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Arbeitsmarkt IG Metall: Bis zu 10.000 Jobs in der Windindustrie sind weg

Tristesse bei der Windenergie: Tausende von Arbeitsplätzen sind verloren. Der Ausstieg aus der Windkraft könnte noch schneller kommen als der aus der Kohle.
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IG Metall: Bis zu 10.000 Jobs in der Windindustrie sind weg Quelle: dpa
Windräder

Windkraftanlagen stehen im Morgenlicht unter einem dunklen Wolkenstreifen.

(Foto: dpa)

Hamburg In der deutschen Windindustrie sind nach einer Erhebung im Auftrag der IG Metall Küste seit Beginn des vergangenen Jahres 8.000 bis 10.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Damit setze sich die Entwicklung des Jahres 2017 fort, als die Branche bereits 26.000 Arbeitsplätze einbüßte, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in Hamburg mit.

Die Betriebsräte der wesentlichen Betriebe sehen die weitere Entwicklung der Branche sehr negativ und erwarten weitere Entlassungen, hieß es einen Tag vor dem Windenergietreffen bei Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

„Es ist deprimierend“, sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. „Wenn Politik und Unternehmen nicht gegensteuern, dann steigen wir aus der Windindustrie noch früher aus als aus der Kohle.“ Der Inlandsmarkt sei praktisch tot; Hoffnung machten nur entfernte Märkte wie Asien und Südamerika, teilweise auch einige europäische Länder. Die Branche brauche aber einen funktionierenden Heimatmarkt.

Von dem Gipfel, an dem auch die IG Metall teilnimmt, erwarte er ein Bekenntnis zur Windenergie und klare Maßnahmen wie die Aufhebung der Ausbaudeckel für die Windkraft an Land und auf See sowie einen Zusatzbeitrag von zwei Gigawatt der Offshore-Windkraft.

Nach den letzten genaueren Schätzungen des Institutes DIW arbeiteten im Jahr 2016 rund 161.000 Beschäftigte in der Herstellung, der Montage und der Wartung von Windkraftwerken an Land und auf See. Nach den Daten der IG Metall ging seitdem mindestens ein Fünftel der Arbeitsplätze verloren. Betroffen sind nicht nur die Küstenländer. Ein erheblicher Teil der Zulieferbetriebe produziert in anderen Bundesländern, vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg.

Mehr: Warum sich Deutschland zum Sorgenkind der Windbranche wandelt

  • dpa
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