Asylpolitik der EU Steinmeier will Flüchtlingsgipfel Anfang Oktober

Über 300.000 Menschen haben sich dieses Jahr über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa gemacht, um dort Asyl zu beantragen. Doch die Politiker der EU ringen noch immer um eine gemeinsame Strategie.
Steinmeier betonte, dass die erlaubte Ausreise von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich und Deutschland vergangene Nacht eine Ausnahme bleiben müsse. Quelle: dpa
Bundesaußenminister

Steinmeier betonte, dass die erlaubte Ausreise von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich und Deutschland vergangene Nacht eine Ausnahme bleiben müsse.

(Foto: dpa)

LuxemburgBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich in der Flüchtlingskrise für einen EU-Sondergipfel ausgesprochen. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs sollte Anfang Oktober ausgerichtet werden, sagte der SPD-Politiker am Samstag in Luxemburg. Nach dem Treffen der EU-Innenminister am 14. September könne entschieden werden, ob weitere Sonderräte zur Vorbereitung des Gipfels notwendig seien.

Die Diskussionen beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am Freitag und Samstag nannte Steinmeier intensiv. Der EU-Kommissionsvorschlag einer Quote zur Verteilung von Flüchtlingen werde von einigen EU-Staaten noch immer abgelehnt. Allerdings scheine die Bereitschaft zur Beteiligung an einer gesamteuropäischen Verantwortung zu wachsen.

Steinmeier betonte, dass die erlaubte Ausreise von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich und Deutschland vergangene Nacht eine Ausnahme bleiben müsse. „Die Hilfe in der gestrigen Notlage war verbunden mit der Mahnung, daraus keine Praxis für die nächsten Tage zu machen.“

Auf der Reise nach Westen
Das Warten auf die Abfahrt
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Rund 4000 Flüchtlinge, die in Ungarn auf ihrem Weg nach Westeuropa gestrandet waren, sind am Samstagmorgen mit Bussen nach Österreich gebracht worden. Diese Zahl gab Polizeisprecher Helmut Marban vor Reportern bekannt.

Zu Fuß gen Westen
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Am Freitag hatten sich etwa 2000 verzweifelte Flüchtlinge, die nicht in Ungarn registriert werden wollten, vom Budapester Bahnhof Keleti zu Fuß Richtung Westen aufgemacht.

Zu Fuß gen Westen
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Die Flüchtlinge hatten am Freitag bis zum Einbruch der Nacht rund 25 Kilometer des 171 Kilometer langen Weges zur österreichischen Grenze geschafft.

Ungarn schickt Flüchtlinge in Bussen zur Grenze
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Ungarn stellte in der Nacht Busse bereit, um sie und andere gestrandete Flüchtlinge nach Österreich zu bringen. Deutschland und Österreich hatten sich zuvor darauf verständigt, die Menschen einreisen zu lassen. Österreich stellte ihnen in Aussicht, Asyl zu gewähren. Doch die meisten wollen nach Deutschland weiterreisen.

Ankunft in Nickelsdorf
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Am Samstagmorgen erreichten rund 4000 Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze mit dem Bus. Das letzte Stück nach Nickelsdorf aber mussten sie zu Fuß zurücklegen.

Ankunft in Nickelsdorf
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Auf der österreichischen Seite der Grenze bereiteten Helfer des Roten Kreuzes den ankommenden Flüchtlingen am Samstagmorgen mit Tee und anderen Hilfsgütern einen herzlichem Empfang. In einer Notunterkunft im Grenzort Nickelsdorf standen Betten bereit.

Flüchtlinge auf dem Weg nach Salzburg
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Ein Sonderzug mit etwa 450 Flüchtlingen ist am Samstag in Salzburg angekommen. Der aus Ungarn kommende Zug sei gegen 10.50 Uhr eingetroffen, wie ein Polizeisprecher vor Ort der Deutschen Presse-Agentur sagte. Salzburg liegt direkt an der Grenze zu Deutschland. Der Zug sollte nur kurze Zeit am Bahnhof halten und dann nach München weiterfahren.

  • rtr
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