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Ankündigung Hilfe für Missbrauchsopfer soll kommen

Der Bund hat schon vor langer Zeit Hilfen und Verbesserungen für die Opfer von Kindesmissbrauch beschlossen. Umgesetzt wurde bisher aber kaum was. Nun wird im Wahljahr noch einmal aufs Tempo gedrückt.
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Auf einmal soll es doch ganz schnell gehen: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (rechts, FDP). Quelle: dpa

Auf einmal soll es doch ganz schnell gehen: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (rechts, FDP).

(Foto: dpa)

Berlin Drei Jahre nach Bekanntwerden von Kindesmissbrauch an Schulen und Heimen will der Bund längst beschlossene Hilfen und Verbesserungen für die Opfer nun tatsächlich auf den Weg bringen. Einerseits solle ein versprochener Hilfsfonds von 100 Millionen Euro für Opfer sexueller Gewalt in Familien nun auch kommen. „Es ist für mich vollkommen klar, dass wir noch in dieser Legislaturperiode diesen Fonds auf den Weg bringen müssen“, sagte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) am Mittwoch unmittelbar vor einer Sitzung des Runden Tischs gegen Kindesmissbrauch.

Leider fehlten die Finanzzusagen der Länder für die Hälfte der Mittel. Schröder kündigte an: Verweigerten sich die Länder wirklich weiter, „sollten wir sagen, wir geben diese 50 Millionen bedingungslos“. Doch soweit sei es noch nicht. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte: „Das Opferschutzgesetz muss in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden.“ Seit 20 Monaten schmort dieses Gesetz im Rechtsausschuss des Bundestags.

Der Runde Tisch hatte vor 15 Monaten abschließend Empfehlungen abgegeben. Nun wollten die Teilnehmer in Berlin Bilanz ziehen. Opfervertreter hatten sich tief enttäuscht gezeigt, weil zu wenig passiert sei. Die Ministerinnen lobten hingegen zahlreiche Initiativen und Projekte, die auf den Weg gebracht worden seien.

  • dpa
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