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Arbeitslosengrundsicherung Hartz-IV-Satz steigt 2021 um 14 Euro pro Monat

Die Sozialleistungen für rund sechs Millionen Menschen steigen stärker als geplant. Die Mobilfunknutzung wird erstmals berücksichtigt.
08.09.2020 - 12:47 Uhr Kommentieren
Hartz-IV-Satz steigt 2021 monatlich um 14 Euro Quelle: dpa
Wartezimmer im Jobcenter

Betroffene Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren profitieren besonders von der neuen Hartz-IV-Regelung.

(Foto: dpa)

Berlin Für knapp sechs Millionen Erwachsene und Kinder in der Hartz-IV-Grundsicherung steigen die Sozialleistungen im kommenden Jahr stärker als zunächst geplant. Für alleinstehende Bezieher der Arbeitslosengrundsicherung (Hartz IV) werde die monatliche Zahlung für die Lebenshaltungskosten um 14 Euro auf 446 Euro angehoben, teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag mit.

Besonders stark fällt der Anstieg für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus: Ihr Regelsatz steigt um 45 Euro auf 373 Euro. Das Bundeskabinett hatte im August eine geringere Anhebung auf den Weg gebracht, aber unter dem Vorbehalt, dass die Daten der neuen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe noch nicht vorlägen.

Die Neuberechnung der Hartz-IV-Zahlungen auf der Grundlage der neuen Daten soll laut Ministerium nun über einen Änderungsantrag im Bundestag umgesetzt werden. Der Hartz-IV-Regelsatz soll die Lebenshaltungskosten abdecken. Zusätzlich übernimmt das Jobcenter Miet- und Heizkosten.

Die Zahlungen werden jedes Jahr erhöht. Messlatte dafür ist die Entwicklung von Preisen und Löhnen. Alle fünf Jahre befragt das Statistische Bundesamt aber 60.000 Haushalte für eine Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Dann werden die Hartz-IV-Regelbedarfe neu ermittelt. 2021 werden zudem die Kosten für Mobilfunknutzung erstmals berücksichtigt.

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    • rtr
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