Altersarmut Immer mehr Rentner müssen noch arbeiten

660.000 Rentner haben laut Medienberichten im vergangenen Jahr trotz Ruhestand weiter gearbeitet, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
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Der Rentner Erich Boos trägt trotz Ruhestand in Wiesbaden Zeitungen aus. Quelle: dpa

Der Rentner Erich Boos trägt trotz Ruhestand in Wiesbaden Zeitungen aus.

(Foto: dpa)

SaarbrückenImmer mehr Rentner in Deutschland müssen für ihren Lebensunterhalt noch arbeiten oder die staatliche Grundsicherung beantragen. Die „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe) berichtete vorab unter Berufung auf Zahlen des Bundesarbeitsministeriums, im vergangenen Jahr seien etwa 660.000 Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgegangen. Im Jahr 2000 seien es noch 416.000 gewesen. Die Zahl der über 65-Jährigen, die staatliche Grundsicherung erhielten, sei von 258.000 im Jahr 2003 auf 400.000 im Jahr 2009 gestiegen. 

Der Linken-Abgeordnete Matthias Birkwald, der eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt hatte, sagte der Zeitung: „Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern.“ Prekäre Arbeit führe direkt in die Altersarmut. Er forderte, die Abschaffung aller Rentenkürzungsfaktoren, die Rente mit 67 zurückzunehmen und wieder Mindestentgeltpunkte für Langzeitarbeitslose und Niedrigverdiener einzuführen.

 

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5 Kommentare zu "Altersarmut: Immer mehr Menschen arbeiten auch im Rentenalter"

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  • Dann müssen alle Politiker und Politikerinnen sofort auf Hartz 4 gesetzt werden, mangels ausreichender Intelligenz.
    Und im übrigen stimmt das so auch nicht wie Sie meinen. Die meisten haben ihr lebenlang hart gearbeitet und sich nicht wie ein Beamter an der Staatsgrippe gelabt. Und wer was kann, der geht in die Wirtschaft um dort Karriere zu machen. Nur die 2. Reihe geht zum Staat.

  • Bin wirklich froh das die Pensionäre etwas besser gestellt sind. Die Pensionen sind ja auch knapp bemessen aber eine Arbeit annehmen und das nach der wohlverdienten Pensionierung - glücklicherweise unnötig. Für die Rentner tut es mir leid. Dennoch sind, Ausfallzeiten durch Arbeitslosigkeit, eine schlechte Ausbildung und eine zu geringe Lebensarbeitszeit wohl ursächlich für die Altersarmut. Es ist klar, es hat nicht jeder die Intelligenz und die nötige Zuverlässigkeit um sich beim Staat anstellen zu lassen. Damit hätten sie besser vorgesorgt!

  • Mein Freund ist StB und mach demzufolge auch Lohnabrechnungen für seine Mandaten. All die Rentner die bei seinen Mandanten beschäftigt sind, arbeiten weil die das Geld bitter nötig haben. Leser des HB, wie Sie und ich gehören bestimmt nicht zu dieser Gruppe und persönlich kenne ich auch nicht solche Leute.

  • Die Rentner, die ich kenne und die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, sind allesamt finanziell unabhängig und arbeiten um sich fit zu halten bzw. halten Arbeit für eine sinnvolle Beschäftigung. Sind die in der Statistik mit drin?

  • Es ist doch eine Schande dass die welche dieses Land aufgebaut haben im Alter mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen.
    Das TV verbreitet auch hier wieder falsche Informationen in dem es von den "fidelen Rentnern" berichtet. Nach meinen Erkenntnissen sind diese entweder Beamte aus dem gehobenen u. höheren Dienst und Unternehmer/Freiberufler die ihr Tätigkeit aufgegeben haben.
    Und nun fällt dem hirnlosen Bahr von der 3%-Partei auch nichts anderes ein, als die Beitäge zur Pflegeversicherung zu erhöhen. Das trifft gerade die Gruppe der schwächsten. Zu einer grundlegenden Reform im Pflege-/Gesundheitswesen ist man nicht fähig. Wenn man dazu aber zu blöd ist, bittschön, die Schweiz zeigt wie man es machen kann. Da wird deutsch gesprochen und man braute es nur abzuschreiben. Aber vielleicht ist die Politik dazu auch zu blöd.

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