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Appell zum IT-Gipfel Gabriel-Berater fordern Schulfach „Digitalkunde“

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Viertel der Deutschen hat kaum oder sehr wenige Digitalkompetenzen

Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) sieht hingegen noch in einem weiteren Bereich Handlungsbedarf – bei der universitären Ausbildung. Von der Bundesregierung fordern die Berater „eine zeitnahe Initiative zur Schaffung von Lehrgängen und Lehrstühlen speziell für das Themenfeld „E-Entrepreneurship“ an Hochschulen mit BWL und Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik“. Ziel sei die Förderung einer speziellen Gründerausbildung. Dahinter steht die Vorstellung, studentische Ausgründungen zu intensivieren, um mehr Startups im Bereich der digitalen Wirtschaft in und für Deutschland den Weg zu ebnen.

Den digitalen Handlungsbedarf belegt auch eine Studie der Initiative D21 und Kantar TNS im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, die heute veröffentlicht wurde. Laut dem D21-Digital-Index 2016 halten in diesem Jahr zwar 43 Prozent und damit 30 Millionen Menschen mit der digitalen Entwicklung Schritt und eignen sich die Kompetenzen an, die sie benötigen. Knapp ein Drittel (21 Millionen Menschen) gehören sogar zu den Digital-Vorreitern, die alle Trends verfolgen und ihrer Zeit voraus sind. Allerdings haben der Untersuchung zufolge 18 Millionen Menschen (26 Prozent der Bevölkerung) kaum oder sehr wenige Digitalkompetenzen.

Staatssekretär Matthias Machnig mahnte daher, noch mehr zu tun, um die „digitale Spaltung“ zu überwinden. „Wir müssen auch diejenigen erreichen, die digital im Abseits stehen oder gerade noch so mit der Entwicklung Schritt halten“, sagte der SPD-Politiker. Schon in der Schule müsse daher für die bessere Vermittlung von Digitalkompetenzen gesorgt werden.

Das wünschen sich auch Schüler, Eltern und Lehrkräfte, wie eine eignes zum IT-Gipfel erstellte Sonderstudie zu Digitalkompetenzen und der digitalen Infrastruktur in den Schulen ergab. Die Befragten halten demnach mehrheitlich die umfassende Einbindung digitaler Medien in den Unterricht für notwendig. Gleichzeitig wird jedoch beklagt, dass eine entsprechende Umsetzung „durch fehlende strukturelle Verankerung und damit einhergehende mangelnde IT-Infrastruktur und Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte verhindert“ werde.

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