Alternative für Deutschland CDU-Politikerin Lengsfeld unterstützt die AfD

Die Union tut sich schwer mit der neuen Anti-Euro-Partei. Da passt es schlecht ins Bild, dass eine prominente CDU-Politikerin die AfD unterstützt. Denn die Partei hat es auch auf Wähler im bürgerlichen Lager abgesehen.
Update: 24.05.2013 - 09:18 Uhr 66 Kommentare
Im letzten Bundestagswahlkampf warb Vera Lengsfeld mit diesem Plakat. Quelle: ap

Im letzten Bundestagswahlkampf warb Vera Lengsfeld mit diesem Plakat.

(Foto: ap)

BerlinDie CDU-Politikerin und frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld tritt als Unterstützerin der neuen Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) auf. Sie habe die AfD „um der Fairness willen gegen unseriöse Anschuldigungen wegen angeblicher Rechtslastigkeit“ in dem Blog „Die Achse des Guten“ in Schutz genommen. „Das kann man als Unterstützung ansehen“, sagte die heute als Publizistin tätige Lengsfeld Handelsblatt Online. Auf der Webseite der AfD wird Lengsfeld offiziell als Unterstützerin gelistet.

Ein Austritt aus der CDU kommt für sie deshalb jedoch nicht in Betracht. „Meine kritische Haltung zur Eurorettungspolitik ist auch hinlänglich bekannt. Deshalb werde ich aber nicht die Partei wechseln“, sagte Lengsfeld. Auch an ihrer Haltung zur CDU ändere sich damit nichts. „Nur habe ich die Hoffnung, dass die CDU durch den von der AfD erzeugten Druck zur Ordnungspolitik zurück findet“, betonte die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete.

Das offene Eintreten Lengsfelds für die AfD ist pikant, zumal die Partei auch Wähler im bürgerlichen Lager im Visier hat. Aus diesem Grund hatten die CDU-Fraktionschefs von Hessen, Sachsen und Thüringen jüngst die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer klareren Positionierung gegen die neue Gruppierung aufgefordert. Die AfD sei eine Herausforderung für die Union, schrieben Christean Wagner, Steffen Flath und Mike Mohring. Ihrer Ansicht nach könnte ein signifikanter Verlust von Stimmen an die AfD bei der Bundestagswahl im September SPD und Grünen zur Macht verhelfen.

Lengsfeld, die in Berlin-Pankow lebt, stört das offenbar wenig. Bei der letzten Bundestagswahl sorgte die ehemalige Bundestagsabgeordnete noch als Berliner CDU-Direktkandidatin für bundesweite Schlagzeilen, als sie im Wahlkampf mit einem Plakat warb, das sie und Angela Merkel tief dekolletiert zeigte mit dem Satz: „Wir haben mehr zu bieten.“

In diesem Jahr tritt Lengsfeld erstmals nicht mehr für den Bundestag an. Parteipolitik überlässt sie ihrem Sohn Philipp, der CDU-Direktkandidat in Berlin-Mitte ist. Aber um weiter politisch mitzumischen, betätigt sie sich als Autorin und nutzt dabei auch „Die Achse des Guten“ – ein Blog, das von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch betrieben wird.

"AfD soll sich dem Druck nicht beugen"
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66 Kommentare zu "Alternative für Deutschland: CDU-Politikerin Lengsfeld unterstützt die AfD"

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  • Früher hieß es und das gilt auch heute noch: Immer ruhig mit den jungen Pferden (Vergleich zu jungen Parteien)!

    Die Gedanken sind (noch - so lange noch kein Chip ins Hirn eingepflanzt wird) frei! Niemand von uns kann sich ein Urteil über andere Menschen erlauben, da wir nicht das/der/die Andere sind. Sagen wir stets das, was wir denken? Dasselbe wird ebenso für PolitikerInnen Gültigkeit besitzen.

    Daß die Demokratie (ob real oder parlamentarisch) von Gestern ist, zeigen uns viele Informationsmöglichkeiten im Internet (Gilt leider nur für diejenigen, die sich das Internet leisten können.).

    Angst- und Panikmache, Büro- und Technokratie, Globalisierung, Finanzwelt, Rechtsbeugung, Überwachung, das Verkomplizieren von einfachen Dingen usw. tragen zur allgemeinen Unsicherheit bei.

    So vernünftig allerdings sollten wir als Krone der Schöpfung sein: Bei Meinungsverschiedenheiten, denn um nichts anderes handelt es sich hier im Kommentarbereich, nicht andere Menschen beleidigen oder herum trollen.

    Es wird sich zeigen, was am 22. September 2013 passiert, mit oder auch ohne AfD.

