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Afrika-Reise Euro-Krise begleitet Merkel in Nairobi

Auf ihrer Station in Kenia weicht die Bundeskanzlerin den Fragen über die Euro-Krise aus. Von Finanzminister Schäuble lässt sie sich über die Beratungen der Finanzminister informieren.
13.07.2011 - 07:06 Uhr Kommentieren
Bundeskanzlerin Merkel wird von Studenten der Universität Nairobi begrüßt. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Merkel wird von Studenten der Universität Nairobi begrüßt.

(Foto: dpa)

Nairobi/Luanda Seit mehr als einem Jahr ist es Angela Merkel gewohnt, überall auf der Welt auf ein und dasselbe Thema angesprochen zu werden. Die deutsche Kanzlerin mag in Singapur, in Peking, in Washington oder in Riad vor der Presse stehen: Immer wieder soll die Regierungschefin der größten EU-Volkswirtschaft die jüngsten Wirren in der Eurozonen-Krise erklären.

Aber am Rande von Nairobi, im International Livestock Research Institute, ist für Merkel offenbar eine Grenze erreicht. Gerade hat sie sich das auch von Deutschland geförderte landwirtschaftliche Forschungsinstitut angeschaut und sich über die Ernährungssituation auf dem Kontinent erkundigt.

Dann zieht sie auf dem Rasen vor dem Gebäude vor laufenden Kameras eine Bilanz ihres Kenia-Besuchs. Doch als ihr ein Journalist die Frage zuruft: „Frau Bundeskanzlerin, es gibt sehr beunruhigende Nachrichten aus Europa ...“, drehte sich Merkel abrupt um und geht zum Auto. Der nächste Termin wartet.

Aus der Ferne wolle sie die hektische Telefondiplomatie zwischen Europas Hauptstädten nicht kommentieren, heißt es später zur Erklärung. Ohnehin habe sich die Lage doch wieder etwas beruhigt, der Euro war schon wieder gestiegen, weil Italien erfolgreich neue Anleihen platziert und Merkels italienischer Kollege Silvio Berlusconi endlich ein neues, energisches Sparpaket versprochen hatte.

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    Aber wirklich losgelassen hat die Eurokrise die Kanzlerin auf der gesamten Afrika-Reise nicht. Schon vor der Abreise am Montag fiel die Entscheidung, dass ihr neuer wirtschaftspolitischer Berater Lars-Hendrik Röller sie nicht begleiten wird. Die Kanzlerin ließ ihn lieber zum Krisenmanagement in Berlin in der Schaltzentrale der deutschen Regierung zurück.

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