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Zahlen lügen nicht. Die aktuellen Wirtschaftsdaten weisen Richtung Abschwung. Darauf müsste der Staat reagieren – und Schulden machen. Doch in Deutschland regiert der Sparfetisch.

Kommentare

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  • Herr Häring, Sie sind ein hervorragender Wirtschaftswissenschaftler und insbesondere ein herausragender Geldexperte - insbesondere Ihr letztes Buch "Schönes neues Geld" ist genial.
    Alleine dafür werde ich Ihnen ein Bier ausgeben (wahlweise auch etwas Anti-Alkoholisches), falls ich Sie einmal treffe. Aber einen Kasten bekommen Sie von mir erst, wenn Sie sich von Keynes abwenden würden.
    Das - tatsächliche - ökonomische Jahrtausendgenie Carl Menger widerlegte das - falsche - "Genie" Keynes bereits Ende des 19. Jahrhunderts - nämlich mit seinem MARGINALISMUS; bzw. seiner Lehre vom GRENZNUTZEN.
    Der Grenznutzen bzw. das Grenznutzen-Gesetz gilt nämlich immer und überall - und eben auch bei Schulden und "keynesianischen Wirtschaftsstimuli"!!
    So führte nämlich noch Anfang der 1950er Jahre 1 Dollar an neuen Schulden zu einer BIP-Steigerung von 4,61 USD - heute dagegen sind es nur noch 8 Cent!! Die Grenzerträge je zusätzlicher Schuldeneinheit nehmen also (rapide) ab. Das heißt, dass wir uns im "keynesianischen Finale" befinden, Herr Häring. Keynes hat also bald fertig - wissenschaftlich belegt von Carl Menger lange vor ihm!!

  • Sehr geehrter Herr Häring,

    ich wette, Sie schaffen es letzten Endes doch. Dass Sie Ihren Scheinwerfer auf jenes Viertel der deutschen Wirtschaft richten, den wir als "Industrie" bezeichnen und unter einer Flaute auf den Weltmärkten leidet. Vielleicht kommen Sie dann davon ab, mit derr Gießkanne Fördermaßnahmen über die vielen anderen gutgehenden Wirtschaftszweige ausschütten zu wollen.

    Nehmen Sie als Beispiele den Abbau von Unternehmenssteuern oder des Soliis: Wollen wir mit solchen Fördermaßnahmen wirklich die vielen gutgehenden Branchen verwöhnen,? Also beispielsweise die Bauwirtschaft, das Handwerk, den Handel, die Gastronomie oder den Dienstleistungssektor? Ich fürchte, dass dies der notleidenden Industrie überhaupt nicht hilft und wir nur die Sparmaßnahmen vieler Jahre sinnlos verpulvern.

  • Wenn ich mich recht erinnere: frühere Konjunkturprogramme haben nichts gebracht, außer Geld verbraten. Wer es besser weiß, möge mich korrigieren! Die Firmen haben, wenn sie solide gewirtschaftet haben, enorme Rücklagen, z. B. für Zukäufe. Wenn eine Firma heute keine Rücklagen hat, hat sie schlecht gewirtschaftet. Mal eben € 100-200 Mill. rauszuhauen, halte ich für einen Witz-

  • Gemach, Gemach! Die Konjunktur wird schon wieder anspringen. 3 oder 4 Jahre Rezession würden Deutschland nur gut tun. Dann kommen die Leute auch wieder zurück auf ein normales Niveau und haben nicht mehr so viel Flausen im Kopf.

  • Von Sparen kann doch keine Rede sein. Der Staat erspart sich Milliarden an Zinszahlungen für seine Schulden, ohne diese Ersparnis gäbe es keine schwarze Null. Besser wäre doch, die unendlichen Sozialtransfers zu durchforsten und zu überlegen, ob wir jeden, der Asyl sagt, behalten und alimentieren müssen. Die Autoindustrie macht man systematisch kaputt , Energie bald unbezahlbar, mit die höchsten Steuern in Europa.
    Anstatt Trump als Hassprediger zu bezeichnen und ihm unsere Werte beibringen zu wollen, sollte man sehen, wie man mit den USA zu einem besseren Verhältnis kommt.

  • ich plädiere für ein Investionsprogramm Umweltschutz 3.0 in Höhe von 100-200 Milliarden Euro, was auch Afrika als Investitionsraum einschließen sollte (Stichwort DesertTech). Neben Umweltschutz könnten wir damit endgültig unsere immense Energie Ressourcen Abhängigkeit von Außen reduzieren. Über Nacht waren wir bereit 200-500 Milliarden (die Zahlen daüber liegen in diesem Bereich) in die Rettung des Anglo-amerikanischen Geldsystem zu stecken...und doch hat jeder Angst, dass es schon morgen wieder zusammenkracht. Also wenn die Zinsen niedrig sind, dann diesmal für was nachhaltiges investieren.

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