Asyldebatte bei Anne Will Im Ersten nichts Neues

Angela Merkels Treffen mit dem Flüchtlingsmädchen Reem nahm Anne Will zum Anlass, über die deutsche Asylpolitik zu talken. Ihre Gäste jonglierten mit vielen Begriffe, kamen aber kaum zu neuen Erkenntnissen.
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Unter der Überschrift „Merkel und das Flüchtlingsmädchen – Ist Deutschland zu unbarmherzig?“ wurde bei Anne Will viel mit Begriffen jongliert – aber wenig Neues kam dabei heraus.
Talkshow Anne Will

Unter der Überschrift „Merkel und das Flüchtlingsmädchen – Ist Deutschland zu unbarmherzig?“ wurde bei Anne Will viel mit Begriffen jongliert – aber wenig Neues kam dabei heraus.

BerlinEine Woche nach Angela Merkels Begegnung mit der 14-jährigen Reem kreiste Anne Wills Talkshow um Stolz aufs deutsche Asylrecht, die zweithöchste Zuwanderung der Welt und die Frage, ob Horst Seehofer „Abschreckung“ gesagt hat.

Inzwischen befinden sich alle Polit-Talkshows in der Sommerpause, nur Anne Will sendet noch. Nach dem ausführlichen kollektiven Betalken der Lage Griechenlands in allen Talksendungen der letzten Wochen und Monate schnitt sie am späten Mittwochabend mal wieder ein neues Thema an.

„Merkel und das Flüchtlingsmädchen – Ist Deutschland zu unbarmherzig?“, lautete der Titel der Sendung. Es ging also um das vor allem im Internet viel diskutierte ungelenke Streicheln, mit dem die Bundeskanzlerin auf das Weinen einer 14-jährigen Palästinenserin während einer Diskussionsveranstaltung vor einer Woche reagiert hatte.

Merkel war ebenso wie das Mädchen Reem selbstverständlich nicht zu Gast. Und auch schwierige Fragen wie die, wieviel Empathie Regierungschefs demonstrieren können müssen und wie barmherzig Staaten als solche überhaupt sein können oder müssen, blieben außen vor.

Stattdessen hatte Anne Will vier Gäste eingeladen, die bekannten Positionen zum Asylrecht mit beharrlicher Geduld vortrugen. Zwei von ihnen kritisierten die deutsche und europäische Asyl-Politik und hätten die (explizit dann gar nicht gestellte) Titel-Frage mit ja, zu unbarmherzig beantwortet. Zwei unterstützten die Politik der Bundesregierung und hätten nein gesagt.

Thomas Kreuzer, der in Talkshows recht unverbrauchte CSU-Fraktionsvorsitzende aus dem Münchener Landtag, gab den aktuellen Anlass, über bayerische Pläne zu diskutieren. Spezielle Zentren sollen Asylbewerber aus Balkanstaaten aufnehmen, bei denen die Anerkennungsquote bei unter einem Prozent liege und und von denen „niemand davon ausgeht, dass er Bleiberecht bekommt“, trug Kreuzer mit sonorer tiefer Stimme vor. Die Asylverfahren zu beschleunigen sei das Ziel.

„Wir sollten stolz sein auf unser Asylrecht“ und auch die darin enthaltene Einzelfallprüfung, hielt die Grüne Katrin Göring-Eckardt vehement dagegen. „Schnellverfahren“ könnten das nicht leisten.

Der stellvertretende CDU-Parteivorsitzende Armin Laschet betonte den „klaren Konsens aller Ministerpräsidenten, auch des grünen“, Winfried Kretschmanns in Baden-Württemberg, die Asylverfahren zu beschleunigen. In anderen Bundesländern gäbe es bald ähnliche Einrichtungen wie die in Bayern geplanten, prophezeite er.

Schnell kreiste der Streit um Begriffe. Wenn 40 Prozent der Asylbewerber in Deutschland aus Balkanstaaten kommen, ist das „der Großteil“? Nein, meinte Göring-Eckardt. Ja, würde Kreuzer sagen. Die Grüne kritisierte außerdem, dass Bayerns Ministerpräsident Seehofer in dem Zusammenhang von „Abschreckung“ gesprochen habe. Kreuzer wollte das nicht gehört haben. Dass es um so etwas wie Abschreckung geht, machte der Bayer dennoch durchaus deutlich („Wenn wir nicht handeln, haben wir nächstes Jahr eine Million Flüchtlinge“).

In Diskussion über die Rechtslage verzettelt
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  • Das lässt sich noch locker toppen:
    In der Region streikten 2014 Asylbewerber weil ihnen das Freizeitangebot auf dem Land bzw. im Dorf in dem sie untergebracht waren nicht umfangreich genug war - und weil der nächste Supermarkt mehr als einen Kilometer entfernt war... Gefordert wurde der Umzug ins bessere München ;-)

    http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_dingolfing_landau/1233188_Bis-wir-sterben...-Asylbewerber-in-Dingolfing-im-Hungerstreik.html

  • Fachkräftemangel? - Blödsinn! Den hat die Industrie nur erfunden, damit sie günstigere Arbeitskräfte bekommt.

    Ist Deutschland zu unbarmherzig? -Nein, Im Gegenteil!

    Mit den Flüchtlingen verhält es sich so wie mit den PKWs in einer Großstadt. Immer mehr Menschen fahren mit dem Auto aus den Vororten in die Innenstädte und sorgen damit für ein immer größer werdendes Verkehrschaos, verbunden mit Lärm- und Schadstoffbelästigung, sowie einem Mangel an Parkplätzen.

