Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Arbeitsmarkt Arbeitsmarktforscher sehen „schleichende Erosion“ bei Tarifbindung

Im Jahr 2018 haben nur noch 46 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit einem Branchentarif gearbeitet, berichtet das Nürnberger IAB.
Kommentieren
Deutliche Unterschiede gibt es nach IAB-Feststellung bei der Tarifbindung weiterhin zwischen alten und neuen Bundesländern. Quelle: dpa
Handwerker auf Rohbau

Deutliche Unterschiede gibt es nach IAB-Feststellung bei der Tarifbindung weiterhin zwischen alten und neuen Bundesländern.

(Foto: dpa)

Nürnberg In der deutschen Wirtschaft setzt sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern die „schleichende Erosion“ der Tarifbindung fort. Im Jahr 2018 hätten nur noch 46 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit einem Branchentarif gearbeitet, berichtete das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch in Nürnberg.

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich damit zwar der entsprechende Anteil nicht verändert, seit 1996 sei er allerdings bundesweit um 21 Prozent gesunken, geben die Arbeitsmarktforscher zu bedenken. Die Denkfabrik beruft sich dabei auf eine jährliche Umfrage unter 15.000 Betrieben in Deutschland.

Deutliche Unterschiede gibt es nach IAB-Feststellung bei der Tarifbindung weiterhin zwischen alten und neuen Bundesländern: Während im Vorjahr 49 Prozent der westdeutschen Beschäftigten in Betrieben arbeiten, die nach branchenweit vereinbarten Löhnen und Gehältern bezahlt wurden, waren es im Osten lediglich 35 Prozent.

Kaum Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern gibt es hingegen bei Firmen- und Haustarifverträgen. In Westdeutschland galten für acht Prozent der Beschäftigten solche auf Firmenebene ausgehandelten Regelungen, in Ostdeutschland für elf Prozent. Aber selbst in Firmen ohne Tarifbindung diene der jeweilige Branchentarifvertrag oft als Richtschnur für Löhne und Gehälter, betonen die IAB-Wissenschaftler.

  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktforscher sehen „schleichende Erosion“ bei Tarifbindung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote