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ARD-Deutschlandtrend Union legt in Umfrage klar zu, Grüne verlieren

Kurz vor der Entscheidung über den CDU-Vorsitz, findet die Union wieder mehr Unterstützer. Auch die Arbeit der Regierung beurteilen die Wähler plötzlich besser.
Update: 07.12.2018 - 08:00 Uhr Kommentieren
Die Mehrheit der Befragten will, dass Merkel bis zur nächsten Bundestagswahl Kanzlerin bleibt. Quelle: dpa
Merkel und Seehofer

Die Mehrheit der Befragten will, dass Merkel bis zur nächsten Bundestagswahl Kanzlerin bleibt.

(Foto: dpa)

CDU und CSU haben laut einer Umfrage an Rückhalt in der Bevölkerung gewonnen. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden dem Deutschlandtrend der ARD zufolge 30 Prozent für die Union stimmen. Das ist ein Anstieg von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat.

Die Grünen kommen durch einem Verlust von drei Punkten nur noch auf 20 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 14 Prozent. Das Gleiche gilt für die AfD. Keine Änderung gab es zudem bei der FDP, die bei acht Prozent bleibt. Die Linken verlieren einen Punkt und erreichen ebenfalls acht Prozent.

Mit Blick auf die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Chefin sprachen sich 47 Prozent der CDU-Anhänger für Annegret Kramp-Karrenbauer aus, ein Prozentpunkt mehr als im Monat zuvor.

Friedrich Merz legt in der Umfrage deutlich stärker zu, an der Spitze der CDU wollen ihn 37 Prozent sehen, sechs Prozentpunkte mehr als im November. Auf dem gleichen Niveau wie zuvor bleibt mit zwölf Prozent Jens Spahn.

Auf alle Wahlberechtigten gesehen fallen die Präferenzen ähnlich aus: Wie im Vormonat sprechen sich im aktuellen Deutschlandtrend 45 Prozent der Befragten für Kramp-Karrenbauer aus, 30 Prozent für Merz und zehn Prozent für Spahn.

Rund 57 Prozent der Befragten ist der Meinung, dass Angela Merkel noch bis zur nächsten Bundestagswahl im Jahr 2021 Kanzlerin bleiben soll. Das ist eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber November. Verglichen mit den Zahlen vom Januar stieg die Zustimmung für die aktuelle Kanzlerin um sechs Prozentpunkte. Dagegen finden 39 Prozent der Befragten, dass Merkel vorzeitig aufhören sollte – zwei Prozentpunkte weniger als bei der vorherigen Umfrage.

Die Arbeit der Bundesregierung wird deutlich besser beurteilt als noch im November. So zeigten sich 36 Prozent der Befragten sehr zufrieden bis zufrieden, eine Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Mehrheit findet aber weiterhin, dass die Regierung keine gute Arbeit leistet. 64 Prozent sind weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden mit der Regierung.

Merkel selbst bekommt mehr Zuspruch für ihre Arbeit. Sie konnte den Rückhalt um sieben Prozentpunkte auf 57 Prozent steigern. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) legt um zwei Prozentpunkte zu und kommt 46 Prozent. Die Arbeit von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) findet ein Prozent der Befragten weniger gut, er fällt auf 43 Prozent. Außenminister Heiko Maas (SPD) verliert vier Prozentpunkte, 41 Prozent der Befragten sprechen sich für ihn aus.

Für die Umfrage im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ befragte Infratest dimap von Montag bis Mittwoch in dieser Woche 1.502 Wahlberechtigte.

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