    Der falsche Weg ist es, die Parkplatzsituation zu verbessern und mehr Parkmöglichleiten zu schaffen. Denn dann kommen noch mehr Menschen in die Innenstädte und das Chaos wird nur größer.

    Wenn man hingegen die Anzahl der Parkflächen beibehält oder gar reduziert, dann kommen nicht mehr so viele Menschen mit ihrem eigenen Auto in die City.

    Ergo: Wenn ich es den Asylbewerbern hier nicht mehr so schmackhaft mache, dann werden sich in Zukunft viele dreimal überlegen, in Deutschland um Asyl zu bitten.

    Österreich und Ungarn machen das jetzt schon auf eine "indirekte" Art.

  • Die Afrikaner, die hier kommen, gut gekleidet, mit 2 Handys in der Tasche, kann ich wohl kaum als Flüchtlinge ansehen
    In Bayern wurde vor kurzem in einer Asylunterkunft gestreikt, weil ihnen das Essen nicht schmekt. Sie wollten 2x tgl. warm mit Hühnchen. Toll, einfach toll. Und so etwas nett sich Flüchtling?
    Als Flüchtling bin ich froh und dakbar für alles was ich bekomme

  • Laßt Euch nicht veralbern!

    "Thomas Albers" ist der Forentroll, der hier schon unter den verschiedensten Namen (unangenehm) aufgefallen ist, z.B. als "Herr Weißenfels". Das Schicksal hat es offenbar nicht gut mit ihm gemeint.

    Don´t feed the troll!

  • Herr lbers,
    schön und gut was Sie sagen.
    Aber überdenken Sie mal, wie viele türkische Mitbürger wir haben, deren Kinder nie in die Rentenkasse einzahlen werden, da sie nur von Hartz IV leben, den sie haben die Bildung hier nicht angenommen.
    Nicht alle sind integrationswilig. Und davon hben wir schon genug..
    Ich halte diese derzeitige "Flüchtlingswelle" für getürkt.

  • Eine Quasselrunde im politisch stets korrekten Staatsfernsehen - das hat mir gerade noch gefehlt!

    Bevor das Ganze nicht einmal beim Namen genannt wird, nämlich illegale (und damit kriminelle) Einwanderung, sondern ebenso falsch wie beharrlich von "Flüchtlingen" oder "Asylsuchenden" die Rede ist, brauchen wir eine Diskussion darüber gar nicht erst zu führen.

    Im Übrigen stellt sich die ganz grundsätzliche Frage, wie es passieren konnte, dass in einer angeblichen Demokratie ein ganzes Land stillschweigend zum Einwanderungsland für buchstäblich jeden Kriminellen werden konnte.

  • @Albern

    Erzählen Sie uns als Oberhaupt der Gutmenschen, wie viele Wirtschaftsflüchtlinge Sie persönlich aufgenommen haben. Mit Sicherheit nicht einen, weil Sie diese Mildtätigkeit an andere weiterreichen und Sie sich verbal um die "wichtigen" Dinge kümmern müssen. Absheuliches Geschwafel.

  • Prinzipiell gebe ich der Argumentation von Herrn Markus Bullowski vollkommen recht - nur nicht in dieser Schärfe hinsichtlich einer absoluten Abschottung. Eine Lösung für die Probleme kann nur dort gefunden werden wo deren Ursprung liegt - nämlich in Afrika, auf dem Balkan und im Nahen Osten bzw. in der speziell in Afrika und im nahen Osten viel zu hohen Fertilitätszahl/Bevölkerungswachstum sowie hoher Korruption in zahlreichen "failed-states" und "near-failes-states". Die große Frage wird hier allerdings auch sein (siehe GR) wie man diese Staaten als demokratischer Außenstehender reformieren kann.

    "Jetzt überlegen Sie doch einmal: Könnte es sein, dass Deutschland in den nächsten Jahrzehnten Arbeitskräfte und Konsumenten (für die Binnennachfrage) braucht?"
    Das Problem von Fachkräftemangel D ist bekannt und wird oftmals in diesem Zusammenhang gebracht. Richtig ist es jedoch nicht bzw. nur zum Teil, denn in Wahrheit verdeckt is nur ein anderes, tief liegendes und ursächliches (demographisches) Problem. Prinzipiell sollte Ihnen also bewusst sein, dass sie mit diesem Argument eine absolute Bankrotterklärung der deutschen Familien- und Gesellschaftspolitik der letzten 30 Jahre abgeben.

  • Wie immer waren die Grüne Göring Eckardt und der Mann von der Flüchtlingsindustrie polemisch und ohne Lösungsansatz. Wie lange soll das denn weitergehen mit Refugges Welcome? Wir sollten uns an Australien oder Japan orientieren! No way! Kriegsflüchtlingen sollten Asylerhalten so lange der Grund besteht, aber danach auch wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.

  • Diese latente Mär von notwendigen Fachkräften ........ die können Sie an einer Hand ablesen! Eine halbe Million Europäer wäre für uns kein Problem, aber das was bei uns aktuell aufschlägt wird die deutsche Bevölkerung auf Dauer nicht akzeptieren. Diese Menschen bringen ihre Kultur mit, die vorort die Probleme schafft, vor denen sie nun fliehen. Diese Flüchtlinge gehöre in grenznahen Staaten mit ähnlicher Kultur untergebracht. Ich prophezeie Ihnen spätestens zum Jahresende brennt bei uns nicht nur der Weihnachtsbaum. Ein kleiner Stimmungs-Vorgeschmack durfte "unsere" Integrationsministerin gestern in Heidelberg erfahren. Mit den gleichen Argumentationsversuchen (verschweigen, verharmlosen, keine Lösungsansätze) wurde sie regelrecht aus der Halle gebuht.

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