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Aktion „Rechts gegen Rechts“ Dortmunder Grüne wollen Rechtsextreme austricksen

Beim einem Marsch durch Wunsiedel haben Rechtsextreme zuletzt unfreiwillig Spendengelder für ein Aussteiger-Programm gesammelt. Der Sponsorenlauf inspiriert nun die Grünen im Dortmunder Rat zu einer Aktion gegen Rechts.
Die Rechte ist einen mit einem Abgeordneten im Dortmunder Stadtrat vertreten. Quelle: dpa

Die Rechte ist einen mit einem Abgeordneten im Dortmunder Stadtrat vertreten.

(Foto: dpa)

Dortmund Die Grünen wollen die trickreiche Aktion „Rechts gegen Rechts“ aus dem bayrischen Wunsiedel auf den Dortmunder Stadtrat übertragen. Die Grünen-Fraktion kündigte am Donnerstag an, für jede Anfrage der rechtsextremen Parteien NPD und Die Rechte fünf Euro aus privater Tasche an die Aussteiger-Organisation „Come Back“ zu spenden.

In Dortmund überschütten Rechtsextreme die Verwaltung mit Anfragen, zuletzt auch nach Zahl und Wohnungen von Juden. Die Neonazi-Partei Die Rechte sitzt seit der vergangenen Kommunalwahl mit einem Abgeordneten im Dortmunder Stadtrat. Zunächst hatte die Wahl von Siegfried Borchardt, der auch den Spitzenamen „SS-Siggi” trägt, für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Seit dessen Rückzug im Sommer sitzt nun Dennis Giemsch im Rat.

In Wunsiedel waren Rechtsextremisten am Wochenende auf ähnliche Weise unfreiwillig zu Spendensammlern geworden. Für jeden Meter, den sie bei einem Aufmarsch zurückgelegt hatten, spendeten Unternehmen 10 Euro an das Aussteiger-Programm „Exit - Deutschland“. 10 000 Euro kamen so zusammen. Selbst die Washington Post berichtete über die außergewöhnliche Aktion.

  • dpa
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