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Arbeitsmarkt Handwerk hat noch 29.000 Ausbildungsplätze zu vergeben

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer will mehr Schüler für eine Ausbildung im Handwerk gewinnen. Viele Jugendliche seien wegen der Krise verunsichert.
19.09.2020 - 14:48 Uhr Kommentieren
Gut ausgebildete Fachkräfte im Handwerk werden seit Jahren händeringend gesucht. Quelle: dpa
Der letzte Fassmacher von der Weser

Gut ausgebildete Fachkräfte im Handwerk werden seit Jahren händeringend gesucht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat an Schulabgänger appelliert, noch in diesem Jahr eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. „Wir haben noch Kapazitäten: Zurzeit sind allein im Handwerk noch 29.000 Ausbildungsplätze frei“, sagte Wollseifer der „Rheinischen Post“ (Montag) anlässlich des Tags des deutschen Handwerks am Samstag.

„Unsere Betriebe können weiter ausbilden, und sie wollen es auch. Ich kann alle Jugendlichen nur ermuntern, die Chancen im Handwerk auch tatsächlich zu nutzen und eine Ausbildung auch jetzt noch zu starten“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Viele Jugendliche seien wegen der Corona-Krise verunsichert, weil sie nicht genügend Informationen erhalten konnten.

Ende August hatten die Handwerksbetriebe den Angaben zufolge noch 10 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als zur selben Zeit 2019. Zu Beginn der Corona-Pandemie seien es im Mai aber fast 19 Prozent weniger gewesen.

„Jetzt ist aber Schwung in die Sache gekommen, so dass wir hoffen können, zum Jahresende etwa auf die gleiche Auszubildendenzahl wie im Vorjahr zu kommen“, sagte Wollseifer: „Sicher können und werden wir auch geflüchtete Menschen weiter ausbilden und beschäftigen.“

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