Amigo Affäre FDP attackiert SPD-Spitzenkandidat Ude

Die Verwandtenaffäre bringt Bayern und die Parteien insgesamt in Misskredit. Doch dass die SPD nun Rücktritte fordert, geht selbst der FDP zu weit. Die Sozialdemokraten säßen mit auf der Anklagebank, heißt es.
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Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen FDP, Volker Wissing: Er kritisiert den Spitzenkandidaten der Bayern-SPD, Christian Ude, scharf. Quelle: dapd

Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen FDP, Volker Wissing: Er kritisiert den Spitzenkandidaten der Bayern-SPD, Christian Ude, scharf.

(Foto: dapd)

BerlinIn der Verwandten-Affäre der CSU hat der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, den Spitzenkandidaten der Bayern-SPD für die Landtagswahl, Christian Ude, scharf kritisiert. Ude hatte zuvor den Rücktritt von fünf in die Affäre verwickelten Mitglieder der Regierung von Ministerpräsident Horst Seehofer gefordert.

Wissing sagte dazu: „Herr Ude könnte seiner Rücktrittsforderung Glaubwürdigkeit verleihen, wenn er auch die betroffenen SPD-Landtagsabgeordneten zum Rücktritt bewegen würde. Ansonsten bleibt der schale Beigeschmack, dass die SPD versucht, aus einer Affäre Kapital zu schlagen, in die sie selbst verstrickt ist.“

Ude könne nicht Konsequenzen bei der CSU einfordern und bei der eigenen Partei verweigern, unterstrich Wissing, der auch Mitglied im FDP-Bundesvorstand ist. „Bei dieser Affäre sitzt die SPD nicht auf dem Richterstuhl, sondern mit auf der Anklagebank.“ Nicht nur die CSU, auch SPD, Grüne und Freie Wähler seien „Teil des bayerischen Spezlgates“. Wissing fügte hinzu: „Herr Ude sitzt mit seinen Genossen selbst im Glashaus und sollte daher die Steine besser liegen lassen.“

Zuvor hatte sich auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt gegen Ude gewandt und darauf verwiesen, dass die Verwandten-Affäre keine reine CSU-Angelegenheit sei. Auch von Seehofer gab es Kontra: „Ich weiß gar nicht, was der sich da einmischt“, sagte er mit Blick auf Ude. „Er ist weder Parteivorsitzender noch Fraktionsvorsitzender, noch braucht ihn irgendjemand zur Lösung des Problems.“

79 bayerische Abgeordnete heuerten Verwandte auf Staatskosten an

Seehofer riet seinen betroffenen Kabinettskollegen, dem Beispiel von Kultusminister Ludwig Spaenle zu folgen und das Geld zurückzuzahlen. Dieser hat angekündigt, 34.000 Euro Gehalt zu erstatten, die er seiner Ehefrau gezahlt hatte.

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22 Kommentare zu "Amigo Affäre: FDP attackiert SPD-Spitzenkandidat Ude"

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  • und nun gönnen sich die Politiker statt 7.500.-€ 9.000.-€ mtl. dafür?

  • Herr Ude war und ist niemlas Mitglied des Landtages gewesen. Also was soll dieser dämliche Kommentar.

  • Was hat ein Dorf-Politiker der nicht aus Bayern ist und dann noch einer aussterbenden Rasse angehört zu Wort zu melden. Dieses gelbe Pack ist einfach nur zum kotzen.

  • Zitat : Er will jedoch davon 13.500 Euro zurückzahlen.

    - zurückzuzahlen sind die BRUTTO-Löhne, nicht die NETTO-Beträge !

    Die Differenz zwischen Brutto und Netto sind auch STEUERGELDER !

    ARMLEUCHTER !

  • Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Sind die gleichen armseligen Gestalten die dann mit dem Finger auf die sogenannten Besserverdienenden zeigen weil die nicht solidarisch genug seien. Alle in einen Sack Knüppel drauf. AFD

  • Der Verein "für die Profite" scheint nun wirklich über all diese Dinge erhaben. Hoffentlich funkt Euch noch vor der Wahl nicht der ein oder andere Staatsanwalt dazwischen; denn nicht alle gehören zu dem gleichen Kreise der Gelbfüßler.

    Sieh an, sieh an, wer kann, der kann, es aber auch besser damit belassen, wie die Welt ist. Drum merke(l)t wer austeilt, muß auch den Charakter beweisen, an der richtigen Stelle den Hut ziehen und notfalls einsammeln wollen. Ich fürchte, die fdp tat das schon sehr viel früher. Chapeau für soviel Dreistigkeit.

  • "CSU" sie lästert über den Länderfinanzausgleich aber wie sieht es unter der eigenen Kutte aus??
    Möchte ich da genauer hinschauen oder reicht da der Geruch schon aus!
    Es ist wie beim FC-Kriminellen-Präsi (FCB)... es Stinkt zum Himmel wie in der katholischen Kirche.

  • Die FDP sollte mal auf die AfD schauen, denn viele enttäuschte Demokraten wandern zur AfD ab. Die FDP hat alle ihre freien und demokratischen Prinzipien an die EU und den Euro verschenkt. Jetzt wird sie büßen müssen und möglicherweise bedeutungslos werden. Meine Stimme geht an die AfD!

  • Es ist Wahlkampf, aber etwas bleibt immer hängen! Es bleibt hängen, dass Herr Ude (SPD) mit Dreck am Stecken die CSU beschimpft, weil die mehr Dreck am Stecken hat. Die Grünen und die Freien haben auch Dreck am Stecken. Es handelt sich zwar um moralischen Dreck, keinen illegalen Dreck, aber außer der FDP sumpfen sie alle. Die FDP soll nur etwas stärker werden, damit die CSU einen Koalitionspartner braucht. Als CSU Alleinherrscher wäre die Gefahr groß, dass sich wieder Dreck einschleicht.

  • steck se alle in eenen sack und schlag druff mit knüppel... du triffst IMMA den richtijen...

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