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Arbeitsmarkt Zahl offener Stellen sinkt in Coronakrise um halbe Million

In der Coronakrise ist die Zahl der offenen Stellen in Deutschland um über ein Drittel gesunken. Rekordwerte bei der Kurzarbeit verstärkte den Effekt.
04.08.2020 - 12:21 Uhr Kommentieren
Im zweiten Quartal 2020 gab es für 3,1 Arbeitslose im Schnitt nur eine offene Stelle. Quelle: dpa
Agentur für Arbeit

Im zweiten Quartal 2020 gab es für 3,1 Arbeitslose im Schnitt nur eine offene Stelle.

(Foto: dpa)

Nürnberg, Berlin Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist wegen der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr um fast eine halbe Million gesunken. Sie fiel zwischen April und Juni zum Vorjahresquartal um 496.000 oder knapp 36 Prozent auf 893.000, wie das Forschungsinstitut IAB der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag bekanntgab. Weil zugleich die Arbeitslosigkeit zunahmen, kam auf 3,1 Arbeitslose nur noch eine offene Stelle. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 1,6.

Die Pandemie verstärkte den Rückgang, der schon in der Konjunkturflaute vorher eingesetzt hatte. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ging die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal um 191.000 zurück.

„Viele Betriebe versuchen in der aktuellen Krise durch den Einsatz von Kurzarbeit ihre Fachkräfte zu halten“, sagte IAB-Experte Alexander Kubis. Im Mai waren 6,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit – ein Rekordwert in der Geschichte der Bundesrepublik. Von der Anzeige bis zum Ende der Kurzarbeit gilt in den betroffenen Unternehmensteilen ein Einstellungsstopp. „Auch hierdurch kommt es zu einem starken Rückgang an offenen Stellen“, so Kubis.

In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 2020 695.000 offene Stellen zu besetzen, im Osten 198.000. Im Verarbeitenden Gewerbe war der Einbruch laut IAB mit 56 Prozent relativ gesehen am stärksten: Die Zahl der offenen Stellen sank hier binnen Jahresfrist von 151.000 auf 66.000. In absoluten Zahlen war der Rückgang in der Service-Branche am höchsten.

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    Bei den unternehmensnahen Dienstleistungen – dazu gehört die Arbeitnehmerüberlassung – ging die Zahl der offenen Stellen von 367.000 auf 209.000 zurück, bei den sonstigen Dienstleistungen – wie dem Gastgewerbe – von ebenfalls 367.000 auf 261.000. Im Wirtschaftszweig öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung stieg die Zahl der offenen Stellen dagegen von 24.000 auf 27.000.

    Das IAB untersucht viermal jährlich das gesamte Stellenangebot einschließlich jener Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal lagen ihr Antworten von rund 8500 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor.

    Mehr: Deutschland braucht keine Rosskur wie die „Agenda 2010“. Doch ohne wachstumspolitische Offensive wird die Rezession Deutschlands Wohlstand auf Dauer mindern.

    • dpa
    • rtr
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