Gute Arbeitsmarktzahlen im Januar

Nach der Winterpause steigen vor allem am Bau die Zahlen der Neu- und Wiederanstellungen.

(Foto: dpa)

Arbeitslosenzahl Arbeitsmarkt im Januar überraschend robust

Die Arbeitslosenquote ist im Januar auf 5,8 Prozent gestiegen. Die neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind dennoch gut: Saisonbereinigt ging die Zahl der Arbeitslosen Anfang des Jahres deutlich zurück.
Update: 31.01.2018 - 11:29 Uhr Kommentieren

BerlinSaisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Januar gestiegen – im Vergleich zum Vormonat um 185.000 auf 2,57 Millionen. Das ist jedoch der niedrigste Wert in diesem Monat seit mehr als 25 Jahren. Der Anstieg fiel nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg auch geringer aus als üblich. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 207.000 zurück, wie die BA am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Punkte auf 5,8 Prozent.

Die Bundesagentur führt die Zunahme auf die Winterpause zurück. In dieser Zeit ruht vor allem in Außenberufen wie beim Bau, in Gärtnereien oder der Landwirtschaft häufig die Arbeit. Betriebe trennen sich deshalb über den Winter von einem Teil ihrer Beschäftigten. BA-Chef Detlef Scheele sagte: „Der Arbeitsmarkt ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet.“ Die Zahl der arbeitslosen Menschen sei im Januar zwar gestiegen, aber schwächer als für die Jahreszeit üblich.

Saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher sogar: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Januar bei 2,415 Millionen. Damit waren rund 25.000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im Dezember – im Westen sank die Zahl um gut 16.000, im Osten um mehr als 8.000.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im Dezember bei 44,62 Millionen – ein Plus von 67.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 641.000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es von der BA. Diese hat nach Berechnungen der Behörde von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,82 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job – 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

In der Euro-Zone ist die Arbeitslosigkeit 2017 gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken. In den 19 Ländern betrug die Erwerbslosenquote im Dezember 8,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat ebenfalls am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 9,7 Prozent. Wie schon im November ist das der niedrigste Wert seit Januar 2009, als die Finanzkrise die Wirtschaft immer mehr in Mitleidenschaft zog.

Insgesamt sind laut Eurostat in der Euro-Zone 14,1 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, in den 28 Ländern der EU sogar knapp 18 Millionen. Im Vergleich mit November 2017 verringerte sich die Zahl in der EU aber um 165.000 und im Währungsgebiet um 134.000.

Die niedrigsten Quoten im Dezember wurden in der Tschechischen Republik (2,3 Prozent) sowie in Malta und Deutschland (jeweils 3,6 Prozent) verzeichnet, die höchsten Werte dagegen in Griechenland (20,7 Prozent im Oktober 2017) und Spanien (16,4 Prozent). Allerdings gab es zum Vorjahr in Griechenland und Spanien auch die kräftigsten Rückgänge.

  • rtr
  • dpa
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