Altbundeskanzler Gerhard Schröder verordnet Deutschland Agenda 2030

Um das Land auf Wachstumskurs zu halten, sind weitere Reformen nötig, sagt der Altkanzler. Im Handelsblatt-Interview spricht er über die Kandidaten der SPD und erklärt, warum Deutschland für Griechenland bezahlen muss.
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Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Quelle: ap

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

(Foto: ap)

Handelsblatt: Herr Bundeskanzler, Europa steckt in seiner schwersten Krise. Wären Sie nicht in dieser bewegten Zeit lieber Kanzler als ehemaliger Kanzler?

Gerhard Schröder: Krisenzeiten sind immer eine Herausforderung, und jetzt ist sicher eine besondere Krise. Und, Sie haben Recht: Für jemanden, der wie ich gerne Politiker war, ist das ein besonderer Reiz. Aber ich denke nicht darüber nach. Meine politische Karriere ist beendet. Wie heißt es beim Boxen: They never come back!

Aber wenn Sie Zeitungen lesen, muss es Ihnen doch eher wie bei einem Fußballspiel gehen. Da sitzt man ja auch nicht teilnahmslos dabei, sondern hat klare Vorstellungen, wie die Flanke hätte kommen müssen und welcher Spieler eingewechselt werden müsste.
Richtig. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass auf dem EU-Gipfel im vergangenen Dezember die richtigen Maßnahmen zur Euro-Rettung angestoßen wurden. Mit den Beschlüssen wurde die Grundlage für eine stärkere Integration Europas gelegt, an dessen Ende die politische Union Europas stehen kann, die zu meiner Zeit als Bundeskanzler politisch noch nicht möglich war. Dafür werden alle Länder zwar auf nationale Souveränität verzichten müssen, aber im Gegenzug gewinnt Europa insgesamt an Stärke und Stabilität.
Sie meinen, künftig sollte nicht nur die Geldpolitik….
…. sondern auch die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik in Europa koordiniert werden. Ich sehe mit Genugtuung, dass Union und FDP den Widerstand aufgegeben haben gegen eine Wirtschaftsregierung in Europa, die wir schon lange gefordert haben. Den Anfang könnte beispielsweise ein Euro-Finanzminister machen.

Gerade wird ein neuer Chef der Euro-Gruppe gesucht. Wäre Wolfgang Schäuble der richtige Kandidat für die Aufgabe?

Schäuble ist ein überzeugter Europäer, der in den vergangenen zwei Jahren viel früher als andere gesehen hat, was nötig ist zur Stabilisierung der Euro-Krise und zur politischen Weiterentwicklung Europas. Insofern spielt er im Moment zu Recht eine wichtige Rolle. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker die Aufgabe weiter ausführt, da er in schwieriger Zeit einen hervorragenden Job gemacht hat.

In den eigenen Reihen hätte die SPD mit Peer Steinbrück einen Kandidaten, der viel von Europa- und Finanzpolitik versteht. Könnte Steinbrück die Aufgabe ausfüllen?

Keine Frage, das könnte er. Aber Steinbrück wird ja noch für andere Aufgaben gebraucht.

Als SPD-Kanzlerkandidat?

Das ist eine gute Frage, auf die Sie von mir keine Antwort bekommen.

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„Der ökonomische Vorteil des Euro hat einen politischen Preis“
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88 Kommentare zu "Altbundeskanzler: Gerhard Schröder verordnet Deutschland Agenda 2030"

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  • Dieser Mann hat nichts mehr zu verordnen. Schon gar keine Agenda 2030. Die Wahrheit ist, dass Schröder in vielen Dingen kaltblütig-wertneutralistisch ist. Als es darum ging Bundeskanzler zu werden, da hat er jede noch so kleine Kohl-Reform der allernötigsten Art bekämpft, wie den demographischen Faktor bei der Rente oder leichteste, bitternotwendige, Arbeitsmarktreformen. Als ihm dann Anfang des neuen Jahrhunderts der Laden Bundesrepublik Deutschland um die Ohren zu fliegen begann, hat er in einer Brutalomanier, die bei Kohl unvorstellbar gewesen wäre, die Arbeitslosen in Hartz-IV und die Rentner in die Nullrunden gestoßen. Er hat die Alten und sozial schwachen genauso kaltblütig-wertneutralistisch behandelt, wie er dies ehebrecherisch mit seinen Ehefrauen getan hat. Besser ein CDU Reformer wie Kohl mit Augenmaß als einer wie Schröder, der erst das Blaue vom Himmel verspricht,
    und dann später doch fünf mal so herzlos agiert wie die anderen. Auch seine Ausführungen zum Euro sind lächerlich.
    Der Euro ist zu früh eingeführt worden, und er ist -zumindestens in der gegenwärtigen Zusammensetzung der Währungsunion- nicht haltbar. Der Euro zerstört die emotionalen und wirtschaftlichen Fundamente der Europäischen Idee. Wir brauchen den Euro nicht, und wir brauchen einen Mann mit Namen Schröder nicht!

