Martin Schulz (links) mit Sigmar Gabriel

Im Ranking der beliebten Politiker verliert der SPD-Chef fünf Punkte, die Liste führt weiterhin der geschäftsführende Außenminister an.

(Foto: Reuters)

ARD-Deutschlandtrend SPD fällt auf historisches Tief

Wenn Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut ARD nur noch 18 Prozent der Bürger die SPD wählen – so wenig wie nie zuvor. Auch beim ZDF sackt die Partei ab.
Update: 02.02.2018 - 09:26 Uhr 7 Kommentare

BerlinDie SPD ist im ARD-Deutschlandtrend auf einen historischen Tiefstand gefallen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nur noch 18 Prozent der Bürger für die SPD entscheiden, teilte die ARD am Donnerstag mit. Dies seien drei Punkte weniger im Vergleich zur Umfrage von Anfang Januar. Zudem sei dies der niedrigste jemals in der Erhebung gemessene Wert für die Sozialdemokraten.

Die Union würde konstant bei 33 Prozent verbleiben. Die AfD käme auf 14 Prozent, die FDP auf zehn Prozent. Linke und Grüne würden beide elf Prozent erreichen. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der „Tagesthemen“ hat Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1502 Wahlberechtigte befragt.

Auch im neuen ZDF-„Politbarometer“ sacken die Sozialdemokraten um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent ab. Die Union büßt ebenfalls an Zustimmung ein. CDU und CSU kämen nur noch auf 31 Prozent – ein Minus von zwei Punkten, wie das ZDF am Freitag bekannt gab. Dagegen legen AfD und Grüne (jeweils 14 Prozent) deutlich um jeweils zwei Punkte zu. Die Linke verbessert sich um einen Punkt auf 11 Prozent, wohingegen die FDP einen Punkt auf sieben Prozent abgibt.

SPD-Chef Martin Schulz muss auch im Ranking der beliebten Politiker Federn lassen. Im Vergleich zum Vormonat verliert er fünf Punkte und erreicht einen Zustimmungswert von 25 Prozent. Das ist der niedrigste Wert, der im ARD-Deutschlandtrend bisher für ihn gemessen wurde. Auch im ZDF-Ranking kommt Schulz auf seinen bisher schlechtesten Platz.

Die Liste der beliebten Politiker führt trotz Verlusten von fünf Prozentpunkten weiter der geschäftsführende Außenminister und ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 57 Prozent Zustimmung an. Mit der politischen Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind 53 Prozent sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Der geschäftsführende Innenminister Thomas de Maiziere erreicht 47 Prozent. Kanzleramtschef und Interims-Finanzminister Peter Altmaier (CDU) kommt auf 40 Prozent Zustimmung. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles legt um fünf Punkte zu und erreicht 38 Prozent.

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7 Kommentare zu "ARD-Deutschlandtrend: SPD fällt auf historisches Tief"

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  • "Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen." Dies erkannte A. Lincoln schon vor über 150 Jahren.
    Und die jetzigen SPD-Granden werden es auch noch merken.

  • Ein weiteres Anzeichen dafür, dass der SPD eine erneute Beteiligung an einer GroKo von den Wählern nicht honoriert wird. Die bisher erkennbaren Verhandlungsergebnisse gehen tendenziell eher in die Richtung "Weiter so"! Sie lassen anstelle einer grundsätzlichen und nachhaltigen Verbesserung der Situation der 42% Abgehängten ein Beharren auf offensichtlich unverhandelbaren Unionspositionen zum Schutz der Reichen und Mächtigen (jüngstes Beispiel: Ablehnung der Begrenzung von Managergehältern durch die Union) sowie zur Befriedigung der rechten Klientel insbesondere der CSU im Wettstreit mit der AfD erkennen! Dafür sollte sich die SPD nicht hergeben!
    Nach der Wahl ist vor der Wahl!
    https://youtu.be/0zSclA_zqK4

  • Auch der Abwärtstrend wird die machtbesessenen Polit-Selbstdarsteller der SPD nicht von ihrem Treiben abhalten.

    Allein in der Basis könnten sich realitätsnahe Erkenntnisse im wahren Sinne des Wortes ausbreiten, was einer Ablehnung bei der Abstimmung sicher Auftrieb geben kann. in diesem Sinn kann man nur hoffen, dass es bei weiteren Umfragen Woche für Woche nur weiter abwärts geht.

    Es ist schon erbärmlich, dass man bei dem Treiben dieser vaterlandslosen Polit-Figuren auf solch einen Mitgliederentscheid hoffen muss. Ohne dem stünde bereits jetzt fest, dass Deutschland weiter in den Abgrund geführt wird

  • Das ist doch nicht verwunderlich.
    Erst große Reden schwingen und kurz drauf: war doch alles nicht so gemeint.
    Da will eine Frau Nahles eine Festschreibung des Rentenniveaus auf 48% (Kotz!) bis 2025 (einfach lächerlich) als Erfolg verkaufen. Lebt die Dame in einem Paralleluniversum?
    Wenn die Mehrheit der zukünftigen Rentner auf ihren Lohnzettel schaut und den Auszahlungsbetrag einfach mal durch zwei teilt - Willkommen in der Armut.

  • Herr Schulz und Konsorten haben eben immer noch nicht die Zeichen an der Wand gesehen.
    Wer allen ernstes in epischer Länge ein Thema wie Familiennachzug so behandelt, dass der Eindruck entsteht, es gibt nur nur noch dass Thema, obwohl in Deutschland nur wirklich wichtigere Dinge zu lösen sind (Kinder - und Altersmut, bezahlbarer Wohnraum, Pflegnotstand, Zersplitterte Bildung) begreift nicht, wofür er gewählt wurde.
    Leute, lasst den Mist, lest noch mal nach was sozialdemokratische Kriterien sind und unterstützt nicht die machtgierige Frau Merkel.
    Lasst sie den Bach runtergehen und stellt euch mit bürgernahen Thema Neuwahlen.

  • Sollte es tatsächlich Bürger geben, die sich etwas anderes gewünscht oder erwartet hätten? Die Bürger der Sonnenseite wollen es nicht und die anderen erwarten nichts mehr! Wer das Wort sozial in seinem Namen trägt, sich aber nicht um die sozialen Angegelegenheiten der Mehrheit kümmert, hat kein anderes Ergebnis verdient! Wenn die SPD mit dem bisher erreichten Ergebnis in eine GroKo geht, dann wird sie noch einstellig landen!

  • Noch zu viel.

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