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Arbeitsmarkt-Prognosen Der Flüchtling als Mini-Konjunkturmotor

Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge in Deutschland wird auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuß fassen, so eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Doch das ist laut Experten kein Grund zur Sorge.
16.09.2015 - 14:44 Uhr 260 Kommentare

Nur leere Worte? Diese Arbeitschancen haben Flüchtlinge wirklich

Berlin/Düsseldorf Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht davon aus, dass von den nach Deutschland strömenden Flüchtlingen nur ein Bruchteil auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuß fassen wird. In diesem Jahr, so schätzen die Forscher in ihren sogenannten „Herbstgrundlinien“ für die konjunkturelle Entwicklung in diesem und im nächsten Jahr, würden rund 50.000 Personen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind oder noch kommen, eine Beschäftigung suchen.

Im nächsten Jahr wären es gut 120.000 Personen. Die Experten unterstellen dabei, dass in beiden Jahren jeweils etwa 800.000 Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geht sogar von einer Million Flüchtlingen in diesem Jahr aus.

Eine zusätzliche Belastung für den Arbeitsmarkt durch die Flüchtlinge sieht DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner jedoch nicht. „Der Arbeitsmarkt kann das wegstecken“, sagte er. Die Beschäftigung steigt sogar weiter und sorgt dafür, dass die Arbeitslosenquote in diesem Jahr erneut zurückgeht – auf 6,4 Prozent, wie die Experten erwarten. Im kommenden Jahr wird sie demnach auf diesem Niveau verbleiben, trotz der zunehmenden Zahl an Zuwanderern.

Dass immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, spiegelt sich auch in den öffentlichen Haushalten wider. Die damit verbundenen Ausgaben sind, wie die DIW-Forscher betonen, allerdings nur schwer zu quantifizieren. Die Annahmen seien „höchst unsicher“. Noch schwerer zu quantifizieren seien die den Ausgaben gegenüberstehenden Einnahmen.

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    Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) warnt sogar vor einer Überforderung Deutschlands durch die Flüchtlingskrise. Für Deutschland sei zwar „die Konstellation für eine Neuorientierung seiner Flüchtlings- und Migrationspolitik günstiger denn je“, heißt es in einem dem Handelsblatt vorliegenden Positionspapier des Instituts. „Allerdings darf sich das Land auch nicht überfordern, schon um die erkennbare Bereitschaft zu einer Neuorientierung nicht zu gefährden.“

    Als positiv verbuchen die DIW-Experten allerdings, dass die Asylbewerber die Konsumnachfrage und damit auch die Umsatzsteuereinnahmen erhöhen würden. Sobald sie eine Beschäftigung aufnehmen, zahlten sie zudem Einkommensteuern und Sozialbeiträge. Konkrete Zahlen nannte das DIW aber nicht. Das Institut erwartet in seiner Prognose, dass die Bruttoausgaben, unter anderem für Sozialleistungen, Unterkunft und Betreuung der Asylbewerber, im Jahr 2016 etwa neun Milliarden Euro betragen dürften.

    Trotz der erhöhten Belastung der öffentlichen Haushalte rechnet das DIW unter dem Strich mit hohen Überschüssen: „Sieht man von Einmalerlösen aus der Versteigerung von Mobilfunklizenzen ab, beläuft sich der Überschuss in diesem Jahr auf 18,5 Milliarden Euro und im nächsten Jahr auf knapp 20 Milliarden Euro“, schreiben die Forscher in ihrer Studie.

    Staat erhöht Ausgaben zur Unterbringung der Asylbewerber
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    260 Kommentare zu "Arbeitsmarkt-Prognosen: Der Flüchtling als Mini-Konjunkturmotor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Verehrter Herr Ulrich!
      Sie sprechen ein wichtiges Problem an. Eine Million Menschen beschäftigt sich zumindest einer Hälfe aus sich selbst. Die andere Hälfte sind Erwerbsarbeiten, die gesamtgesellschaftlich, vorwiegend in Industrie und Dienstleistungen statt finden. In der kurzfristigen Perspektive sind die von Ihnen genannten Probleme noch nicht sehr groß. Längerfristig sind wir Alten zwar alle tot, aber unsere Kinder und Enkel müssen sich der Sharingökonomie und den Nullgrenzkosten stellen. Und siehe da, die Welle der ehrenamtlichen Arbeit von Millionen Deutschen weist die Richtung in der Zukunft. Wenn die Leute wieder alles selber machen und nicht auf den Märkten kaufen, dann ist es aus mit der Erwerbsarbeit und mit der Marktwirtschaft, wie es zehntausende Jahre menschlicher Gesellschaft ohne Markt und ohne Geld war. Keine Angst! Das erleben sogar unsere Kinder nicht mehr. Die Überwindung von Erwerbsarbeit zur Gemeinschaftsarbeit hat gerade erst begonnen und wird mindestens ein Menschenleben lang oder mehr als 80 Jahre dauern. Natürlich wird bis 2100 lediglich der Übergang von der Erwerbsarbeit zur Gemeinschaftsarbeit erreicht sein. Danach muss noch die Vervollkommnung dieser Form der Arbeit erfolgen bis schließlich in 200 Jahren die Optimierung zur Aufgabe wird. Aber das geht über unseren heutigen Verstand.

    • @ Herr Peter Noack

      "...........woher diese Arbeitsplätze herkommen sollen...."

      Frau Nahles äußerte sich zum Thema Industrie.4.0 und vermutet, das jeder 8. Arbeitsplatz verloren gehen wird !
      Ausländische Studien gehen von bis/über 50% der Arbeitsplätze aus, die verloren gehen sollen !

      Was wirklich an Arbeitsplätzen verloren geht wird sich noch zeigen, aber man redet von keinem Wachstum oder Ersatz an zukünftigen ARBEITSPLÄTZEN !
      Verstehe die sogenannten "Experten" nicht, mit diesen unterschiedlichen Erkenntnissen !

      Anders, diese Spinnereien verstehe ich auch nicht !!!
      Die deutsche überschwängliche Dummheit, wurde schon im 19. Jahrhundert erkannt !

    • Ergänzung: Eine Million Wohnungen kostet ca. 80 Milliarden. 2 Millionen sind 160 Milliarden oder fünf mal 32 Milliarden. Allein die zusätzlichen Wohnungen erfordern ein Zusatzwachstum von 1 Prozent jährlich bis 2020.! Wer hält dagegen?

    • Ein Wirtschaftsforschungsinstitut, welches den Beschäftigungseffekt einer Million Menschen nicht berechnen kann hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Einfache Relation: Deutschland hat 81 Millionen Einwohner und 43 Millionen Beschäftigte. Wer kennt die Prozentrechnung noch? Von einer Million in Deutschland lebender Menschen sind 53 Prozent beschäftigt. Soll das bei Zuwanderern anders sein? Das müssen die Ökonomen nun mit Worten oder mit mathematischen Formeln belegen, sonst sind es Quacksalber.

    • Vorbemerkung: Will denn niemand darauf reagieren, dass das Wachstum bei rund 4 Millionen Asylbewerbern, d. h. 5 Prozent der Einwohner Deutschlands lediglich um 1,7 Prozent oder ein Drittel des Bevölkerungswachstums erreichen soll? Schon die Frage nach Plausibilität zeigt, dass die Forscher auf dem Holzwege sind. Das ist auch gar kein wunder, weil weder die Nationalitäten, das Alter, die Qualifikationen der Zuwanderer bekannt sind. Wo werden denn diese 4 Millionen Menschen wohnen? Brauchen die auch Kitas und Schulen? Die 4 Millionen brauchen nach deutschem Maßstab über 2,2 Millionen zusätzliche Wohnungen. Wer soll die bauen? Nur die Bauleute, die heute Wohnungen bauen? Allein diese zwei Fragen zeigen den völligen Unverstand der Ökonomen, die lediglich den zusätzlichen Bedarf an Einzelhandelsgütern betrachten. Vier Millionen Zuwanderer sind 2 Millionen Arbeitsplätze, die erforderlich sind, damit nicht mehr als im deutschen Durchschnitt von Hartz IV leben müssen. Wollen die Ökonomen gefälligst vorrechen, woher diese Arbeitsplätze herkommen sollen und welche Unternehmen diese schaffen werden? Wie wird die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft aussehen, wenn 2020 tatsächlich 45 Millionen Menschen beschäftigt sind? Zwei Millionen mehr beschäftigte sind auch fast 5 Prozent. Die sollen dann ein Drittel der Produktivität der Deutschen haben? Woher kommen denn solche Spinnereien?

    • Statt die Meldung zur Überschrift zu machen, das kaum jemand auf dem Arbeitsmarkt bestehen können wird, wieder diese Lügen-Überschrift.

      Nach der Logik wäre eine Verdopplung der HartzIV-Quote also gut.

      Und woher kommt die Finanzierung??? Steuererhöhungen, KV-Beiträge hoch etc.

      Gut für die Konjunktur?

    • Ob Hitler Buddhist war ist unbekannt, zumindest hielt er Schopenhauer, der dem Buddhismis nahestand, für bedeutender als Nietzsche.

      Martha Goebbels war eindeutig Buddhistin. Für sie hatte der Tod keinen Schrecken.

    • Antwort an Herrn Mike Möller:

      Auf den Inhalt will ich hier gar nicht eingehen, aber sorry, acht Rechtschreibfehler auf vier Sätze - und diese noch hanebüchen.

      Also wirklich, fangen Sie doch erst mal bei der deutschen Rechtschreibung an.

    • Ich habe mit 80 Millionen Deutschen kein Problem, mit 80 "Wirtschaftsreisenden " schon.

    • Dieser Quatsch ist phänomenal.

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