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AfD Weidel kann sich Koalition mit anders ausgerichteter CDU vorstellen

Die CDU schließt eine Koalition mit der AfD kategorisch aus. Doch die andere Seite ist deutlich aufgeschlossener – wenn sich die CDU ändere.
30.06.2019 - 15:46 Uhr 1 Kommentar
Die Fraktionsvorsitzende der AfD hält eine Koalition mit der CDU grundsätzlich für möglich. Quelle: dpa
Alice Weidel

Die Fraktionsvorsitzende der AfD hält eine Koalition mit der CDU grundsätzlich für möglich.

(Foto: dpa)

Berlin Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, hat eine Kooperation mit der Union nicht ausgeschlossen, falls diese sich grundlegend ändere. „Mit einer völlig durch-sozialdemokratisierten CDU ist eine Zusammenarbeit für uns nicht vorstellbar“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn die CDU wieder andere Politiker an der Spitze haben sollte und sich eine vernünftige Programmatik zugelegt hat, wäre das perspektivisch vielleicht einmal in Betracht zu sehen.“

Die CDU-Spitze hatte mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen betont, eine Zusammenarbeit mit der AfD sei ausgeschlossen. Wer die AfD unterstütze, müsse wissen, „dass er damit bewusst auch rechtsradikalen Hass und Hetze, extreme Polarisierung und persönliche Diffamierungen in Kauf nimmt“, hieß es in einer Erklärung zur Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) mutmaßlich durch einen Rechtsextremisten.

Allerdings gibt es an der Parteibasis Widerspruch gegen den apodiktischen Kurs der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. „Wenn sich Frau Kramp-Karrenbauer nicht vorstellen kann, dass es „jemals“ zu einer Kooperation mit der AfD kommen kann, halte ich das für falsch“, sagte der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Mittelsachsen, Jörg Woidniok, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Auf kommunaler Ebene solle man sich die Positionen und Vorstellungen der AfD anschauen und dann entscheiden, wo es „Überschneidungen und Kooperationsmöglichkeiten gibt“.

Mehrere Umfragen haben zuletzt ergeben, dass die große Mehrheit der Bürger die Abgrenzung der CDU von der AfD begrüßt. Weidel bekräftigte, dass sie bei der im September anstehenden Neuwahl der Fraktionsspitze erneut zusammen mit Alexander Gauland für den Vorsitz kandidieren will. In der AfD wird erwartet, dass Gauland für seinen anderen Posten als einer von zwei Parteivorsitzenden nicht mehr antreten wird.

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    Als möglichen Kandidaten für die Nachfolge, über die die AfD auf einem Parteitag Ende November/Anfang Dezember entscheiden will, sieht Weidel den sächsischen Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla. Er habe im Fraktionsvorstand „unwahrscheinlich gute Arbeit geleistet“ und sei ein talentierter Wahlkämpfer, erklärte die Fraktionschefin. Chrupalla sei „sicherlich eine Person, die für höhere Aufgaben auch in der Partei prädestiniert ist“. Co-Parteichef Jörg Meuthen dürfte erneut antreten.

    Mehr: Die Umfragewerte für Parteichefin Kramp-Karrenbauer fallen. Warum es vielen in der CDU vor den kommenden Wochen graust, lesen Sie hier.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "AfD: Weidel kann sich Koalition mit anders ausgerichteter CDU vorstellen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Trotz der Hetze im Fall Lübcke gegen die AfD, wo deutlich wurde, zu welchen Lügen und Fake-Konstrukten die CDU/CSU Grünen greifen, um die AfD mit unsäglichen Unterstellungen, politisch wie auch durch Linksextrtemisten zum Abschuß frei zu geben. Hier wird Gewalt gesät, die wenn sie dann erfolgt sind mit Krokodilstränen scheinheilig von sich weist. Die CDU/CSU, Grüne tun also geau das was sie der AfD vorwerfen.
      Da ist es erfreulich dass es noch Politiker mit Realitätssinn gibt:
      "Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat die CDU dafür kritisiert, den Mordfall Lübcke mit der AfD indirekt in Verbindung zu bringen. "Die (Mit-)Schuldzuweisungen, die nun in die Richtung politischer Kontrahenten ausgestoßen werden, halte ich nicht nur für kontraproduktiv, sondern auch für hochgradig
      gefährlich", so Kubicki."
      "Die CDU habe "eine ziemlich gerade Linie zwischen der AfD und Mord gezogen". Wenn man
      in der falschen Partei sei, trage man demnach "Mitschuld an dem Mord" - das sei unseriös und unverantwortlich, , schrieb Kubicki in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

      Diesem Beitrag von Hr. Kubicki ist nichts hinzu zu fügen.

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