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Auch Alcopops im Visier der Politik Schmidt will Zigaretten-Kleinpackungen verbieten

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat ein Verbot von Kleinpackungen mit weniger als 17 Zigaretten angekündigt. Damit sollten vor allem junge Menschen vom Rauchen abgehalten werden, sagte Schmidt am Mittwoch in Berlin. „Wir werden als Bundesregierung Kleinstpackungen verbieten.“ Die Reglung werde auch vorsehen, den Verkauf einzelner Zigaretten und das Verschenken von Zigaretten zu Werbezwecken zu untersagen.

HB BERLIN. Das Gesetz soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der kommenden Woche den Koalitionsfraktionen zugeleitet werden. In ihm soll auch eine Verteuerung von süßen Alkoholmixgetränken, so genannten Alcopops, geregelt werden. Schmidt wollte sich noch nicht zur Höhe der Sonderabgabe äußern.

Die Ministerin sagte, Ziel der Regierung müsse es sein, den Einstieg in den Zigarettenkonsum zu verhindern. Inzwischen liege das durchschnittliche Raucher-Einstiegsalter bei 13 Jahren; 28 % der zwölf bis 17-Jährigen griffen zur Zigarette. Schmidt hatte schon die im Rahmen der Gesundheitsreform beschlossene Tabaksteuererhöhung unter anderem mit dem Jugendschutz begründet.

Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD), hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, dass Alcopops auf der Basis von Wodka, Whisky und Rum besser gekennzeichnet und verteuert werden sollen. Nach Medienberichten ist eine Sonderabgabe von rund einem Euro auf eine 0,3 Literflasche im Gespräch. Nach einer repräsentativen Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind Alcopops inzwischen die beliebtesten alkoholischen Getränke bei 14- bis 17-Jährigen. Das Gesundheitsministerium wirft der Spirituosenindustrie vor, mit den Alcopops vor allem Jugendliche ansprechen zu wollen, weil in ihnen der scharfe Alkoholgeschmack von süßen Zutaten übertüncht wird.

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