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Polizeieinsatz im Flüchtlingsheim Ellwangen

Nachdem es bei der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Togolesen zu Ausschreitungen gekommen war, kam es zu einem Großeinsatz der Polizei in der Flüchtlingsunterkunft.

(Foto: dpa)

Asylpolitik Weitere Ermittlungen nach Großrazzia im Flüchtlingsheim Ellwangen

Die Ermittlungen gehen weiter und auch die politische Debatte. Wie soll sich die Polizei künftig auf Gefahren bei Abschiebungen einstellen?
8 Kommentare

EllwangenNach der Großrazzia in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen werden die Ermittlungen gegen mehrere Asylsuchende am Freitag fortgesetzt. Einige von zunächst 27 vorläufig festgenommenen Personen stehen nach Polizeiangaben im Verdacht, sich durch aktive Widerstandshandlungen strafbar gemacht zu haben. Ihnen drohen Anzeigen und Strafverfahren.

Der massive Einsatz am Donnerstag war eine Reaktion der Polizei auf das teils gewalttätige Vorgehen von bis zu 200 Flüchtlingen, die damit am Montag die Abschiebung eines 23 Jahre alten Mannes aus Togo nach Italien verhinderten. Der Mann wurde am Donnerstag gefasst und kam in Abschiebehaft.

Seehofer – „Bundespolizei könnte in Asyl-Zentren eingesetzt werden“

Am Donnerstag hätten sich mehr als 20 Asylsuchende der Kontrolle durch die Polizei widersetzt, teilte das Polizeipräsidium in Aalen mit. Zudem wurden Ermittlungsverfahren wegen Drogendelikten, Diebstahls und Hausfriedensbruchs eingeleitet. Bis zu 15 mutmaßliche Rädelsführer der gewalttätigen Übergriffe vom Montag wurden in andere Flüchtlingseinrichtungen gebracht, um in Ellwangen ein erneutes organisiertes Vorgehen gegen die Sicherheitskräfte zu verhindern.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, beim Thema Abschiebungen dürften keine falschen Signale in die Herkunftsländer gesendet werden. „Deshalb brauchen wir eine harte und konsequente Abschiebepolitik.“ Noch immer gebe es Bundesländer, die nicht mit der nötigen Konsequenz abgelehnte Asylbewerber zurückschickten. Er erwarte, dass alle Länder, auch die SPD-geführten, das geltende Recht durchsetzen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer bezeichnete den am Montag erzwungenen Rückzug der Polizei aus der Unterkunft als „Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung“. Der CSU-Politiker sagte in Berlin, derartige Widerstandshandlungen müssten „mit aller Härte und Konsequenz verfolgt werden“.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lobte den Polizeieinsatz am Donnerstag. Die Opposition warf der grün-schwarzen Landesregierung Versagen vor.

Kritik äußerten auch Aktivisten der Flüchtlingshilfe. Pater Reinhold Baumann vom Freundeskreis Asyl erklärte, der Großeinsatz am Donnerstag sei unverhältnismäßig gewesen. Der zur Abschiebung anstehende Mann aus Togo sei „kein Schwerverbrecher oder Untergetauchter“ gewesen. „Man hat ihn ja dort gefunden.“

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, forderte in der „Passauer Neuen Presse“ mit Blick auf die Vorfälle vom Montag: „Diejenigen, denen man Straftaten nachweisen kann, müssen in Untersuchungshaft und sollten die Freiheit erst wieder erlangen, wenn sie den Boden ihrer eigenen Heimat betreten. Das wäre das richtige Signal.“

Auch der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mathias Middelberg, verlangte Konsequenzen: „Die Taten müssen auch Auswirkungen auf die Asylverfahren dieser Personen haben“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“.

Besorgt zeigte sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Von einer Situation wie in Ellwangen geht kein gutes Signal aus. Da verstehe ich die Leute, die sagen: Wir müssen die Lage in Deutschland im Griff haben“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, warnte nach dem Vorfall in Ellwangen vor den vom Bund geplanten Asyl- und Abschiebezentren. „Ankerzentren machen es erst möglich, dass solche Strukturen und Dynamiken entstehen, wie wir sie jetzt in Ellwangen erlebt haben“, sagte er „Focus Online“.

