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Arbeitsmarkt Schaffen wir das?

Die Wirtschaft sucht so viel Personal wie seit langem nicht. Bei Dienstleistern haben Flüchtlinge gute Chancen. Die Erwerbstätigkeit nimmt rasant zu. Doch so wird es nicht bleiben.
23.12.2015 - 20:49 Uhr
Bei Dienstleistern haben Flüchtlinge gute Chancen, einen Job zu finden. Quelle: dpa
Lernwerkstatt für Flüchtlinge

Bei Dienstleistern haben Flüchtlinge gute Chancen, einen Job zu finden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Man hatte sich schon fast daran gewöhnt. Seit dem traurigen Fünf-Millionen-Rekord von Anfang 2005 ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland fast kontinuierlich gesunken. Entgegen vielen Kassandrarufen konnte selbst die schwere Rezession im Winter 2008/2009 dem Arbeitsmarkt nur wenig anhaben. Das Versprechen Gerhard Schröders (SPD), die Zahl der Arbeitslosen zu halbieren, ist heute nahezu erfüllt.

Nun gilt es, ein nächstes Kanzlerversprechen einzulösen: „Ja, wir schaffen das“, sagt Angela Merkel (CDU). Sie meint die Bewältigung des beispiellosen Flüchtlingsansturms auf Deutschland, denkt dabei aber auch an den Arbeitsmarkt.

Aus Sicht der Wirtschaft hätte es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für den massenhaften Zuzug junger, arbeitswilliger Menschen geben können. Denn die Betriebe suchen derzeit so viel Personal wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Das signalisiert das Ifo-Beschäftigungsbarometer, das das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut exklusiv für das Handelsblatt berechnet.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

(Foto: Reuters)
Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

(Foto: Reuters)
CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

(Foto: dpa)
Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

(Foto: AFP)
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

(Foto: dpa)
Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

(Foto: dpa)
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

(Foto: dpa)

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