Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Deutschland hat 2017 so viel Auslandsvermögen aufgebaut wie kein anderes Land. Doch die Gewinne Deutschlands sind die Schulden der anderen. Ob die je zurückgezahlt werden, ist fraglich.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • "...indem das Auslandsvermögen abgeschmolzen wird"
    Ich tippe allerdings darauf, dass das Auslandsvermoegen nicht abgeschmolzen sondern abgeschrieben wird. Wer permanent einen Leistungsbilanzueberschuss faehrt, der exportiert Wohlstand. Einen Grossteil dieser Forderungen wird Deutschland nie wieder sehen.

  • Was ich an dem Artikel nicht so ganz verstehe:

    wieso kann denn für die Rentner das deutsche Auslandsvermögen abgeschmolzen werden? Das Problem bei den Target-Salden ist doch auch, dass jedes Land beliebig viel davon haben kann und nachdem es auch kein Rückzahldatum gibt, ... wo liegt das Problem? Es gibt ja auch Volkswirtschaftler die sagen eine Zentralbank kann gar nicht pleite gehen... die Target-Salden sind in keinem Haushalt verbucht, über das Geld wird auch in keinem Budget entschieden.

    Von da her müßte doch Deutschland jetzt einfach hergehen... und in den Ländern mit Target-Salden einkaufen? Dann hätten wir kein Problem? Das wären dann z.B. ca. 300 Milliarden in Italien. Ich vermute, dass würde die Immobilienpreise dort nochmal steigen lassen? Oder die Börse puschen wenn wir Unternehmen kaufen, für den einfachen Italiener wäre das aber wohl ein ziemliches Problem (der kann sich nichts mehr leisten. Aber für Deutschland wäre es klar besser, da wir auch einen Gegenwert hätten). Oder wir kaufen von Italien Südtirol, und würden damit uns zukünftige Steuern erkaufen (und hätten weniger Abfluss im Tourismus). Aber real kann ich nicht erkennen, dass Deutschland etwas von diesen Target-Salden hat, da mit ihnen nichts verbunden ist, ausser das Schieflagen in den Kapitalstrukturen der Länder entstehen...

  • Sehr geehrter Herr Häring,

    wie wäre es mit einer ganz neuen Idee? Kein Mensch zwingt Sie zu klagen, dass Schuldnerländer pleite gehen können und dass die deutschen Schuldner zur Rückzahlung vielleicht gar nicht fähig sein werden.

    Wie Sie wissen, berichtet Ihr Blatt regelmäßig über einen volumenschweren norwegischen Staatsfonds, der ein riesiges Vermögen erfolgreich und zu aller Zufriedenheit verwaltet und mehrt. Also läge es doch wohl nahe, dass Sie eine erfolgreiche Vermögensverwaltung fordern und vielleicht sogar Vorschläge dazu unterbreiten.

    Vielleicht machen Sie Ihren Lesern bei dieser Gelegenheit auch einmal klar, dass man riskante Vermögensgegenstände jederzeit veräußern und den Erlös diversifiziert in sichere Anlagen umschichten kann.

  • Die Übermacht, die in diesem horrenden Leistungsbilanzüberschuss zum Ausdruck kommt, ist mehr als ungesund und gefährdet langfristig nicht nur die Stabilität des gesamten Weltwirtschaftssystems, sondern setzt auch die Chancen auf eine friedliche Zukunft und die Erhaltung einer in ökologischer Hinsicht lebenswerten globalen Umwelt aufs Spiel.

    Denn die Erreichung dieser Ziele setzt zwingend die Mitwirkung a l l e r Wirtschaftsakteure auf der Welt voraus. Besser gesagt: die faktisch gegebene(!) Möglichkeit aller, hier mitzuwirken – und zugleich ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Es ist ja nicht so, dass die Bevölkerung der „Schuldnerländer“ für ihren Lebensunterhalt weniger tun müsste als wir. Im Gegenteil: Oft sind die (Arbeits-)Bedingungen, die sie zur Sicherstellung ihres täglichen Lebensunterhalts zu akzeptieren gezwungen sind, ungleich schlechter.

    Um das Problem nachhaltig lösen zu können, ist aus meiner Sicht eine grundlegende Erneuerung der Rolle des Geldes in unserem globalen Wirtschaftssystem unabdingbar.

    „Übermacht“ ist im Zusammenhang mit unserem Leistungsbilanzüberschuss schon deshalb der richtige Begriff, weil Geld haben heute mehr denn auch Macht haben bedeutet – und hier liegt m.E. der Kern des Problems. Es ist eine Frage des politischen Systems, kurz: eine Machtfrage.

    Der erste Schritt - und zugleich unabdingbare Voraussetzung für eine solche Reform (die Neu-Be-Wertung aller mit Geld bewerteten Handelsgüter materieller wie immaterieller Art) wäre daher die sukzessive Einführung eines ECHTEN Demokratiesystems. Schon, damit diese Neubewertung auf demokratischer Basis erfolgen kann.

    „Die Entwicklung des berüchtigten Target-Saldos der Bundesbank zeigt (…) welche Zeitbombe für die Europäische Währungsunion und den Frieden in Europa darin schlummert“: „Wenn die Währungsunion irgendwann (…) auseinanderbrechen sollte, ist höchst ungewiss, ob die Target-Schuldner (...) bereit und in der Lage sein werden, ihre Verbindlichkeiten in Euro zu begleichen"

  • Die Chinesen haben das gleiche Problem, nur ist ihres nicht so groß, weil wesentlich mehr Investitionen im Land bleiben. Der halbe US-Dollar gehört China ... ob das besser ist, als unsere Schuldscheine??

    M. E. ist es auch nicht mit Reformen in den Südländern getan. Laut Artikel stecken hohe Forderungen außerhalb der EU und werden noch wahrscheinlicher nicht zurück bezahlt. Reformen müssten bei uns stattfinden indem die Binnennachfrage gestärkt wird. D.h. höhere Löhne, höhere Besteuerung der Vermögensseite oder höhere Investitionen in Deutschland.

  • Was tun sprach Zeus...
    wenn man ehrlich ist, gäbe es das Phänomen mit oder ohne EU. Insofern muss man da nicht draufhauen. Die DM wäre ohne Euro aufgewertet und hätte unsere Wirtschaft gebremst.Fraglich, ob es uns besser gegangen wäre als heute. Vielmehr müssen wir unser politisches und wirschaftliches Gewicht - zusammen mit den anderen starken Ländern- nutzen, um Druck auf die Schuldner zu machen. Dort müssen endlich Reformen in Gang kommen, die man mit der von Herrn Draghi gekauften Zeit einfach bis heute nicht getan hat. Vielmehr ruhen sich viele Staaten auf dem Zinsniveau aus und lassen es weiterlaufen. Ohne EU hätten wir darauf keinen Einfluß...so aber könnten wir mehr tun, als aktuell geschieht.

  • " Ob die je zurückgezahlt werden, ist fraglich. "
    Das ist ja das Problem. Die Chinesen investieren ihre Überschüsse in Land, Rohstoffe und Firmen, Deutschland in Schuldtitel, die irgendwann wertlos sind. Letztendlich verschenken wir die Waren z.L. späterer Steuerzahler. Wir sind ganz schön blöd.

Mehr zu: Analyse zum Leistungsbilanzüberschuss - Deutschland – der übermächtige Konkurrent

Serviceangebote