Die Hartz-IV-Äußerungen des designierten Gesundheitsministers Jens Spahn sorgen weiter für Wirbel – doch der steht weiter zu seinen Aussagen.

Kommentare

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  • Herr Henry Roeder,

    in vielem stimmen wir überein.

    Falls Sie meine Kommentare hier noch nicht gelesen haben - vereinfachter können Sie meine Meinung auch unter

    "Online-Petition: Spahn soll einen Monat von Hartz IV leben" lesen.

    Dem gewendeten Spahn (vorher in Konfrontation mit Merkel - jetzt als Minister auserkoren, macht er das Sprachrohr von Merkel) spreche ich nach wie auch allen anderen Politikern vor jede Berechtigung ab, über die von denen angerichteten Probleme "kluge Sprüche" loszulassen.

    Beachten Sie bitte, dass die Äußerung von Spahn ausschließlich im Kontext mit dem Tafel-Thema zu tun hat. Ohne diesem Thema hätte Merkel nicht als Erste in den Fetttopf getreten und Spahn hätte jetzt nicht versuchen müssen, die Scherben von Madame unter den Teppich zu kehren. Denn um nichts anderes geht unter dem Strich.

  • An dieser Diskussion kann man erkennen, wie dieses Land in der Zeit der Merkelregierung gespalten wurde.
    Keiner kann mehr über den Tellerrand schauen. Ich selbst bin nach 44,5 Arbeitsjahren auch von einer Rente betroffen, die knapp über der Grundsicherung liegt und aus diesem Grunde empfinde ich regierenden Politiker als unfähig. Trotzdem kann ich nicht verstehen was an der Aussage von Spahn falsch sein soll.
    In anderen Ländern auf dieser Welt hat man nicht diesen Auffangmechanismus. Das so ein Leben, in einem Land mit so einem Überfluss keinem Mitbürger zu wünschen ist, steht außer Frage. Aber - es ist ein Leben.
    Die warme Wohnung, die Krankenversicherung und noch so Einiges werden bezahlt. Dazu gibt es 400€.
    Habe in meinem Berufleben auch Harz IV Wiedereinsteiger kennen gelernt und so erfahren können, wie Menschen unwürdig und nutzlos man sich vorkommt, wenn man keinen Job mehr findet.
    Auf der anderen Seite kenne ich 2 Harz IV Empfänger die mir ins Gesicht gesagt haben "warum soll ich arbeiten gehen, ich habe doch alles und muss mir nicht die Nerven aufreiben"
    Hätte ich hier das Sagen würde ich folgendes machen:
    1. Kein Rentner sollte im Ruhestand Flaschen sammel oder noch Nebenjobs haben müssen.
    Es muss aber eine Abstufung geben. Wie lange hat Jemand eingezahlt.
    2.Es müssen große Anstrengungen unternommen werden Harz IV Bezieher wieder in Arbeit zu bringen.
    Sollten Sie in Ihrem Job nicht mehr vermittelbar sein, müssen Lösungen gefunden werden.
    z.B. Umschulung, aber nicht in Berufe in welchem die Umgeschulten keine Chance haben.
    3. Alle Harz IV Beziehen, haben eine Gegenleistung für das erhaltene Geld, in Form von Aufgaben für die
    Allgemeinheit zu leisten. Bei einem Stundenlohn von 10€ sind das bei 400€ = 40 Stunden.
    Wird es nicht erbracht, muss das Geld gekürzt werden.
    4.Politiker tragen in Zukunft die Konsequenzen für ihre Handlungen und können nicht, wie schon so oft
    gesehen, einfach abdanken und hinterlassen einen Scherbenhaufen.

  • Das wäre klasse, Herr Caruso. Solche Leute braucht der BT

    Und wir amüsieren uns dann hier mit Herrn Spahn, der uns hoffentlich von seinen Eindrücken berichtet.

  • Herr Spiegel steht bestimmt sofort zur Verfügung um als praxiserfahrener Leistungsempfänger im BT eine Rede zu halten.

  • Werden Politiker nicht ebenfalls wie H4-Bezieher vom Steuerzahler alimentiert?

    Nur sind Politiker leider nicht praxiserfahren. Dem wäre damit z. B. abzuhelfen, dass jedes Jahr nach Losverfahren wenigstens 2 Politiker 1 ganzes Jahr lang wie H4-Bezieher leben müssten (inkl. Umfeld) und dafür praxiserfahrene Leistungsempfänger im BT Reden halten dürfen.

  • 400 Euro das sind doch reichlich 13,3 Euro am Tag, hier ist Dank an die Großzügigkeit
    des Steuerzahlers geschuldet. Tiefen Diener machen, wenn die Sonne aufgeht und Huldigungen an den Gönner singen. Der richtige Glauben ist alles, warten und zur richtigen Seite des Herrn sitzen aber nur maulen, geht gar nicht.

  • Mit knapp über 400 € plus Miete soll jemand nicht arm sein? Wie unbegreiflich dumm muss hier so mancher sein, so eine Aussage auch noch zu feiern!

    Spahn selbst nehme ich es gar nicht mal übel. Er ist Berufspolitiker, hat also zum realen Leben ohnehin keinen Bezug.

  • Da gibts nur eine Lösung. Die "Jetzt-gibts-auf-die Fresse"-SPD-Vorsitzende Nahles muss sich der Sache annehmen, wie ein Mann.



    :)

  • Herr Clemens Keil 13.03.2018, 16:08 Uhr

    Mir entgeht jetzt ihre Entrüstung. Hartz 4 ist eine Sozialleistung, die auch gezahlt wird. Es reicht zum Überleben. Ins Schlaraffenland schafft mans damit nicht, aber wenn man ordentlich wirtschaftet, dann kann man sich davon ernähren, nicht schlemmen. Auf teuren Schnickschnack muss man verzichten.
    So mancher Arbeitnehmer hat kaum mehr und geht dafür 40 Stunden buckeln.

  • Herr Tante Mila 13.03.2018, 16:26 Uhr

    Dazu sollte sich eher Herr Gröhe äußern, der hats verbockt. Wenn auch gleicher Laden, doch anderer Schuldiger.

    Davon abgesehen hat glaube ich noch kein Gesundheitsminitser*IN (reicht das für die allgeschlechtliche Neutralität?) in den letzten Jahren wirklich was gerissen?

Mehr zu: Armut-Debatte - Spahn hält an Hartz-IV-Aussagen fest – Scharfe Kritik der SPD

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