Anti-Islam-Proteste Köln verdunkelt sich gegen „Pegida“

Licht aus: Als Zeichen gegen islamkritische „Pegida“-Demonstrationen bleiben der Kölner Dom und das Brandenburger Tor in Berlin dunkel. Es gibt bundesweit tausende Gegendemonstranten. Die Debatte versachlicht sich indes.
Update: 06.01.2015 - 03:22 Uhr 16 Kommentare

Pegida-Bewegung erreicht Rekord-Teilnahme

Berlin/KölnWenige hundert gegen mehrere Tausend: Das Kräfteverhältnis in der Innenstadt der Rheinmetropole Köln könnte derzeit kaum deutlicher sein. Angesichts tausender Gegendemonstranten hat die anti-islamische Pegida-Gruppierung in Köln am Montag eine Kundgebung nach kurzer Zeit abgebrochen.

Der geplante Gang der zwischen 250 und 500 Menschen großen Gruppe über eine Rheinbrücke zum Dom sei abgesagt worden, berichtete ein Sprecher der Polizei am Rande der Kundgebung. Unter Tausenden Gegendemonstranten brach Jubel aus. Es war ihr ausdrückliches Ziel gewesen, eine Demonstration von Kögida - so nennt sich die Bewegung in Köln - zu verhindern.

Bilder beim Kurznachrichtendienst Twitter zeigen die große Menschenansammlung, die das Gebiet um die Domplatte herum praktisch unpassierbar macht. Dazwischen sorgen Einsatzkräfte der Polizei für etwas Sicherheitsabstand:

Die Kölner Innenstadt bleibt am Montagabend während der geplanten Demonstration der islamkritischen Pegida dunkel: Für mehrere Stunden soll die Außenbeleuchtung des Kölner Doms abgeschaltet werden, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Auch das Rathaus, mehrere Kirchen und weitere historische Gebäude knipsen das Licht aus.

Der Stromversorger Rhein-Energie kündigte an, die Kölner Brücken und die Altstadt für die Dauer der Demo in Absprache mit der Stadt nicht anzustrahlen. Die Industrie- und Handelskammer verdunkelt ihr Treppenhaus in ihrem Hauptsitz in der Innenstadt ebenfalls. Erst wenn der Kölner Pegida-Ableger Kögida seinen Zug durch die Stadt beendet hat, sollen die Lichter wieder angehen.

Die Aktion ist Teil einer Gegenbewegung, die unter dem Motto „Licht aus für Rassisten“ dazu aufruft, während Pegida-Aufmärschen die Beleuchtung von Gebäuden abzuschalten. In Dresden blieb beispielsweise die Semperoper während Pegida-Veranstaltungen dunkel, in Berlin das Brandenburger Tor. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters sprach von einem „deutlichen Denkanstoß an potenzielle Teilnehmer der Demonstration, ihre Haltung und Teilnahme noch einmal zu überdenken“.

Mehrere Tausend Menschen haben am Montagabend auch in Stuttgart gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung demonstriert. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sprach von einer klaren politischen Botschaft für Integration und gegen Ausgrenzung. „Flüchtlinge sind in Stuttgart willkommen“, versicherte Kuhn. Er sei „froh und stolz“ über die große Zahl der Demonstranten, weil sie zeige, dass in Stuttgart kein Platz sei für Menschen, die andere diskriminierten.

Den Teilnehmern von Pegida-Kundgebungen in anderen Städten rief der Grünen-Politiker zu: „Machen Sie sich nicht zu Mitläufern und zum Handwerkszeug von rechtsradikalen Neonazis.“ Auch in Berlin, Rostock, München und Hamburg fanden sich insgesamt mehrere tausend Gegendemonstranten ein.

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16 Kommentare zu "Anti-Islam-Proteste: Köln verdunkelt sich gegen „Pegida“"

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  • Licht aus, weil man die Mörder ( Islam = Tötet Andersgläubige), die man haben will, nicht sehen möchte oder gibt es fast nur noch Islamgläubige in Deutschland?

  • Ich bin mir sicher, daß das nicht der einzige Polizeibeamte ist, der so denkt:
    http://michael-mannheimer.net/2015/01/05/unfassbar-deutlicher-offener-brief-eines-deutschen-kriminalbeamten-an-bundeskanzlerin-merkel-ihre-politik-gegen-pegida-macht-mir-angst/
    Die Polizisten werden sich hoffentlich auch alle ihren Teil dabei denken, wenn sie bei angemeldeten, völlig legalen Pegida-Demonstrationen nicht entschieden gegen Störer, Blockierer und Nötiger vorgehen DÜRFEN.

  • Ganz Deutschland ist ein Kindergarten oder Irrenhaus und in Berlin ist die Zentrale.

  • Hat die GdP aus dem PEGIDA-Programm abgeschrieben?

  • Kölner Kirchenfürst befielt Verdunkelung des Doms
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    Hier wird das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen getreten. Das Demonstrationsrecht wird für bestimmte Gruppierungen abgeschafft.

    Aber die Antifa, der schwarze Block, Linksextremisten und Islamisten werden bejubelt und sind willkommen.

    In Berlin treibt es neue Stilblüten:
    Da wurde der "Weihnachtsmarkt" aus Rücksicht auf die Gefühle von Moslems (Islamisten) in "Wintermarkt" umbenannt. Der "Christstollen" in "Marzipankuchen" und der Weihnachtsmann abgeschafft (verboten).

  • Es muss viel mehr Geld für Asylanten investiert werden!
    In Bildung und deutsche Kinder aber viel weniger.
    Erforderlichenfalls müssen die Steuern angehoben werden. z.B. die Minaeralölsteuer weil jetzt gerade so ein günstiger Zeitpunkt ist.

  • was soll das mit Pegida? geht es denen zu gut?! Deutscher geh arbeiten und zahle Steuern dein Geld wir gebraucht und muck nicht auf.

  • Das ist eine Übung!
    Nach der "Energiewende" geht hier noch oft das Licht aus!

  • Wenn Zeitgenossen schon keine Meinungsäußerung in Form von Pegida mehr zulassen können, muß man an deren demokratischem und tolerantem Verständnis zweifeln. Aber das kommt davon, wenn geistig minderbemittelte ("Gegendemonstranten") von interessierten Kreisen aufgehetzt werden. Paßt leider zu den Gegebenheiten in Politik, Medien, Gesellschaft und Kirche. Jesus hat sich auch nicht gegen so ein Gesocks wehren können.

  • was soll der Unsinn"die Lichter ausmachen".Wie kleine Kinder warden die Deutchen und Nicht Deutschen(denen ist es sowieso egal-mit oder ohne Licht) behandelt. Eigentlich ist es eine Beleidigung mit dieser Handlung.

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