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ARD-Deutschlandtrend Flüchtlingskrise lässt Regierung abrutschen

Die Deutschen sind unzufrieden mit der Regierung und ihrer Handhabe der Flüchtlingskrise: Das zeigt der aktuelle ARD-Deutschlandtrend. Gerade Merkels Ansehen leidet, sie rutscht auf der Beliebtheitsskala nach unten.
03.02.2016 - 22:20 Uhr
Flüchtlinge auf dem Weg zu einem Sonderzug am Bahnhof in Passau (Bayern): Laut ARD-Deutschlandtrend sind die Deutschen in Sachen Flüchtlingskrise nicht zufrieden mit der Bundesregierung. Quelle: dpa
Flüchtlinge in Passau

Flüchtlinge auf dem Weg zu einem Sonderzug am Bahnhof in Passau (Bayern): Laut ARD-Deutschlandtrend sind die Deutschen in Sachen Flüchtlingskrise nicht zufrieden mit der Bundesregierung.

(Foto: dpa)

Berlin Die Bürger stellen der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise ein miserables Zeugnis aus. 81 Prozent der Befragten gaben im ARD-Deutschlandtrend an, sie hätten nicht den Eindruck, dass die Regierung die Flüchtlingssituation im Griff habe. Nur 18 Prozent seien der Meinung, die Bundesregierung beherrsche die Situation, teilte die ARD am Mittwoch mit.

Zu restriktiven einzelnen Bereichen ihrer Politik erhält die Bundesregierung aber starken Zuspruch. So befürworten 88 Prozent der Befragten die Kürzung von Sozialleistungen für Flüchtlinge, die sich nicht integrieren lassen wollen. Nur zehn Prozent sind dagegen.

Auch die Einstufung der Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer wird von einer großen Mehrheit (78 Prozent) begrüßt. Nur 13 Prozent lehnen dies ab. Die vor allem von der CSU geforderte Einführung einer Obergrenze zur Aufnahme von Flüchtlingen wird von 63 Prozent der Bevölkerung befürwortet, 33 Prozent sind dagegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert weiter an Zustimmung. Sie stürzte im Vergleich zum Vormonat um zwölf Punkte ab und liegt nun mit einer Zustimmung von 46 Prozent auf Platz drei der Liste der beliebtesten Politiker. Dies ist ihr schlechtester Wert seit August 2011. Am beliebtesten ist der Umfrage zufolge Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 70 Prozent Zustimmung (-1), gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 64 Prozent (-8).

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