Appell an Unternehmen Merkel fordert stärkere Förderung von Frauen

Im Kanzleramt wurde heute über Frauenquoten und Berufschancen für Frauen diskutiert. Dazu hatte Kanzlerin Merkel rund 100 Spitzenmanagerinnen zu sich eingeladen. Von der Opposition hagelte es Kritik.
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Kanzlerin Angela Merkel (Mitte) während des Treffens im Kanzleramt. Quelle: Reuters

Kanzlerin Angela Merkel (Mitte) während des Treffens im Kanzleramt.

(Foto: Reuters)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, Frauen in Führungspositionen stärker zu fördern. Auch in mittleren Führungsebenen müsse darauf geschaut werden, dass "mehr Frauen in Verantwortung sind", sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussionsrunde mit rund 100 Spitzenmanagerinnen.

Es gehe um "gleiche Chancen bei gleicher Qualifikation", sagte sie mit Blick auf die häufig sogar besseren Abschlüsse von Mädchen und Frauen. In den vergangenen Jahren seien die Fortschritte bei dem Versuch, mehr Frauen in Spitzenjobs zu bringen, "eher mager" gewesen.

Merkel diskutierte mit mehr als 70 Managerinnen, darunter auch Vorstände und Aufsichtsräte, sowie etwa 30 weiblichen Nachwuchskräften vor allem aus mathematisch-technischen Disziplinen über die Gründe und Voraussetzungen für Erfolg im Beruf. Die Kanzlerin verwies in der Gesprächsrunde auf die Bemühungen der Bundesregierung, die Unternehmen dazu zu bewegen, eigene Vorgaben für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungsjobs vorzulegen. Dadurch ergebe sich "ein Stück mehr Verbindlichkeit".

An einer Karriere interessierten Frauen empfahl die Kanzlerin auch, sich besser untereinander zu vernetzen: "Ich habe noch kein Männer-Netzwerk gesehen, das sagt, wir müssen uns dringend auch für Frauen öffnen." Es sei aber zugleich auch wichtig, mit Männern darüber zu diskutieren, wie tradierte Rollenbilder in der Gesellschaft durchbrochen werden könnten.

Opposition: Treffen ist Wahlkampfmanöver
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17 Kommentare zu "Appell an Unternehmen: Merkel fordert stärkere Förderung von Frauen"

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  • Hier gibt es einen interessanten Artikel, der erklärt, warum es bei der steigenden Bedeutung von Frauen in Führungspositionen mehr Entwicklung und Unterstützung auf den unteren Unternehmensebenen bedarf http://www.atkearney361grad.de/girl-power-and-governance/

  • Und die Suffragetten hat es nie gegeben? Oder sind das zu wenige? Erst wie ihr Protest gewalttätig wurde, nam man sie ernst.

    Ich verstehe ihr Argument der Selbstverleugnung nicht. Seinem Mann zu gefallen als oberstes Ziel hinzustellen greift zu kurz. Dies mag für eine gewisse Phase im Leben seine Geltung haben, aber in anderen nicht.
    Da führt Sie Ihr Heldendenken an der Nase herum.

  • Das Kompliment möchte ich zurückgeben, weil Sie meine Argumentation scheinbar nicht verstehen können. Ich sage ja, dass frau sich genau darüber hinwegsetzen sollte, um Führungsqualitäten zu entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist Thatcher, die konnte das und war dadurch wesentlich konsequenter und erfolgreicher.
    Merkel ist ein Negativbeispiel wie frau es nicht tun sollte.

    Und persönlich langweilt mich eine Einstellung, die von Mann/gut und Frau/dumm ausgeht, so wie Sie diese vertreten. Die Fähigkeit zu etwas mehr Differenzierung hat noch niemanden geschadet.

  • Großartig

    Männer und Jungen sind heute in der BRD vielfach benachteiligt.

