Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Arbeitsmarkt Job-Wunder läutet Zeitenwende ein

Lange Zeit schien das Ziel unerreichbar, jetzt sorgt das deutsche Job-Wunder für ein Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke. Damit ist auch Vollbeschäftigung wieder ein Thema. Arbeitsmarktforscher rechnen damit aber kaum vor 2020. Deutschland steht vor einer Zeitenwende.
4 Kommentare
Der Arbeitsarbeitsmarkt kommt wieder ins Rollen. Quelle: dpa

Der Arbeitsarbeitsmarkt kommt wieder ins Rollen.

(Foto: dpa)

HB NÜRNBERG. Der Herbstaufschwung war in diesem Jahr eher mager, Deutschland hat schon wesentlich stärkere Rückgänge der Oktober-Arbeitslosenzahlen erlebt. Dennoch sorgen die jüngsten Arbeitsmarktdaten für beträchtliches Aufsehen bei Politikern und Konjunkturforschern.

Mit dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Drei-Millionen- Marke spürt die deutsche Wirtschaft den Hauch einer Zeitenwende: Deutschland steuert nach zwei eher schwierigen arbeitsmarktpolitischen Jahrzehnten auf eine Periode der Vollbeschäftigung zu - wenn auch vorerst nur in Trippelschritten, wie Arbeitsmarktforscher zu bedenken geben.

Ältere werden sich spätestens gegen Ende des Jahrzehnts an die Wirtschaftswunderzeit der 60er Jahre erinnert fühlen: Statt eines Mangels an Jobs wird es dann plötzlich massiv an Arbeitskräften fehlen. Für gut ausgebildete Facharbeiter, Meister, Techniker, Ingenieure, Computer-Spezialisten und Wissenschaftler dürften goldene Zeiten anbrechen. Sie können sich die besten Jobs aussuchen und womöglich auch bei den Gehaltsverhandlungen hoch pokern. Firmen werden sich qualifiziertes Personal gegenseitig abwerben - und nach neuen Anwerbeaktionen im Ausland rufen.

Darauf läuft es hinaus, sollte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit seiner jüngsten Projektion rechtbehalten. Denn die Nürnberger Forscher rechnen aufgrund der Überalterung der deutschen Gesellschaft bis zum Jahr 2020 mit 1,8 Mio. weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter; bis zum Jahr 2025 wird die Zahl nach ihrer Prognose um weitere 1,8 Mio. sinken.

Rein statistisch dürfte es damit für jeden arbeitsfähigen Bundesbürger einen Job geben, die Arbeitslosigkeit folglich auf Null sinken. Mehr noch: Deutschland wird massiv auf Zuwanderung angewiesen sein, will es keinen Fachkräftemangel riskieren.

Doch das ist erstmal nur Zukunftsmusik, dämpfte BA-Chef Frank- Jürgen Weise am Donnerstag etwa die Vollbeschäftigungs-Euphorie von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Der Bundesagentur geht es zunächst darum, den Jobaufschwung über das nächste Jahr zu bringen.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Arbeitsmarkt - Job-Wunder läutet Zeitenwende ein

4 Kommentare zu "Arbeitsmarkt: Job-Wunder läutet Zeitenwende ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man sollte das Ganze ersteinmal mit Vorsicht genießen. Ob dieser Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt von Dauer ist wird sich zeigen. Zu wünschen wäre es.

  • Und in welchem Supermarkt stehen diese Fische tonnenweise rum?

  • [1] das ist die Völkerwanderung. Darum hat die EU ja auch soviele Stacheldrahtzäune Richtung Afrika gezogen. Doch anstatt diese Länder zu unterstützen, was vielleicht auch nicht immer so funktioniert hat, werden die Schwarzen in Spaniens Tomatenfarmen abschreckend eingesetzt. Damit sie zu Hause erzählen, wie schrecklich es hier seie.
    Nun kommt die Völkerwanderung noch aus der anderen Richtung und selbst Russland ist machtlos und der eigene Wald wird von Fremdarbeitern mit genehmigung der korrupten beamten geschlagen und ins Ausland geschafft. ikea machte auch mit. Die Chinesen waren angeblich alles schuld.

    Deswegen gibt es ja auch die brände vor Moskau. Doch die Regierungen alleine sind machtlos, deswegen setzen sie irgendwann aufs Militär. Kapritsche?

    Und weil die kleinen Fischer in afrika nichts mehr fangen gibt es nun die "bösen" die Piraten.

    Daher wieder Terrorismusbekämpfung. Doch wer fängt alle diese Fische?

  • Wenn es erschreckend wahr ist, dass Deutschland nach den USA die meisten Zuwanderer hat, überwiegend Asylanten dann hat die Politik hier zuviel Steuereinnahmen. Deutschland nicht grösser als 5-8 Ranches im mittleren Westen der USA war schon immer Grössenwahnsinnig, aber auch in einer Demokratie weiter Diktatur auszuüben ist was ganz neues. Der Zufluss von Wohlstandstouristen ist immer noch ungebrochen, wenn Hamburg allein 14 000 Tausend Asylanten aufnimmt und Kosten von 85 Millionen im Jahr hat. Der irrsinn geht weiter.

Serviceangebote