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Arbeitsmarkt Studie zeigt Rekord-Fachkräftemangel in Metall- und Elektroberufen

Arbeitgeber haben immer größere Probleme, die Jobs in den für die deutsche Wirtschaft so zentralen Metall- und Elektrobetrieben zu besetzen.
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Es mangelt nicht an Aufträgen – sondern an Arbeitern. Quelle: dpa
Metall- und Elektroindustrie

Es mangelt nicht an Aufträgen – sondern an Arbeitern.

(Foto: dpa)

Berlin In Metall- und Elektroberufen sind qualifizierte Fachkräfte mittlerweile nahezu flächendeckend knapp in Deutschland: Zwischen Sommer 2017 und Sommer 2018 waren gut 300.000 Jobs ausgeschrieben – doch für 200.000 davon gab es keinen passenden Arbeitssuchenden. Besonders schwierig ist die Lage in Süddeutschland.

Das zeigt eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorliegt. Der Löwenanteil von 94 Prozent der Stellenangebote richtete sich dabei an beruflich Ausgebildete, also an Gesellen. Der Mangel an Akademikern, aber auch an Meistern und Fachwirten ist weit geringer.

Die Metall- und Elektroberufe stehen unter anderem für die besonders wichtigen Branchen Automobilbau und Maschinenbau. Von insgesamt fast 26 Millionen qualifizierten Beschäftigten in Deutschland – also solche mit mindestens einer Berufsausbildung – haben gut 16 Prozent einen Metall- oder Elektroberuf.

Um den Fachkräftemangel in diesem Feld zu bekämpfen, müssen die Betriebe „vor allem die Potenziale von Frauen, Älteren und internationalen Fachkräften ausbauen“, sagt Anika Jansen, eine der Autorinnen. In den meisten Bereichen liegt der Anteil der Frauen im Vergleich zu anderen Branchen extrem niedrig bei vier bis acht Prozent – quer über alle Berufe sind es knapp 50 Prozent.

Doch der Trend zeigt zumindest in einigen Bereichen der Metall- und Elektroberufe nach oben: So ist der Anteil der Frauen an den Fachkräften im Bereich Maschinenbau und Fahrzeugtechnik von 2013 bis 2017 immerhin um 16 Prozent gestiegen. Und der Blick auf die M+E-Berufe in Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung zeigt, dass es auch in technischen Berufen ganz anders geht: Dort ist schon ein Drittel der Gesellen weiblich. Es ist auch just dieser Bereich, in dem die Unternehmen 2018 weit mehr Lehrstellen besetzen konnten als 2014, die Zahl stieg um fast 15 Prozent.

Auch generell haben die Metall- und Elektrobetriebe im Kampf gegen den Fachkräftemangel ihre Ausbildungsanstrengungen erhöht: Gegenüber 2014 wurden sieben Prozent mehr Plätze angeboten. Wie in der Gesamtwirtschaft blieben auch in der M+E-Branche zuletzt mehr Lehrstellen unbesetzt als früher – je nach Fachbereich zwischen vier und siebeneinhalb Prozent. Damit geht es der Techniker-Zunft allerdings noch vergleichsweise gut: Quer über alle Berufe blieben 2017 sogar 8,6 Prozent aller Ausbildungsplätze ungenutzt.

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