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Arbeitsmarkt Jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet für Niedriglohn

Bundesweit verdienten 4,14 Millionen Menschen weniger als die sogenannte Niedriglohnschwelle von 2203 Euro brutto im Monat. Auch zwischen West- und Ostdeutschland klafft eine große Lücke.
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Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedriglöhner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent. Quelle: dpa
Gehaltsabrechnung

Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedriglöhner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent.

(Foto: dpa)

Berlin Etwa jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeitet für einen Niedriglohn. Bundesweit verdienten 4,14 Millionen Menschen – 19,3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten – weniger als 2203 Euro brutto im Monat, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet. 2203 Euro im Monat sind die sogenannte Niedriglohnschwelle.

„Die Bundesregierung lässt die Menschen in ihrer Not allein und hält an ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik fest“, sagte Ferschl dem RND. Hartz IV habe Dumpinglöhne hervorgerufen, Millionen Menschen könnten von ihrer Arbeit nicht leben. „Das kann sich eine Demokratie auf Dauer nicht leisten.“

Zwischen West- und Ostdeutschland klafft den Angaben zufolge eine große Lücke: Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedriglöhner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent. 26,5 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen arbeiteten für einen Niedriglohn, bei den Männern waren es 19,3 Prozent. Ziemlich hoch ist der Anteil der jungen Niedriglöhner: In der Altersgruppe unter 25 Jahren waren es 40,6 Prozent.

Mehr: Im Durchschnitt liegen die einkommensschwächsten Regionen in Ostdeutschland. Am meisten verdienen die Menschen in Ingolstadt, Wolfsburg und Erlangen.

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  • dpa
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