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Aktion Mensch Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung noch nie so niedrig

Der Wirtschaftsboom hilft auch den Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt. Das belegt eine Studie des Handelsblatt Research Institut im Auftrag der Aktion Mensch.
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Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung noch nie so niedrig Quelle: dpa
Behinderte am Arbeitsmarkt

Unternehmen profitieren von einer staatlichen Förderung, wenn sie Menschen mit Behinderung einstellen. So gibt es Zuschüsse und Darlehen für den nötigen Umbau eines Arbeitsplatzes.

(Foto: dpa)

Berlin Die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt folgt weiter einem positiven Trend: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung erneut gesunken und zwar auf ein Rekordtief von 162.000 Menschen. Im Vorjahr lag sie bei 170.000. Die Arbeitslosenquote Schwerbehinderter liegt mit 11,7 Prozent ebenfalls auf einem Tiefstand – nach 12,4 Prozent.

Das geht aus dem aktuellen Inklusionslagebarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI) hervor. „Insgesamt entwickelt sich der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung seit sechs Jahren konstant positiv – das ist ein Erfolg“, kommentiert HRI-Präsident Bert Rürup die Ergebnisse. „Trotzdem profitieren Menschen mit Handicap nicht im gleichen Maße von der guten Konjunktur wie die Allgemeinheit.“

Es bleibe wichtig, die Problemfelder auszumachen und hierfür Lösungen zu schaffen. Denn: Der Abstand zur allgemeinen Arbeitslosenquote (5,7 Prozent) der Menschen ohne Behinderung habe sich in diesem Jahr erstmals wieder vergrößert.

Die Studie offenbart, dass Behinderte nach wie vor große Probleme haben. So dauere die Suche nach einem Arbeitsplatz noch immer durchschnittlich 366 Tage, im Vorjahr waren es 377 Tage. Das sind 104 Tage länger als bei Menschen ohne Handicap.

Auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist mit 44,4 (45,8) Prozent deutlich höher als bei Menschen ohne Behinderung. Dort liegt sie bei 35,6 Prozent. Dabei sind immer mehr Firmen verpflichtet, Behinderte einzustellen. Ihre Zahl stieg um fast 4000 auf 160.000 Betriebe. Die Einstellungspflicht entsteht ab 20 Beschäftigte. Grund für den Zuwachs ist die positive Konjunkturentwicklung in den vergangenen Jahren in Deutschland, die Firmen veranlasst, mehr Mitarbeiter einzustellen.

Firmen, die erstmals diese Schwelle überschreiten, wählen jedoch statt der Einstellung eines neuen Mitarbeiters mit Behinderung häufig die Möglichkeit, eine Ausgleichsabgabe zu zahlen. Dadurch erhöhte sich die Zahl der unbesetzten Pflichtarbeitsplätze auf über 37.000 nach 32.000 im Vorjahr.

Armin von Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch, führt das auch darauf zurück, dass viele nicht wissen, dass es zahlreiche Förderungen gibt, wenn man Behinderte einstellt. Daher hat die Sozialorganisation gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) eine Handlungsempfehlung mit Informationen für Arbeitgeber herausgegeben.

So gibt es Zuschüsse und Darlehen für den nötigen Umbau eines Arbeitsplatzes. Unternehmen können Behinderte auch auf Probe einstellen. Dann übernimmt die Agentur für Arbeit die Lohnkosten für bis zu drei Monate.

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