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AfD vor Spaltung Lucke-Flügel plant schon die Konkurrenz-Partei

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Petry will Pegida für sich gewinnen

Buh-Rufe für Lucke, tosender Applaus für Petry

Zudem gibt es im liberalen Flügel Überlegungen, eine konkurrierende Partei zu gründen. Der Lucke-Verbündete und einstige Parteivize Hans-Olaf Henkel trat noch am Sonntag aus der AfD aus. „Nicht ich habe die AfD verlassen, sondern die AfD mich“, sagte er Reuters. Für Pöbeleien und Intrigen sei er nicht zu haben.

Die AfD hat nach Parteiangaben rund 23.000 Mitglieder, der Weckruf nach eigenen Angaben gut 4000 Anhänger. Bereits in Essen zeigten sich Abwanderungen: Nach Petrys Angaben erschienen am Sonntag rund 2000 Parteimitglieder in der Gruga-Halle und damit 1500 weniger als am Vortag.

Auf dem Parteitag herrschten teilweise tumultartige Zustände. Lucke wurde mit Buh-Rufen niedergeschrien. Das Parteitagspräsidium musste mehrfach zur Ruhe mahnen. Besonders als Lucke vor Vorurteilen gegen den Islam warnte, steigerte sich die Wut vieler Teilnehmer in offene Aggression und „Lucke raus“-Rufen. Der Ökonomie-Professor wies darauf hin, dass über zwei Millionen Muslime in Deutschland lebten und fragte, ob dieser Teil der Bevölkerung ausgegrenzt werden sollte.

Petry erklärte dagegen unter Jubel, der Islam vertrete ein Staatsverständnis, das in Mitteleuropa völlig fremd und mit dem Grundgesetz unvereinbar sei. Die sächsische Landeschefin forderte: „Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, müssen wir uns überlegen, wie wir das bewerkstelligen wollen.“ Mit Blick auf die islamkritischen Pegida-Proteste erklärte sie, auch wenn man nicht alle Forderungen teile, seien es diese Bürger, „für die wir primär Politik machen wollen“.

Als Beispiel nannte sie eine Russland-freundlichere Außenpolitik oder eine Begrenzung der Zuwanderung. Petry wird Ende des Jahres automatisch alleinige AfD-Vorsitzende. Bis dahin steht ihr der ebenfalls in Essen gewählte Jörg Meuthen zur Seite. Außerhalb der Partei war der Wirtschaftswissenschaftler aus Baden-Württemberg bisher fast unbekannt.

  • rtr
  • dpa
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15 Kommentare zu "AfD vor Spaltung: Lucke-Flügel plant schon die Konkurrenz-Partei"

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  • Zwar ist die kleine Frau nicht dumm und auch rhetorisch geschickt - reichen wird das aber nicht, um eine Partei zu führen, die im Lande ernst genommen werden soll und gar in den Bundestag einziehen will.

    Da ist Lucke schon ein ganz anderes Kaliber. Sachverstand und Kompetenz zeichnen ihn aus - wenngleich seine Rhetorik und die Begeisterungsfähigkeit zu wünschen läßt.

    Zusammen mit Lucke als alleinigem Vorsitzer der Partei haben sie es weit gebracht - leider nur, um sich nun gegenseitig und die Partei zu zerlegen.

    Eine Neugründung unter Lucke oder ähnlich kompetenter Seite wird es vermutlich allein nicht in den Bundestag schaffen - vielleicht in die Landtage und auch ins EU-Parlament.

    Schade - es hat so gut begonnen.

  • Sehr richtig. Die jetzt noch verbliebenen deutschtümelnden Gutmenschen von der AFD verbünden sich endlich mit Pegida und wir bekommen eine neue NPD!

  • Und Tschüss ... Alle Warmduscher raus! Damit man sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Die Partei wird sich finden. In diesem Jahr sind keine Wahlen mehr .... den Rest regelt die ausufernde Zuwanderungsproblematik und die eskalierende Eurokrise - ohne Zutun der AfD. Das werden auch die medialen Schmierfinkaktionen nicht verhindern! Und das ist gut so!

