Arbeitslosenzahl fällt Deutscher Job-Boom ist nicht zu bremsen

Alle reden von Krise, doch auf dem deutschen Jobmarkt ist davon nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der Arbeitsmarkt präsentiert sich auch im November immun gegen Rezessionsängste, die EU-Schuldenkrise und Börsenturbulenzen.
Update: 30.11.2011 - 10:33 Uhr 27 Kommentare

Arbeitsmarkt boomt dank mildem Herbst

NürnbergDer Arbeitsmarkt im Deutschland hat sich im November weiter positiv entwickelt. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte, waren in diesem Monat 2,713 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 24.000 weniger gewesen als im Oktober und 214.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zurück. Der Arbeitsmarkt profitiere von der bisher guten wirtschaftlichen Entwicklung, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt in Nürnberg. „Im November ist keine Eintrübung zu erkennen.“ Der Rückgang sei in diesem November kräftiger ausgefallen als in den Vorjahren.

Auch unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit deutlich zurück. Saisonbereinigt fiel die Arbeitslosenzahl laut BA im Vormonatsvergleich um 20.000 Erwerbslose. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 5000 erwartet.

In den kommenden Monaten rechnen die Arbeitsmarktexperten der Institute allerdings mit einer Abkühlung des deutschen Jobaufschwungs. Spätestens in der ersten Jahreshälfte 2012 werde der Rückgang der Arbeitslosenzahlen zum Stillstand kommen, prognostizierten die Fachleute. Einige von ihnen rechnen sogar mit einem leichten Anstieg. „Wir sehen für das erste Halbjahr 2012 eine leichte Rezession. Dass da auch der Arbeitsmarkt was abbekommt, ist klar“, erwartet etwa der Deutsche-Bank-Volkswirt Stefan Schneider

Auch Jörg Zeuner von der VP Bank ist überzeugt, dass die Anspannung am Arbeitsmarkt allmählich zunehmen werde. "Die Vorlaufindikatoren kennen mehrheitlich nur eine Richtung und weisen auf eine deutliche Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität hin", sagte Zeuner. Die Erwartung einer Rezession hält er jedoch für verfrüht. Allerdings räumt Zeuner auch ein, dass die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die deutsche Wirtschaft bisher nur schwer abzuschätzen seien. "Je länger eine Lösung der Schuldenkrise durch politische Uneinigkeiten aufgeschoben wird, umso größer wird das Risiko einer weiteren Schwächung der Konsum- und Investitionstätigkeit auch in Kerneuropa.“

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27 Kommentare zu "Arbeitslosenzahl fällt: Deutscher Job-Boom ist nicht zu bremsen"

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  • Ganz einfach, das ist so als wenn Honecker im Palst der Republik, Erichs Lampenladen, seinem dummen Volk was erzählt.
    Man konnte aber auch sagen, es hat Ähnlichkeiten mit Göppels-Propaganda

  • Natürlich sit die Statistik geschönt, wie imemr.
    Denn was sind das denn für Jobs?
    Jede Menge 400 €-Jobs, sosntige Niedriglohnjobs usw.
    Also von wirklicher Beschäftigung wovon man leben kann, wovon die jugnen Leute eine Familie gründen können, kann doch nicht die Rede sein.
    Wir werden doch belogen dass siechd ie Balken biegen.

  • Sie haben alle über ihre Verhältnisse gelebt??

    Schönen Tag noch.

  • Der Trend ist nachvollziehbar. Die Motivation für Angestellte und Selbständige, Chefs , mehr zu schuften , mehr zu verdienen ist auf Tiefstand.
    Der hart erarbeitete höhere Verdienst wird demnächst höher besteuert und das - vielleicht auch für die Altersvorsorge - angelegte Geld geht sowieso kaputt .
    Wozu sich also den Stress machen ?
    Wird einem dazu ja sowieso geneided.
    Besser noch 2 neue Mitarbeiter einstellen, delegieren, nix verdienen, keine Steuern fällig und die Krise ruhiger überstehen - ist auch viel gesünder.

  • Und hier unsere europäischen Freunde in Sachen Jugendarbeitslosigkeit (in D. ca. 8 Prozent):"Die durch die Jugendarbeitslosigkeit generierte Perspektivlosigkeit für die Jugend der Südperipherie delegitimiert das ganze Wirtschaftssystem und den gemeinsamen Währungsraum. Die Einigung Europas dürfte sich nicht in einer Perspektivlosigkeit der Jugend dokumentieren, sondern müsste in neuen Chancen münden. Das aufgesetzte Fehlkonstrukt der Währungsunion stranguliert aber die schwachen Volkswirtschaften und dies führt weiter zu einer sich selbstverstärkenden Abwärtsspirale. (...) Eine offizielle Jugendarbeitslosigkeit von über 30% wie in Portugal, nahe 30% in Italien, von über 45% in Griechenland und von nahe 50% wie in Spanien sind eine Schande für Demokratien und Beleg, dass ein Weiter so in Punkto Wirtschafts- und Finanzpolitik und beim Status Quo keine Perspektiven bietet." (Quelle: Querschüsse vom 30.11.11)

  • Blösinn, spätstens im April können Sie die um 4 % wieder raufsetzen. Dann wenn die Schuldenprobleme der größten Krisenkandidaten aus dem Ruder laufen.
    Da hilft wohl nur ein NEW NEW DEAL: Steuersätze für Reiche und Kapitaleinkommen auf 80 %.

  • @Buerokratie

    Klare und wahre Worte.

    Es muss nur noch mehr angstellte HB-Abonnenten treffen, dann werden Sie auch gehört und ernst genommen;-)

  • Propaganda Coup der Wirtschafts Stalinisten. In der DDR gabs auch immer nur Hurra Meldungen. Langsam wird es peinlich HB.

  • Wohlgemerkt: es geht lediglich um Meldungen der BA.
    Der Rest ist ja auch kein Fall für die BA.
    Fein gemacht.

  • Das wird Uschi von den Laien aber freuen.

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