  • Lucke sollte in der AfD Bayern aufräumen
    Nähe zum Rechtspopulismus - Dettlef W. Schilde, der Gründer und Chef der rechtsgerichteten demokratischen Volkspartei Deutschland ist einer der Drahtzieher des Landesverbandes Bayern der AfD.
    Intrigen, Lügen, üble Nachreden, Parteiauschlüsse guter und ehrlicher Parteimitglieder - Ausgrenzen statt Einbinden.
    Erste Rück- und Austrittswelle.
    http://alternativernewsletter.wordpress.com/

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Dieses ewige Geschwafel von "linkspopulistisch, rechtspopulistisch" ist sowas von überflüssig. Da geht mir mittlerweile "das Messer in der Tasche auf"! Viel wichtiger ist doch, Positionen nach gesundem Menschenverstand zu beziehen und dann nach Abwägung aller Alternativen die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ist das denn in unserer heutugen Gesellschaft so schwer?? Muss denn alles immer in irgendeine Schublade gedrückt werden???? Furchtbar.

  • @Luk, @rita
    regt euch nicht auf ;-)

    Eddie, Fredi, graete, Freidenker/in, Müller_Luedenscheid, netshadow, Shadhajuuhpioky usw...

    ist ein und dieselbe Person, die hier zu sämtlichen Artikeln Tag und Nacht das Gleiche schreibt.

  • Gut,
    wir sind Deppen- aber SO kann es nicht in Europa weitergehen. Leute brauchen Hoffnung, dass es aufwärts geht.
    Es gibt's doch sonst keine Alternative. Am Strohalm zu klammern-na, und!?

  • Das was sie hier zusammenschreiben entbehrt wirklich jeder Grundlage. Jemand wie sie scheint mir tatsächlich bei der Linken besser aufgehoben zu sein.

  • 1. Witz (?) der AfD:
    "Die Bundesrepublik Deutschland steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte." http://www.alternativefuer.de/de/
    2. Demokratie-Verstaendnis der AfD: "Gestern war Gründungsparteitag der AfD Baden-Württemberg. Die Ergebnisse dieses Parteitages sind ernüchternd:

    - Satzungsseitig wird die Basis von weitergehenden Mitentscheidungsrechten ausgeschlossen. Man hat formal betrachtet als einfaches Mitglied vermutlich noch in einer der Fraktionen der großen Blockpartei CDU bis Grüne mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten als in der AfD.

    - Personell hat in den Personenen Scheel, Geiger, Brett und Kölmel ein Durchmarsch der CDU- / FDP-Fraktion und des Stuttgarter Establishments stattgefunden.

    - Programmatisch hat man mit ”direkter Demokratie” nicht wirklich was am Hut (Link). Es geht um den Euro – und sonst im Grunde um nichts und Alles soll so bleiben, wie es ist (und auch den Euro will man erst ab 2020 loswerden, Link, witziger Weise redet ein CDU-Mann heute vom Euro-Ende in 5 Jahren, Link). ”Direkte Demokratie” ist offensichtlich nur ein Spruch, um Wählerstimmen zu gewinnen" http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2013/04/23/afd-mene-mene-mene-tekel-oder-eindrucke-vom-grundungsparteitag-baden-wurttemberg/ weiterlesen lohnt sich...

    Fazit: AfD = Alternative fuer Deppen...

  • Guten Abend!
    "Es wimmelt hierzulande von manipulativen Journalisten. Es gibt keine freien Journalisten mehr, die sich ihre UREIGENSTE Meinung bilden. Es gibt nur noch Lobby-Journalisten. Das ist sicherlich nicht gut für unser Land."
    Das ist es- das Unbegreifliche... Haben die Journalisten kein Verstand, haben die Angst um ihr Leben!? Ich begreife es nicht- WAS ist los mit dem Menschenverstand, Ehre, Würde!? Es ist beschämend, was im Euroland und Eurozone passiert, Europa versinkt in Armut, Hoffnungslosigkeit- aber man hört nur dumme Parolen, noch schlimmer als in der DDR un Sowjetunion.
    AfD ist für mich ein kleiner und trotzdem ein RIESIGER und im Moment Einziger Hoffnungsschimmer- für Deutschland, Europa, Demokratie...Ich werde AfD wählen.

  • Die "etablierten" Parteien haben die wahrhaftige, sachlich-argumentative Diskussion längst durch ihre (partei-) politische Manipulation und die Diffamierung Anders- und vernünftig Denkender ersetzt. Insofern ist es erfrischend und notwendig, daß sich neue Parteien wie die AfD gründen und sich ohne Polemik sachlich äußern. Das ist das Mandat des Volkes. Das ist Demokratie. Frau Lengsfeld beherzigt, was das Volk erwartet. Das ist heute mutig und leider nicht selbstverständlich.

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