  • Der Grün-Sozialistische Einheitsbrei im deutschen Bundestag, unter der Führung einer werteverratenden Merkel-Union, kann sich zusammen dem Grün-Sozialistischen Medien in Deutschland, schon mal warm anziehen.
    Die Grün-Sozialisten schaufeln nämlich mit der EURO-Flüchtlings-Gender und vor allen der Energiewendepoltik ihr eigenes Grab. Die AFD unter Fr. Petry wird dieses Themen aufgreifen und entsprechend den Bürgern die Wahrheit dazu sagen. Mit der Wahl von Fr. Petry hat die AfD diesen Mut schon mal unter Beweis gestellt.
    Bernd Lucke wollte nämlich nur beim Thema EURO diesen Mut zeigen. Bei allen anderen deutschen Politikthemen wollte er sich weiterhin diese Grün-Sozialistischen Merkel Diktatur (Einheitsbrei) unterwerfen.
    Hr. Bernd Lucke kann jetzt mit seinen Weckruf diesen Bundestagseinheitsbrei der Merkel-Diktatur huldigen. Bernd Lucke ist mit seinen Weckruf keine ALTERNATIVE mehr. Und das wird er in Zukunft auch selbst merken. Eine FDP 2.0 und eine CDU 2.0 braucht kein Mensch (Nichtwähler) in Deutschland mehr. Die Menschen haben die Schnauze von dieser Grün-Sozialistischen und Werteverratenden Merkel-CDU voll. Darum AfD. Danke!

  • Reisende soll man nicht aufhalten. Aber wenn das entscheiden sich Lucke und Co. hoffentlich schnell denn eine erneute Hängepartie bringt keiner Seite etwas.

    Ansonsten bin ich froh das es endlich eine Entscheidung gegeben hat. Ob diese richtig war, kann nur die Zeit zeigen. Aber definitiv konnte es nicht so weitergehen, wie in den letzten Monaten!

  • Was dieser Führungswechsel am Ende für die AfD bedeuten wird, weiß noch niemand. Ich ahne jedenfalls ungutes.
    Der Islam wird hier zu einem Popanz aufgebaut, obwohl das eigentliche Problem die massenhafte, völlig ungeregelte Einwanderung ist. Auch Lucke hat hier von "Flüchtlingen" gesprochen, obwohl es sich zu weit über 90 % um illegale (also kriminelle) Einwanderer handelt. Warum wird das nicht klar benannt?
    Mir ist es egal, ob ein illegaler Einwanderer Muslime ist oder sonstwas. Ich will ihn einfach nicht hierhaben in Deutschland.
    Außerdem erinnert mich diese ganze Islam-Kritik immer wieder an US-Propaganda.

  • Immer ein Fehler, Herr Dannenberg, von den Ausfällen einiger weniger, auf das Gesamtverhalten, der Anhänger von Frau Petry, Herrn Gauland und Frau v. Storch zu schließen.

    Das jetzige Führungspersonal der AfD, war von Anfang an dabei und hat sich nicht verändert.

    Der zweite Sprecher HerrProf. Jörg Meuthen ist Ökonom und Wissenschaftler genau wie Herr Lucke.

  • Das war's dann...

    Die Pepita.-Narren haben die AfD zuschanden besetzt. Mit diesen Figuren wird man es vielleicht schaffen, im Osten NPD, DVU und wie sie alle heißen zu beerben - im Westen wird sie ab jetzt wohl kaum noch jemand wählen.

    Das Bittere ist: Luckes Kritik am Euro-Murks ist aktueller denn je - und jetzt zerlegt sich seine Partei.

  • Derlei Wahl-Abstinenz gilt für meine Familie und mich vorläufig genau so. Andernfalls müsste sich die AfD schon sehr am Riemen reißen und sich wieder auf die unselige Rettungspolitik zu Lasten vornehmlich deutscher Steuerzahler konzentrieren und auch das Thema "Bürgerrechte/Datenschutz/Ausspähen" zu ihrem Schwerpunkt machen.

  • Für mich bedeutet das Wahlergebnis für Petry/von Stork vorerst für lange Zeit:

    AfD ---> tschüss und adé

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