  • Wenn sich die SPD irgendwann einmal von solchen Lobbyisten der Reichen und Mächtigen und deren Rezepten distanzieren sollte, dann wäre sie möglicherweise auch wieder wählbar.

  • Ein Versager -Kanzler der das Handtuch schmeißen mußte.
    Solche Spinner haben wir genug im Land .
    Der Typ hat in seiner Amtszeit nur Sche....e gebaut ,und
    jetzt auf dicke Lippe machen .
    Da kann man nur sagen "go hom " zu KGB Putin!

  • Das stimmt schon, was hier beschrieben wird. Kohl hat sich seine Wähler gekauft, wenn nötig aus Sibirien nach D geholt. Seine Politik des Geldrausschmleissens orientierte sich nur an einem Prinzip "wie gehe ich in die Geschichte ein". Er war ja Historiker. Als dann zufällig die Mauer fiel, war das für ihn die Gelegenheit, sich als Kanzler der Wiedervereinigung zu profilieren - auch wenn er damit nichts zu tun hatte, weil er nämlich vorher die DDR künstlich im leben gehalten hat mit Zahlungen für die man dann irgendwelche in der DDR produzierten Waren bekam, um den Schein eines Geschäftes zu wahren. Sozialpolitik hat er nie betrieben (z.B. Blüm: die Renten sind sicher - damals war schon deutlich, das es ein Rentenproblem geben wird). Selbst kinderlos, war auch Familienpoltik keine Priorität für ihn. Somit haben viele der heutigen Probleme ihren Ursprung VOR Schröder. Aber das ist keine Entschuldigung für die Art und Weise, wie Schröder und die SPD an die Sache rangegangen sind.

    Die Politik von Merkel und Schäuble ist nichts anderes als eine Wiederholung der Politik von Kohl und Waigel. Somit wird man sich auf auf massive Probleme in den kommenden Jahren einstellen dürfen und die CDU wird dann wieder lauthals über die Unfähigkeit der Anderen schreien ohne irgendeine Verantwortung zu übernehmen für das, was sie auf den Weg gebracht hat.

  • CDU ,SPD,FDP,GRÜNE haben abgewirtschaftet u. sind so mit
    für den Wähler nicht mehr akzeptabel.
    Alle regierten/regieren gegen das Normalvolk weil diese
    keine Lobby haben .
    Hier müssen neue regierungsfähige Parteien her u. das sollte schon zur BT-Wahl 2013 realisiert sein .
    Die derzeitigen regieren diktatorisch u. machen Klientel
    politik .Von Demokratie kann keine Rede sein ,eher wird
    das Volk diktatorisch regiert .
    Hier gilt das Motto" Der Wähler ist dumm ,wir können alles
    besser ". Bestimmt nicht !
    Wo sind die Volksbegehren usw. , alles Fehlanzeige !
    Kohl ,Schröder ,Merkel nahmen/ nehmen das Volk überhaupt nicht mehr wahr .
    Warum brauchen wir noch eine Regierung dieser Art !
    Die "Schweizer Demokratie " ist für die Bürger von Deutschland ein Vorbild .

    Neue Parteien braucht das Land !

  • 05.04.2012, 11:53 Uhr karstenberwanger

    >>> Willkommen in der Realität! <<<

  • Es ist schon erschreckend,
    wie viele Vollidioten sich in der Politik tummeln.

    Die große Katastrophe ist aber,
    die sind absolut resistent gegen dazulernen!

    Und 80 Millionen Deutsche glotzen zu und lassen sich ausplündern…

  • Ein Kanzler der nach seine Kandidatur 1 Mio Euro im Jahr verdient hat mit Putins Ölgeschäfte und Kommunistische Harz IV eingeführt hat ist eine Schande für Deutschland. Riecht stark nach Konflikt-Interesse-Politik und Korruption.
    Agenda 2010 haben wir bereits gesehen und die angeblich wie von Hand gemacht "globalisierende?" Katastrophe ist noch nicht fertig.Sparren Sie Herr Kanzler Schröder Menschen,mit eine neue "Agenda",zu verarschen.

  • Katastrophe und Unglück in einer Person!

    Genau der passt in diese hohle Landschaft!

    Auf den haben alle gewartet…

    Ist mir schlecht!

  • Ach ja, werter Gerd Schröder, ich weiß, daß Sie das nicht lesen, aber egal - ich erinnere mich, wie ich an einem Tag so durch die Gegend fuhr und das Radio mir erklärte, Sie würden demnächst die Vertrauensfrage stellen und so Neuwahlen erzwingen.

    Ich habe angehalten, bin ausgestiegen und habe laut "Du feige Sau, du erbärmliche feige Sau!" gebrüllt, bin wieder eingestiegen und war ein für alle mal fertig mit Ihnen.

    Sie können heute sagen was Sie wollen, bei mir bleibt von Ihnen nur dieser eine Moment: Ein Feigling zieht den Schwanz ein. Hat seinen Spaß gehabt und läßt nun alle anderen im Stich.

    Na danke!

    Viel Spaß noch mit den Russen.

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