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Arbeitsmarkt Arbeitslosenzahl sinkt im März – Corona-Folgen noch nicht berücksichtigt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie gefallen. Im März waren bundesweit rund 2,3 Millionen Menschen ohne Job.
31.03.2020 - 09:59 Uhr Kommentieren
Die März-Zahlen sind zum Stichtag 12. März erhoben und berücksichtigen damit noch nicht die ersten Auswirkungen der Krisensituation. Quelle: dpa
Bundesagentur für Arbeit in Leipzig

Die März-Zahlen sind zum Stichtag 12. März erhoben und berücksichtigen damit noch nicht die ersten Auswirkungen der Krisensituation.

(Foto: dpa)

Nürnberg Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März ohne Berücksichtigung der Virus-Krise nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf 2,335 Millionen gesunken. Das seien 60.000 weniger als im Februar, aber 34.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg mit.

Die Arbeitslosenquote sei leicht gesunken auf 5,1 Prozent. Die Arbeitsmarktdaten wurden aber am Stichtag 12. März erfasst und damit vor den weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens als Folge der Coronakrise. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung schlage sich daher in diesen Arbeitsmarktzahlen noch nicht nieder.

Zur aktuellen Lage wollen sich am Nachmittag Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und BA-Chef Detlef Scheele in Berlin äußern. Im März ist ein Rückgang der Arbeitslosenzahl üblich, weil in den Außenberufen mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung in der Regel die Beschäftigung steigt. Der Rückgang fiel dieses Jahr etwas schwächer aus als in den Vorjahren.

Die Außenstellen der Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnen infolge der Coronakrise mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosenzahl. Dies ist das Ergebnis der monatlichen Umfrage bei den 156 Arbeitsagenturen, wie das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) am vergangenen Donnerstag mitteilte.

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    „Schon vor Monatsmitte erwarteten die Arbeitsagenturen deutlich steigende Arbeitslosigkeit“, sagte IAB-Analysechef Enzo Weber. „Innerhalb kürzester Zeit setzte die Coronakrise den starken Arbeitsmarkt in Deutschland massiv unter Druck.“ Vor allem in der Leiharbeit erwarteten die Arbeitsagenturen deutliche Rückgänge.

    Mehr: Was die Coronakrise für den Arbeitsmarkt in Deutschland bedeutet.

    • rtr
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