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Angriff auf Flüchtlingsheim Vier Verdächtige nach Handgranatenanschlag gefasst

Anderthalb Wochen nach dem Anschlagsversuch mit einer Handgranate auf ein Flüchtlingsheim schließt die Polizei schließt fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Die Ermittler vermuten einen ganz anderen Hintergrund.
09.02.2016 Update: 10.02.2016 - 09:17 Uhr
Der Sicherheitssplint war gezogen, die Granate explodierte jedoch nicht. Sicherheitskräfte entdeckten den Sprengkörper rechtzeitig. Entschärfer sprengten die Handgranate. Quelle: dpa
Anschlagsversuch auf Flüchtlingsunterkunft

Der Sicherheitssplint war gezogen, die Granate explodierte jedoch nicht. Sicherheitskräfte entdeckten den Sprengkörper rechtzeitig. Entschärfer sprengten die Handgranate.

(Foto: dpa)

Villingen-Schwenningen Nach dem Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen haben die Ermittler vier Verdächtige gefasst. Die Spur führt ins Sicherheitsgewerbe. Ein fremdenfeindliches Motiv schließen Polizei und Staatsanwaltschaft nach Angaben vom Dienstag aus.

Drei Männer im Alter von 23, 27 und 37 Jahren kamen in Untersuchungshaft. Die Handgranate war Ende Januar auf das Gelände der Erstaufnahmestelle geworfen worden und neben einem Container des Sicherheitsdienstes gelandet. Sie explodierte nicht.

Details zu den Hintergründen nannten die Ermittler nicht und verwiesen auf ermittlungstaktische Gründe. „Allerdings dürften Konflikte, die zwischen den im Schwarzwald-Baar-Kreis tätigen Sicherheitsunternehmen bestehen, die Ursache sein“, hieß es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Die Verdächtigen hätten überwiegend einen osteuropäischen Migrationshintergrund.

Die Polizei war bei Durchsuchungen auch mit Hilfe von Spezialkräften gegen die Verdächtigen vorgegangen. Gegen drei der vier Männer wurden Haftbefehle wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, weitere Spuren müssten ausgewertet werden.

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    Bei dem Anschlag wurde seinerzeit niemand verletzt. Die Granate war neben einem Container, in dem sich drei Wachleute aufhielten, liegen geblieben. Laut Landeskriminalamt war sie mit Sprengstoff gefüllt und über den Zaun der Einrichtung geworfen worden.

    In den vergangenen Tagen sei es der eingerichteten Sonderkommission „Container“ gelungen, Hinweise auf die im Sicherheitsgewerbe arbeitenden Tatverdächtigen zu gewinnen und einen Tatverdacht zu konkretisieren. Bei den Ermittlungen wurde die Sonderkommission durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes, des Landeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes unterstützt.

    • dpa
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