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AKW-Sicherheitskriterien Neue Richtlinien könnten Aus der alten Meiler besiegeln

Die Reaktorsicherheitskommission hat den Schutz vor terroristischen Einwirkungen in den Anforderungskatalog für AKWs aufgenommen. Das könnte das endgültige Aus für die bereits abgeschalteten Meiler bedeuten.
31.03.2011 Update: 31.03.2011 - 11:27 Uhr 2 Kommentare
Das AKW Biblis. Quelle: dapd

Das AKW Biblis.

(Foto: dapd)

Berlin Mit geplanten umfangreichen Sicherheitsprüfungen der deutschen Atomkraftwerke rückt das dauerhafte Aus zumindest der sieben ältesten Meiler näher. Geprüft werden solle auch, wie sich ein etwa von Terroristen herbeigeführter Absturz von Flugzeugen der gängigen Typen auswirke, sagte der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission, Rudolf Wieland, am Donnerstag in Berlin. Geschwindigkeit, Aufprallwinkel und Folgen eines Kerosinbrandes würden berücksichtigt.

Die ältesten Anlagen haben nach Expertenansicht keine ausreichend dicken Hüllen. Eine Nachrüstung würde sich kaum lohnen. Deshalb könnten die derzeit nur für die Zeit des Moratoriums der Regierung abgeschalteten AKW für immer stillgelegt werden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) lehnte allerdings eine Vorfestlegung ab. „Am Ende ist die Politik gefragt“, sagte er. Sie müsse auf Basis der Expertise sowie der Haltung in der Gesellschaft entscheiden. Die Kommission habe einen Anforderungskatalog für die AKW verabschiedet, sagte Wieland.

Dabei würden auch „terroristische Einwirkungen“ berücksichtigt, ebenso naturbedingte Ereignisse, höhere Wasserstände, ein Staudammbruch, Erdbeben, Trockenheit, niedrigere und höhere Temperaturen. Ferner werde geprüft, ob bei einem längeren Ausfall der Stromversorgung die Meiler gekühlt werden könnten. Sieben Expertenteams der Gesellschaft für Reaktorsicherheit würden die einzelnen Bereiche bei den Anlagen prüfen.

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    2 Kommentare zu "AKW-Sicherheitskriterien: Neue Richtlinien könnten Aus der alten Meiler besiegeln "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Eigentlich muß die Politik lediglich die Bevölkerung fragen, ob sie das sog. "Restrisiko" - das in Fukushima gerade eindrucksvoll besichtigt werden kann und welches jederzeit an jedem AKW auch hier eintreten kann - hinnehmen und ertragen will oder nicht.
      Alle anderen Überlegungen und Prüfungen sind müßig, denn dieses "Restrisiko" bleibt immer bestehen (und das Entsorgungsproblem ebenfalls).

    • Vor sechs Wochen war das noch alles unbekannt und unwichtig?

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