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Arbeitsmarkt Coronakrise dämpft Lohnentwicklung

Obwohl es erst ab der zweiten Märzhälfte zu massiver Kurzarbeit kam, sind die Reallöhne im ersten Quartal so schwach gestiegen wie seit Ende 2013 nicht mehr.
23.06.2020 - 08:40 Uhr Kommentieren
In der Gastronomie sanken die Löhne um 1,5 Prozent zum Vorjahresquartal. Quelle: dpa
Leerer Biergarten

In der Gastronomie sanken die Löhne um 1,5 Prozent zum Vorjahresquartal.

(Foto: dpa)

Die Löhne in Deutschland sind real im ersten Quartal dieses Jahres so langsam gestiegen wie seit dem Schlussquartal 2013 nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, legte der Nominallohnindex von Januar bis März um knapp 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Nach Abzug der Preissteigerung ergibt sich ein Plus von 0,4 Prozent.

Aus den Zahlen lassen sich bereits erste Auswirkungen der Coronakrise ablesen, auch wenn es erst ab der zweiten Märzhälfte im großen Stil zu Kurzarbeit kam. So sanken die Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen in den besonders vom Lockdown betroffenen Wirtschaftsbereichen Beherbergung um 1,4 Prozent und Gastronomie um 1,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2019.

Hauptgrund sei vor allem der Rückgang der Arbeitszeit, teilten die Statistiker mit. Im Gastgewerbe, wozu die Beherbergung und Gastronomie zählen, sank die bezahlte Wochenarbeitszeit für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 4,3 Prozent auf durchschnittlich 37,8 Stunden. Damit liegt sie unter dem Niveau der deutschen Gesamtwirtschaft von durchschnittlich 38,8 Stunden.

Seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 seien die Nominallöhne insgesamt um 33 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt weiter mit. Eine besonders hohe Verdienststeigerung gab es in den neuen Ländern mit 41 Prozent. Im früheren Bundesgebiet waren es 32,1 Prozent.

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    Gemessen am Nominallohnindex stiegen die Verdienste von Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten seit 2007 im Durchschnitt jedes Jahr um 2,4 %. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in diesem Zeitraum jährlich um knapp 1,4 %, was einen realen Zuwachs von durchschnittlich einem Prozent pro Jahr für die Verdienste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bedeutet.

    • fsp
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