehr Ostprodukte. Dies hat der Wirtschaft der BRD einen gewaltigen Schub verschafft.

    3. Hier wurde durch den Westen nicht nur aufgebaut, es wurde auch gezielt Platt gemacht. Zahlreiche Ostbetriebe wurden von der Treuhand verscherbelt (teilweise im einstelligen Bereich!), diese dann leergeräumt und dann geschlossen. Und das obwohl sie gute Chancen gehabt hätten. Die Konkurenz aus dem Westen war da halt cleverer und hat gar nicht gewartet bis die Ostfirmen sich etablieren konnten.

    4. Auch der Osten musste leiden. Z.B. unser funktionierendes Familien- und Bildungssystem wurde mit einer unbeschreiblichen Arroganz "ersetzt" einfach weil es aus dem Osten war. Ohne überhaupt zu schauen ob es nicht eine Alternative war. Mir haben westdeutsche Professoren bestätigt das sie überrascht, teilweise geschockt waren, wie hoch das Bildungsniveau der Oststudenten in den frühen 90ern war. Dann aber beständig abgenommen hat, bis zum Angleich.

    Und jetzt noch etwas persönliches, sie trauern um die 2 Billionen DM, ich hingegen um den Zusammenhalt und echte Freundschaften, denn beides ist sehr rar geworden.

  • Zitat Handelsblatt

    „In dem Abstimmungstext heißt es, die Eurokrise sei nicht lösbar ohne eine Auflösung des Euro, ohne eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder eine Aufspaltung des Euro in kleinere Währungsverbünde.“

    Jetzt sind wir genauso schlau wie vorher. Dass die AfD richtigerweise gegen den heutigen Einheits-Euro ist, war ja schon lange klar und steht auch im Programm der Partei. Aber was will die AfD stattdessen? Die Aufspaltung des Euro in kleinere Währungsverbünde (Nordeuro/Südeuro) oder doch die Rückkehr zu den nationalen Währungen und damit auch zur D-Mark? Der Mitgliederbeschluss lässt beide Optionen offen, obwohl die Unterschiede zwischen beiden Alternativen auch in ihren Konsequenzen für Europa erheblich sind.

  • "Mit dem Euro hat Deutschland die Kontrolle über sein Geld verloren. Mit der Bankenunion verliert Deutschland die Kontrolle über sein Finanzsystem. (...) Wie schon bei den Rettungsschirmen verschweigt oder bagatellisiert die Bundesregierung auch bei der Bankenunion die Bedrohungen für Sparer und Steuerzahler."

    Das soll einer Lucke erst mal widerlegen. Man hat es doch bei gestrigen EZB-Entscheidung gesehen, wie machtlos wir sind. Wir haben keine Macht mehr über unser Geld und somit indirekt auch über unser Schicksal. Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken, das die Südländer uns klar in der Hand haben. Und das haben sie!

  • Ich höre da auch die DDR und hätte sie gerne wieder:
    Der Euro war der Preis, (neben der EU), den Helmut Kohl für die Wiedervereinigung zahlte. Kann nicht oft genug gesagt werden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl#Rolle_bei_der_Einf.C3.BChrung_des_Euro
    Dazu kommen noch die 2 Billionen, die bisher, vor allem als Sozialleistungen nach drüben geflossen sind, Einnahmen durch Wiedervereinigung gegen gerechnet.
    Die bisherige Euro-Politik "Deutschlands" wird von einer Bürgerin der ehemaligen DDR bestimmt. Noch Fragen?
    Wenn diese 2 Billionen alle in (leider, leider ehemaligen) Bundesrepublik geblieben wären...
    Dies zu sagen, obwohl in allen Quellen, auch der Regierung zu finden, ist leider "politisch nicht korrekt".
    Ich gehe davon aus, das ganze bisherige Euro-Geschimpfe und Pegida (auch wieder drüben...) dient nur dazu, uns, die Zahler, und das ist rechnerisch nun mal die Bundesrepublik, einzulullen.

  • So viel Sachverstand in Sachen Finanzen und Währung wie bei der AFD gibt es in allen anderen Parteien nicht mal zusammen genommen.

    Und täglich wird Lucke´s Kurs durch die Handlungen der real-existierende EUR-Gruppe, resp. EU bestätigt, nur EUR-Dogmatiker wollen das nicht sehen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf! DDR ick hör dir trapsen ...

    Die EUR-Zone ist eine Transferunion geworden, daran besteht kein Zweifel mehr!

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