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Arbeitskultur Jeder Zweite kann nicht ins Homeoffice

Durch die Pandemie haben mehr Unternehmen ihren Mitarbeiten ermöglicht, von zu Hause aus zu arbeiten. Doch es gibt noch immer einige Hürden.
22.12.2020 - 13:32 Uhr Kommentieren
13 Prozent der Beschäftigten können laut der IAB-Umfrage kein Homeoffice nutzen, obwohl dies ihre Tätigkeit eigentlich zulässt. Quelle: dpa
Arbeiten am heimischen Schreibtisch

13 Prozent der Beschäftigten können laut der IAB-Umfrage kein Homeoffice nutzen, obwohl dies ihre Tätigkeit eigentlich zulässt.

(Foto: dpa)

Die Coronakrise verändert die Arbeitskultur in Deutschland erheblich. Die Unternehmen weiten die Möglichkeiten für die Beschäftigten, zumindest zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten, deutlich aus. In Betrieben, in denen zumindest für einen Teil der Belegschaft Homeoffice prinzipiell möglich ist, können 38 Prozent der Beschäftigten dies auch nutzen, zeigt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Vor der Pandemie traf dies nur auf 27 Prozent der Beschäftigten zu.

13 Prozent der Beschäftigten können kein Homeoffice nutzen, obwohl dies ihre Tätigkeit eigentlich zulässt. Das sind zehn Prozent weniger als in Vor-Corona-Zeiten. Rund die Hälfte der Beschäftigten hat keine Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, weil ihre Tätigkeit dies nicht zulässt. Dies trifft etwa auf Pflegepersonal, Polizisten, Verkäuferinnen im stationären Einzelhandel oder Erzieherinnen zu.

Die Studie beruht auf einer Betriebsbefragung von Mitte Oktober. 42 Prozent der Betriebe geben darin an, dass sie zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten die Möglichkeit bieten, im Homeoffice zu arbeiten. Mit steigender Unternehmensgröße nimmt dabei die Heimarbeit zu: Mehr als 90 Prozent aller Großbetriebe mit mehr als 250 Beschäftigten ermöglichen zumindest einem Teil der Beschäftigten Homeoffice. Bei Kleinstbetrieben mit bis zu neun Beschäftigten ist dies bei 36 Prozent der Fall.

Um mehr Mitarbeitern Homeoffice zu ermöglichen, haben viele Firmen in Technik investiert und Schulungen angeboten. So schafften 58 Prozent der Betriebe, die den Einsatz von Homeoffice in der Pandemie forciert haben, neue Hardware wie Laptops oder Headsets an. 45 Prozent investierten in neue Software wie Tools für Videokonferenzen. 47 Prozent bauten den IT-Support für Beschäftigte auf, 21 Prozent führten zusätzliche Schulungen durch.

Allerdings gab auch ein Drittel der Betriebe an, dass ihnen die technische Ausstattung fehle, um im größeren Stil Homeoffice anbieten zu können. 20 Prozent nannten den Datenschutz als Hürde.

Auch nach Corona werden voraussichtlich viele Beschäftigte weiterhin zu Hause arbeiten wollen

Die Bundesregierung geht davon aus, dass auch nach Corona viele Beschäftigte gern zumindest zeitweise von zu Hause aus arbeiten wollen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will deshalb Arbeitnehmern ein gesetzliches Recht geben, den Wunsch zumindest mit dem Arbeitgeber zu erläutern. Mit seinem ursprünglichen Plan, einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Heimarbeit im Jahr zu gewähren, konnte sich Heil beim Koalitionspartner nicht durchsetzen.

Der IAB-Studie zufolge empfahl ein Drittel der Betriebe, die während der Pandemie Homeoffice ermöglicht haben, ihren Beschäftigten ausdrücklich, von zu Hause aus zu arbeiten. Ein Drittel der Unternehmen ordnete dies sogar an. Fast alle Betriebe, die kein Homeoffice einsetzen, geben an, dass sich die Tätigkeiten nicht für Homeoffice eignen.

Mehr: Wer während der Coronakrise von zu Hause arbeitet, kann pro Tag im Homeoffice fünf Euro geltend machen, maximal aber 600 Euro im Jahr.

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