    Jungen unterliegen Mädchen in vielen Schuldisziplinen, sind häufiger Opfer von Gewalt und anfälliger für Krankheiten. Erwachsene Männer sind beispielsweise durch ungerechtes Eherechts und Scheidungsrechte und durch Zwangsdienste benachteiligt.
    Hier ein kleiner Überblick:

    http://wikimannia.org/M%C3%A4nnerbenachteiligung

    Aber das einzige, was die etablierten Parteien zu interessieren scheint, sind Quoten in Aufsichtsräten und ganz allgemein angebliche Benachteiligungen von Frauen.

    Sollte etwa die Bildungsmisere der Jungen nicht höher auf der Agenda stehen, als eine Quote Aufsichtsratsposten für 0,00000001% der Frauen?


    Leider ist Sexismus gegen Männer genauso unvereinbar mit der heutigen linken (kulturmarxistischen) Ideologie, wie Rassismus gegen Deutsche oder Europäer.

  • @jetzt_kann_frau_zustimmen

    Da sollten Sie lieber EIN PAAR andere Beispiele finden als denn nur eines, denn die Marianne war keine historische Person, die jemals gelebt hätte, sondern ist lediglich ein NATIONALES SYMBOL der Franzosen.

    Sie stand also auch nicht in vorderster Front und führte zum Sieg. Vielmehr werden Sie auf sämtlichen historischen Front-Bildern der Bastille nur Männer im Kampfe finden - und das ist auch gut so, denn jeder Mann will seine Liebste in Sicherheit wissen und keinesfalls so leichtfertig gefährdet sehen.

    Im übrigen: Warum denn so selbstverleugnerisch? Als authentisch fühlende Frau sollten Sie wissen, wie sehr es Ihnen wichtig ist, dass Sie Ihrem Mann gefallen - und sicherlich nicht (nur) aufgrund Ihrer superkompetenten Logik... So wie ich es als Mann existenziell brauche, dass mich meine Frau als ihren 'Helden' betrachtet, der seinem Schatz die Welt zu Füßen legen will. ;-)

  • @ach_rechner_doch
    Zitat:"... Das hat zur Folge, dass Frauen bei negativen Reaktionen wesentlich schneller aufhören ihre Position zu vertreten. Ein Paradebeispiel ist das permanente Einknicken von Merkel. ..." Und das qualifiziert dann für Führungsaufgaben? Na, Sie sind eine Führungspersönlichkeit mit besonderer Logik.

  • Rechner: Dem Satz des Pythagoras kann man mit derartigen "Qualitäten" aber leider nicht erfinden.

    Selbst wenn der Satz von Pythagoras von einer Frau stammen würde, was gut möglich sein könnte, da es hervorragende Mathematikerinnen gibt, so wäre es doch als Satz eines Mannes überliefert, da Frauen in der Zeit so was nicht tun durften.

    Rechner: Wirklich neues entsteht eben nur durch Querdenken, und nicht durch Bestnoten in Angepaßtheit

    Rechner, und dann auf einmal sagen Sie so klasse Dinge. Genauso ist es! Und das ist meiner Meinung auch das grösste Problem, was der Jugendarbeitslosigkeit zugrundeliegt.
    Man erzieht den Kindern in der Schule das Querdenken ab. Und was erhält man? Jugendliche, die darauf warten, dass man ihnen vorsagt, was sie zu tun haben und die grosse Schwierigkeiten haben selbst etwas zu tun - aus eigenem Antrieb, da man ja heutzutage schon im Urlaub einen Animator braucht und Selbstdenken tabuisiert wird. Diskutieren, sich messen in Redeführung, eigene Konzepte entwickeln, davor hat man Angst, weil es könnte zu Widerspruch führen. Dafür auswendig lernen und wieder aufsagen in mÖglichst grossen Quantitäten, so sieht das Lernen auf den Schulen und Universitäten heute aus!
    Geistige Eigenleistung verkommt zu einem Schimpfwort.

    Und zu Germanenhengst und der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Kraft: hier liegen Sie verkehrt, was das revolutionäre Potential betrifft. Ich erinnere hier nur an die französische Marianne (die Frau, die die Fahne trägt im Sturm auf die Bastille?), um ein Beispiel zu nennen.

