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Arbeitsmarkt Ifo-Institut: Kurzarbeit nimmt in Deutschland wieder zu

Wegen der neuen Beschränkungen ist der Anteil der Kurzarbeiter den Forschern zufolge im November gestiegen. Vor allem der Dienstleistungssektor ist betroffen.
30.11.2020 - 09:39 Uhr Kommentieren
Besonders deutliche Anstiege  der Kurzarbeit verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent), die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (von 88,0 auf 91,1 Prozent). Quelle: dpa
Gastronomie in Berlin

Besonders deutliche Anstiege der Kurzarbeit verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent), die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (von 88,0 auf 91,1 Prozent).

(Foto: dpa)

München Die neuen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Kurzarbeit in Deutschland wieder ansteigen lassen. Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit sei im November von 24,8 Prozent im Vormonat auf 28,0 Prozent gestiegen, teilte das Münchner Ifo-Institut am Montag in München mit.

Die Forscher beziehen sich auf eigene Umfragen. Kurzarbeit ist in der Krise ein entscheidendes Instrument, um flächendeckende Entlassungen von Arbeitnehmern zu verhindern.

Besonders deutliche Anstiege verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent), die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (von 88,0 auf 91,1 Prozent).

„Gerade in diesen vom Teil-Lockdown massiv betroffenen Branchen wird wieder sehr viel Kurzarbeit gefahren“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Der Anstieg habe sich durch fast alle großen Wirtschaftszweige vollzogen, erklärten die Forscher.

Bei den Dienstleistern stieg die Kurzarbeit von 24,0 auf 30,6 Prozent der Unternehmen, im Handel von 18,8 auf 20,7 Prozent, auf dem Bau von 7,4 auf 9,0 Prozent. In der Industrie war dagegen ein leichter Rückgang von 31,9 auf 30,5 Prozent zu verzeichnen.

Der Dienstleistungssektor ist wesentlich stärker von den Corona-Einschränkungen betroffen als die Industrie. Einzelne Branchen hätten sogar deutliche Rückgänge der Kurzarbeit gemeldet, darunter die Autobranche von 50 auf 36,7 Prozent. Rückgänge gab es auch bei Herstellern von elektrischer Ausrüstung, bei den Druckereien oder den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten.

Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat wegen des Teil-Lockdowns wieder etwas nachgelassen. Der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit stieg im November im Vergleich zum Vormonat zwar noch leicht um 1 auf 99 Punkte.

Die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeigten sich aber in einer Abflachung des Anstiegs, teilte die Bundesagentur am Montag mit. Mit 21 Punkten weniger liegt der BA-X noch immer deutlich unter dem Vorjahreswert.

Demnach sind zurzeit weniger neue Stellen zu besetzen, weil weniger Beschäftigte ihren Arbeitsplatz wechseln und die Unternehmen weniger Personalbedarf haben. Außer im öffentlichen Dienst gab es im November nach Angaben der Bundesagentur in allen Branchen eine geringere Nachfrage nach Arbeitskräften.

Vor allem in der Zeitarbeit, im Handel, im Gastgewerbe und der Industrie ging die Zahl der meldeten Stellen zurück. Der Stellenindex beruht auf den Stellengesuchen, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind. Als Referenzwert dient der Durchschnitt des Jahres 2015, der mit 100 angegeben wurde. Im April lag der Stellenindex erstmals unter dem Referenzwert.

Mehr: Streit um Corona-Kosten: Kanzleramtschef Braun fordert Beteiligung der Länder

  • dpa
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