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Annette Widmann-Mauz Integrationsbeauftragte fordert Prüfung von Kopftuchverbot an Schulen

Die CDU-Politikerin will nach eigenen Angaben Mädchen an Schulen vor dem Tragen eines Kopftuches schützen. Dafür müssten alle Maßnahmen geprüft werden.
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Eine Schülerin mit Kopftuch meldet sich bei einer Unterrichtsstunde zum Thema Islam: Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz will nun das Tragen der Kopfverschleierung an Schulen prüfen lassen. Quelle: dpa
Islamunterricht

Eine Schülerin mit Kopftuch meldet sich bei einer Unterrichtsstunde zum Thema Islam: Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz will nun das Tragen der Kopfverschleierung an Schulen prüfen lassen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat die Prüfung eines Kopftuchverbots für Kinder an Schulen gefordert. „Dass kleine Mädchen Kopftuch tragen, ist absurd – das sehen auch die meisten Muslime so. Alle Maßnahmen, die Mädchen davor schützen – vom Elterngespräch bis zum Verbot – sollten geprüft und angegangen werden“, sagte die CDU-Politikerin der „Bild“-Zeitung (Freitag).

Das Parlament in Österreich hatte am Mittwoch ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschlossen. In Deutschland wäre ein solches Verbot nach Ansicht des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages wohl grundgesetzwidrig.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, vermutet, dass von den Eltern schon auf kleine Kinder Druck ausgeübt werde, das Kopftuch zu tragen. „Kopftücher in der Schule sind integrationsfeindlich, weil sie bereits in Kindergärten und Grundschulen zur äußerlichen Abgrenzung beitragen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Er würde laut dem Bericht deshalb ein Verbot in Kindergärten und Grundschulen begrüßen.

Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht ein Kopftuchverbot hingegen kritisch. „Das pauschale Verbot eines Kopftuches – wie in Österreich – benachteiligt auch die Mädchen, die sich freiwillig für das Tragen eines Kopftuches als Zeichen ihrer Religion entschieden haben“, sagte er der „Bild-Zeitung“. Er verwies auf „das im Grundgesetz verankerte Recht, seine Religion frei ausüben zu können“.

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