    Revolution ist keine Männerdomäne. Nur hat die Revolution eine männlichen Ausprägung, die wesentlich blutrünstiger ist wie die weibliche und somit spektakulärer also mehr wahrgenommen. Was nicht heissen soll, dass Frauen nicht dem Blutrausch verfallen können.

  • Die meisten Frauen eignen sich eben nicht für Führungsaufgaben, da es Ihnen an der gebotenen Sachlichkeit und Objektivität mangelt.

    Mit "weiblicher Logik", d.h. Gefühlsduselei, kann man Unternehmen nicht lenken.
    _____________

    Bullshit, Rechner. Wissen Sie, was Frauen fehlt?

    Ganz einfach der Mut, verschlossene Türen einzutreten, weil sie es nicht gelernt haben und es ihnen anerzogen wurde immer brav zu sein.
    Wenn sie nicht brav sind, dann kommen Frauen in die Hölle und finden keinen Mann. Frauen sind sozialere Wesen wie Männer und werden darauf konditioniert, dass sie sich ihre Bestätigung in der Umgebung suchen. Männer tun das wesentlich weniger. Das hat zur Folge, dass Frauen bei negativen Reaktionen wesentlich schneller aufhören ihre Position zu vertreten. Ein Paradebeispiel ist das permanente Einknicken von Merkel.

    Wenn eine Frau es schafft, sich dieser Konditionierung bewusst zu werden und somit anders damit umzugehen, dann ist sie zu sehr vielem fähig.

    Sogar, (und nun halten Sie sich fest, lieber Rechner, dass sie nicht in Ohnmacht fallen, weil Riechsalz werden sie wahrscheinlich nicht besitzen) zu logischem Denken und zu erfolgreichem Unternehmertum.

  • @george.orwell
    ich glaube, dass die Bewegung selbst mehr ist, als nur Wahlkapfgetöse. Die Beiträge weiter unten, insbsondere vom Rechner, treffen m.E. den Punkt sehr genau. Wir haben wohl alle die Aufgabe, das Thema zu behandeln. Und das geht eben nur mit dem deutlichen Hinweis an die Marktweiber: Starke Frauen und starke Männer finden ihren Weg - die anderen, die über eine gezielte Förderung oder gar eine Quote irgendwo hin wollen, will keiner da haben.

  • ...und da schließt sich ja auch machtpolitisch der Kreis:

    Revolutionäre Kraft war und ist - außer wohl der Jeanne'd Arc - primär eine MÄNNLICHE Power: Barrikaden zu stürmen war seit jeher die Sache der Männer. Sie hatten den Willen und die Robustheit, Kante zu zeigen und in Konkurrenz zu dem StatusQuo zu treten, letztlich 'ihr Ding zu machen'.

    Die Frauen sind viel gefälligkeitsstrebender, wollen primär (da stand: PRIMÄR) mit Dienst und Schönheit GEFALLEN - während die Männer primär mit Tatkraft und Leistung (=Heldentum) BEEINDRUCKEN möchten.

    In Amt und Würden nun werden die Damen selbstverständlich akribisch die Erwartungshaltung des Mainstreams bedienen und nacharbeiten, um nur ja mit einer 'eins' darin als die 'Gutste' Anerkennung zu finden.

    Als Machthaber kann ich mir nur wünschen, dass die Frauen möglichst viel Einfluss bekommen, weil sie es immer 'richtig' machen wollen - den (von mir) gegebenen Anforderungen folgend.

    Die Männer mit ihrer permanten Lust auf Konkurrenz (und dem dadurch gegebenen Wettbewerb um das bessere Konzept) werden da schneller zum 'Königsmörder' um ihre eigenen Ansprüche als Norm zu etablieren.

    Als "Meinungsinstallateur der Westlichen Welt" braucht die Reuters-Manipulatur unkritische Köpfe, die eifrig das vorgebabbelte mittragen - und nicht unbequem in Frage stellen...

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