Großeinsatz in Ellwangen: Polizei im Kampf gegen „rechtsfreie Räume“

In der Flüchtlingsunterkunft sind aktuell nach Angaben der Stadtverwaltung 490 Menschen untergebracht, 292 davon habe die Polizei am Donnerstag kontrolliert, teilte ein Sprecher mit. 26 Asylsuchende wollten demnach flüchten, 11 sprangen aus einem Fenster. Die Flucht sei ihnen aber nicht gelungen.

Bei dem Einsatz wurden einer Gesamtbilanz der Polizei zufolge zwölf Menschen leicht verletzt - elf Bewohner der Unterkunft und ein Beamter. Bei mehreren Flüchtlingen seien Drogen sowie mehr Bargeld als die normalerweise zulässigen 350 Euro gefunden worden.

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  • dpa
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8 Kommentare zu "Asylpolitik: Weitere Ermittlungen nach Großrazzia im Flüchtlingsheim Ellwangen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ‪#Ellwangen ist überall!‬

  • Deutsch, Weiß, Gesund !

    Was braucht man mehr um glücklich zu sein ? - Nichts !

    Und genau deshalb bleiben wir unter uns und wollen mit dem Pöbel nichts zu tun haben.

    Gestern - heute - morgen !

  • waehrend die BW die Freiheit Deutschland;s vermeintlich versuchte am Hindokush zu verteidigen......
    ..warden wir hier von den eingesickerten und eingefallenen "Fluechlingen" massiv verarscht.....,
    .....................und IM ERIKA....?
    Schweigt!

    Die Dame laesst sich lieber bei einer Laudatio in Aaachen sehen, bei der Karlspreis-vergabe an Macron! Der laedt anschliessend zu einem pompoesen " EURO -DINNER " ein, ahat aber wieder einmal die
    private & auch REPUBLIK-KREDIT-KARTE nicht zur Hand, wenns um's ZAHLEN geht......

    Ellwangen ist ein weiterer Mosaikstein in der Abschaffung deutschlands!
    man sollte & kan der Polizei hier keinen Vorwurf machen, aber der CDU POLITIK unter MERKEL & KAUDER (& ALTMAIER - DAEMELSIAER oder wie der no-face Innenministrant hiess)

  • Das Projekt der Umvolkern, Islamisieren und Integratoren läuft die Sache zu schnell aus dem Ruder, die Leute merken daher was gespielt wird. Kreuzel in irgend welche Ämter hängen zieht nicht mehr, jede Revolte in den Internierungslagern bringt die Europäer gegen ihre inneren Feinde, wie die Merkel-Regierung, auf. Wir holen uns unsere Heimat Europa zurück,
    so wie einst Karl Martell.

  • Interessant ist, dass im Artikel ein Foto von Seehofer abgebildet ist gleichwohl Ellwangen zu BaWü gehört.

    Ich vermute dass dies Teil des bayrischen Vorwahlkampfes ist, in dem sich Seehofer als tatkräftigen Macher in Sachen Sicherheit (Lösung der durch die Regierung inkl. Seehofer verursachten Probleme) darzustellen sucht.

  • Fast alles gut !
    Die beschlagnahmten Gegenstände haben sich zum Glück nicht als Waffen identifizieren lassen , sondern konnten nach genauester Prüfung der Kategorie , Haushaltwaren zugeordnet werden . Neben harmlosen Aufputschmitteln und Asthma Spays wurden noch Geldbeträge sichergestellt , deren wundersame Vermehrung von der EZB und vom Finanzminister zu prüfen sind . Fazit , die Bevölkerung kann beruhigt Vatertag feiern , die Behörden haben alles im Griff !

  • Die Herausforderung ist, dass solche Aktionen wie in Ellwangen enorme Polizeikapazitäten binden. Diese Kapazitäten werden nicht bei den zur Bevormundung/Einnahmegenerierung dienenden Radarfallen abgezogen sondern von anderen Schauplätzen. Dadurch entstehen Lücken und No-Go Zonen. Es kann ein Beginn einer Kapitulation des Staates sein.

    Meines Erachtens wäre es geboten zumindest auf ein paar Goldstücke/Rohdiamanten/Friedenssuchende zu verzichten.

  • Nachdem Frau Dr. Merkel die Grenzen nicht verteidigen konnte, werden die Gefechte nun ins Inland verlagert.
    Der Feind ist einfach zu überlegen, weil er dezentral agiert und auch zahlenmäßig überlegen ist, weiteren Zulauf
    erhält er über die ungesicherten Grenzen und per Zuzugserlaubnis. Die Verantwortlichen haben wie immer ein Desaster angerichtet.