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Arbeitszeit Metallarbeitgeber offen für Vier-Tage-Woche

Die IG Metall hat eine Vier-Tage-Woche ins Spiel gebracht, um Entlassungen zu vermeiden. Arbeitgeber begrüßen den Vorstoß. Einen Lohnausgleich lehnen sie ab.
16.08.2020 - 15:24 Uhr Kommentieren
In der Coronazeit kämpfen die Unternehmen mit verringertem Auftragsvolumen und zurückgefahrener Produktion. Quelle: dpa
Autoindustrie

In der Coronazeit kämpfen die Unternehmen mit verringertem Auftragsvolumen und zurückgefahrener Produktion.

(Foto: dpa)

Berlin Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm) zeigt sich offen für den Vorschlag einer Arbeitszeitverkürzung in der Metallindustrie – allerdings nur ohne Lohnausgleich. „Alles, was Beschäftigung sichert, ist gut“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt dem Handelsblatt.

In der Coronazeit kämpften die Unternehmen mit verringertem Auftragsvolumen und zurückgefahrener Produktion, und in dieser schweren Zeit müssten alle ihren Beitrag zur Krisenüberwindung leisten: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politik. „Die entsprechend der Arbeitszeit abgesenkten Löhne helfen den Unternehmen bei der Liquiditätssicherung“, sagte Brossardt.

Zuvor hatte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann in der „Süddeutschen Zeitung“ eine Vier-Tage-Woche als mögliches Thema für die kommende Tarifrunde ins Spiel gebracht. „Die Vier-Tage-Woche wäre die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie. Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben“, sagte Hofmann. Weitere Einzelheiten nannte der IG-Metall-Chef nicht; er sprach lediglich von „einem gewissen Lohnausgleich für die Beschäftigten, damit es sich die Mitarbeiter leisten können“.

Hofmann sieht bei den Unternehmen ein Interesse daran, Arbeitszeit zu reduzieren, statt Entlassungen vorzunehmen. „Das sichert Fachkräfte und spart zum Beispiel Kosten für einen Sozialplan.“ Automobilzulieferer wie Bosch, ZF und Daimler hatten erst in diesem Sommer Vereinbarungen zur Reduzierung der Arbeitszeit getroffen, um auf diese Weise die Kosten in den Griff zu bekommen, ohne gleich Personal entlassen zu müssen.

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    Angesichts der volatilen Lage sei es noch zu früh, über Themen der Tarifrunde zu sprechen, betonte Brossardt. Sicherlich werde die Beschäftigungssicherung derzeit Thema vieler Tarifrunden und Branchen sein. „Und Absenkung der Arbeitszeit ist generell ein sinnvolles Instrument – bei gleichzeitiger Absenkung der Lohnkosten.“

    Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie hatten unter dem Eindruck der aufziehenden Coronakrise im März für rund vier Millionen Beschäftigte der Branche vereinbart, die Entgelte in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Mit diesem Abschluss war der eigentlich zum 31. März gekündigte Entgelt-Tarifvertrag bis zum Jahresende 2020 ohne weitere Erhöhungen verlängert worden. Damit könnte das Thema Vier-Tage-Woche mit der nächsten Tarifrunde ab dem Jahreswechsel auf den Tisch kommen.

    Mehr: Der Strukturwandel macht der Autoindustrie zu schaffen. Um Jobs zu sichern, fordert Gewerkschaftschef Jörg Hofmann verkürzte Arbeitszeiten.

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