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Bundeswehr

Rekruten der Bundeswehr in Kranichfeld (Thüringen)

(Foto: dpa)

Antrag der Jungen Union CDU erwägt Einführung eines Bundeswehr-Gedenktags

Einmal im Jahr zeigt die Bundeswehr ihr Können und ihre Technik. Geht es nach der Jungen Union kommt nun ein weiterer „Tag der Bundeswehr“ hinzu.
Update: 28.11.2018 - 16:27 Uhr Kommentieren

Berlin In der CDU gibt es Bestrebungen, einen Bundeswehr-Gedenktag einzuführen. Das geht aus dem Antragsbuch für den Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.

Die vom CDU-Bundesvorstand bestellte Antragskommission empfiehlt darin, einen entsprechenden Antrag der Jungen Union (JU) in der Fassung anzunehmen: „Die Bundesregierung soll prüfen, ob ein bundesweiter und jährlich wiederkehrender Gedenktag „Tag der Solidarität mit der Bundeswehr“ am 12. November eingeführt werden soll.“

Die JU hatte schon in der Vergangenheit für den 12. November geworben, weil an diesem Tag im Jahr 1955 die ersten 101 Freiwilligen in die Bundeswehr eintraten und ihre Ernennungsurkunden erhielten.

Hinter der Idee eines Bundeswehr-Gedenktags steht der Gedanke, dass zu diesem Termin die Vertreter der Parteien „die Einheiten vor Ort besuchen und ihren Dank und Respekt für die Arbeit im letzten Jahr bekunden“ können, wie es in einem früheren JU-Beschluss heißt. Die Bürger könnten zudem für das Soldatenhilfswerk oder andere Organisationen spenden, und die Bundeswehr könne durch einen Tag der offenen Tür für sich werben.

Der Obmann der Unions-Bundestagsfraktion, Roderich Kiesewetter (CDU), unterstützt die Überlegungen. „Der Tag sollte Teil unserer Anerkennungskultur sein“, sagte der frühere Präsident des Reservistenverbandes dem Handelsblatt.

Kiesewetter betonte, dass die Bundeswehr eine „breite Wertschätzung verdient“. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es den Volkstrauertag gebe, an dem auch der im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrangehörigen gedacht werde. Im Juni gebe es zudem immer den Tag der Bundeswehr, meist verknüpft mit dem Tag der Reserve. Ferner werde gerade ein Veteranentag diskutiert.

„Damit dieses Gedenken nicht zerfasert, sondern aus einem Guss breit aufgestellt ist, rege ich an, dass das Bundesverteidigungsministerium und der Verteidigungsausschuss eine Anhörung mit den Verbänden und Betroffenen, auch den Familien machen und Vorschläge für eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung entwickeln“, sagte Kiesewetter. „Die Bundeswehr als Parlamentsarmee hat verdient, dass diese Debatte und auch die letztendliche Entscheidung im Bundestag geführt und getroffen werden“, so der CDU-Politiker.

Die Grünen lehnen einen Bundeswehr-Gedenktag ab. Bei der CDU scheine es eine „richtige Inflation“ an Bundeswehr-Feiertagen zu geben, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Tobias Lindner, dem Handelsblatt. Erst führe Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Tag der Bundeswehr ein, nun fordere die Junge Union einen Bundeswehrgedenktag.

„Die aktuellen Probleme der Truppe, was Material und Unterbringung betrifft, wird man aber nicht dadurch lösen können, dass man einen Feiertag nach dem anderen für die Truppe schafft“, so Lindner. „Das ist Placebo-Politik, die über die Versäumnisse der letzten Jahre hinwegtäuschen soll.“

Den Tag der Bundeswehr, mit dem die Truppe für sich werben will, gibt es seit 2015. Er fand in diesem Jahr an 16 Standorten statt und zog nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 220.000 Besucher an. Vergangenes Jahr waren rund 270.000 gekommen.

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