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Arbeiterwohlfahrt Machtmissbrauchs-Vorwürfe gegen Ex-AWO-Funktionäre

Die AWO hat ihren Bericht zur Untreue-Affäre vorgelegt: Zwei Ex-Funktionäre des Verbands sollen jahrelang extrem hohe Gehälter bezogen haben. Der eine hatte dem anderen die Gelder genehmigt.
19.08.2016 - 17:44 Uhr
Der AWO-Landesvorstand legte den Bericht über die beiden Männer am Freitag vor. Nun prüft er rechtliche Schritte. Quelle: dpa
Awo-Geschäftsstelle Müritz

Der AWO-Landesvorstand legte den Bericht über die beiden Männer am Freitag vor. Nun prüft er rechtliche Schritte.

(Foto: dpa)

Schwerin Zwei ehemalige Funktionäre der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Mecklenburg-Vorpommern haben sich einem Prüfbericht zufolge jahrelang am Verband bereichert. Der AWO-Landesvorstand legte den Bericht über die beiden Männer am Freitag vor. Der frühere Geschäftsführer des Kreisverbands Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bezog demnach seit 2012 ein unverhältnismäßig hohes Jahresgehalt von 150.000 Euro brutto, dazu im Durchschnitt 30.000 Euro Tantiemen im Jahr. Außerdem bildete die AWO für ihn Rücklagen für eine monatliche Betriebsrente von 2000 Euro. Im Falle seines Ausscheidens seien zudem 100.000 Euro Abfindung vereinbart worden.

Die entsprechenden Verträge habe seit 2002 nur der 74-jährige Ex-Kreisvorstandsvorsitzende unterzeichnet, der Kreisvorstand sei nicht informiert worden. Der 74-Jährige wiederum bezog dem Bericht zufolge aufgrund eines Beratervertrags monatlich 5100 Euro von einer AWO-Tochter. Außerdem finanzierte ihm der Verband in Waren/Müritz ein Büro. Über fast zehn Jahre hinweg seien aber keine bedeutenden Tätigkeiten des AWO-Kreisvorstandschefs festgestellt worden. Seit 2006 habe der Mann die AWO rund 700.000 Euro gekostet.

Die AWO prüfe nun rechtliche Schritte, sagte Landesgeschäftsführer Bernd Tünker. Parallel dazu liefen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wegen Untreue. Die beiden Männer seien immer selbstbewusst im Duo aufgetreten, sagte Tünker. Es sei nachvollziehbar, dass die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder sich über Jahre mit deren Antworten begnügten.

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